Outriders – Test / Review (PC)

Loot Shooter sind nun schon seit einigen Jahren in aller Munde. Dies liegt natürlich unter anderem daran, dass es hier viele verschiedene Spiele innerhalb dieses Genres gibt. Einige gute Beispiele wären Borderlands oder auch Destiny. Nun haben sich die Entwickler von „People Can Fly“ und der Publisher Square Enix an ein Spiel getraut, welches auch in diese Kategorie passt. Hierbei handelt es sich um „Outriders“, ein Loot-Shooter, welcher am 01. April 2021 veröffentlicht wurde. Wir haben uns das Spiel genauer angeschaut, um euch darüber berichten zu können!

Ziemliche Startschwierigkeiten

Wie bereits erwähnt, wurde das Spiel am 01.April 2021 veröffentlicht, nachdem einige Wochen zuvor die Demo-Version spielbar war. Diese haben wir auch zu dritt eine lange Zeit ausgiebig getestet, um uns ein Bild über das Spiel machen zu können. Diese lief auch, bis auf wenige Ausnahmen, fehlerfrei. Leider kann man den Release des Spiels absolut nicht als fehlerfrei bezeichnen.

Die ersten Tage gab es ziemliche Probleme mit den Servern, was sowohl für die Login-Server als auch für die normalen Server galt. Zwar handelt es sich bei Outriders sowohl um ein Single Player- als auch um ein Multiplayer bzw. Koop-Titel, allerdings gibt es hier einen permanenten Online-Zwang. Dies liegt daran, dass man sich Sorgen macht, dass es bestimmte Spieler ausnutzen und Cheaten würden, um sich Vorteile zu Erspielen. Diese Probleme traten zumeist Abends auf, wenn zeitgleich die Amerikaner einloggen wollten, während auch noch viele andere Länder spielerisch sehr aktiv waren. Hier kam es oft zu Crashs der Server oder allgemeiner Instabilität. Dieses Problem wurde ungefähr eine Woche nach Release erst behoben, da der Titel eben kurz vor den Oster-Feiertagen veröffentlicht wurde.

Ein weiteres, großes Problem betraf das Crossplay, welches als Release-Day Funktion bezeichnet wurde. Hier hat der Day One Patch für große Probleme gesorgt, weswegen es nicht möglich war, zwischen mehreren Plattformen zusammenzuspielen. Hier wurde der jeweilige Mitspieler entweder sofort oder nach kurzer Zeit sofort aus der Lobby gekickt. Der Fix hat sogar länger gedauert, nämlich ungefähr 2 Wochen. Dies ist sowohl der Entwicklung des Updates bzw. zweiten Patches als auch dem Problem anzulasten, dass dieser auf mehreren Plattformen gleichzeitig veröffentlicht werden muss. Da dies bei Microsoft und Sony jedoch für die Konsolen-Versionen erst geprüft und freigeschaltet werden muss, hat sich die Veröffentlichung des Updates verzögert. Inzwischen funktioniert das Crossplay zwar weitgehend, allerdings kommt es immer noch gelegentlich zu Rubberbanding, hohen Latenzen oder Lobby-Disconnects.

Das dritte, und aktuell noch größte Problem, sind die Character- und Inventar-Wipes. Dies hat in vielen Fällen etwas mit den Disconnects oder anderen Problemen zu tun gehabt. Vergangenen Mittwoch wurde hierfür ein Patch veröffentlicht, welcher dies verhindern sollte. Dies hat scheinbar auch funktioniert. Das Grundproblem, von welchem wir übrigens auch betroffen waren, ist: Der Charakter, bei dem dieser Fehler aufgetreten ist, kann nicht mehr gespielt werden. Entweder kam es hier zu einem Endlos-Login, zu einem Crash des Spiels oder ähnliches. Hierbei geschahen auch Inventar-Wipes, wodurch die Rüstung und Waffen komplett oder teilweise verschwunden sind. Diese Probleme wurden zwar nun behoben, allerdings wurden diese Charaktere und das Inventar noch nicht wiederhergestellt, was verständlicherweise viele Spieler extrem stört. Wir hoffen, dass dieses Problem nun auch noch behoben wird.

Natürlich gibt es noch kleine Probleme wie gelegentliche Crashs des Spiels oder der UI-Fehler, bei dem das komplette Interface verschwindet. Hier hilft nur ein Gebietswechsel oder direkt der Neustart des Spiels. Dies soll euch jetzt aber nicht davon abhalten, den Titel zu spielen oder das Spiel zu genießen, sondern bei dem Kauf zu bedenken, dass es aktuell einfach noch viele große oder kleine Fehler gibt. Kommen wir nun zum richtigen Review Inhalt!

Auf in eine neue Welt

Bei den Outriders und allen Helfern, welchen man im Spiel begegnet, handelt es sich natürlich um Menschen, welche ursprünglich von der Erde kommen. Diese ist leider unbewohnbar geworden, sei es durch die Kriege, Konflikte oder Naturkatastrophen. Aus dem Grund wurde die „Enoch Colonization Authority“, kurz ECA, von mehreren Tech-Konzernen gegründet. Hierbei handelte es sich um das Vorhaben, auf einen fremden Planeten umzusiedeln, welcher für Menschen geeignet ist. Die „Flores“, das Raumschiff in welchem auch unser Charakter auf die Reise gegangen ist, transportierte neben verschiedenen Materialien, Elektronik, Saatgut natürlich auch eine breite Masse an Kälteschlaf-Kapseln, in welcher auch wir uns befanden. Enoch, der Planet welcher angesteuert wurde, liegt extrem weit entfernt und die Reise zu diesem Planeten würde Jahre dauern. Aus dem Grund wurden fast alle Menschen in der Flores in den Kälteschlaf versetzt.

Als wir jedoch endlich gelandet sind, stellt sich schnell heraus, dass der Planet nicht so freundlich ist, wie es anfangs den Anschein hat. Ferner ist auch noch der Kontakt zur Flores abgebrochen. Die erste und auch größte Gefahr auf Enoch sind die Energiestürme. Diese werden im Spiel als Anomalie bezeichnet. Die meisten menschlichen Wesen, welche mit diesem in Kontakt kommen, sterben nach kurzer Zeit. Aufgrund diverser Ereignisse wird unser Charakter schwer verwundet und daher erneut in einen Kälteschlaf versetzt.

Nach ungefähr 30 Jahren wird der CHarakter durch diverse Begebenheiten geweckt und bemerkt schnell, dass in der langen Zeit viel passiert ist. Die Menschen oder auch Kolonisten haben sich gespaltet und befinden sich mehr oder weniger wieder im Krieg. Allerdings wird uns schnell klar, dass wir durch die Anomalie nicht wie ein Großteil anderer Menschen gestorben sind, sondern besondere Kräfte entwickeln konnten und dadurch nicht gestorben sind. Solche Personen werden als Veränderte bezeichnet, welche zu den stärksten Kämpfern auf Enoch zählen.

Was genau nun eure Aufgabe ist, was passieren wird und vieles mehr können wir euch nicht sagen, da wir euch sonst spoilern würden. Aber eines sei gesagt: Die Story ist ziemlich gut gelungen und weiß mit diversen Änderungen definitiv zu fesseln.

Klasse? Qual der Wahl!

Wie bereits erwähnt, handelt es sich hier um ein Loot-Shooter. Man könnte diesen als Mischung von Destiny und Borderlands bezeichnen. Die Story selbst umfasst zwar „nur“ 25-30 Stunden, allerdings gibt es noch viele Nebenquests zu tun und auch im Endcontent wartet noch etwas Arbeit auf die Spieler.

Jedenfalls wäre es langweilig, wenn jeder Spieler nur zwischen Rüstung und Waffen wählen könnte. Aus dem Grund geht hier Outriders den gleichen Weg wie Borderlands und stellt dem Spieler mehrere verschiedene Klassen zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um folgende:

  • Zerstörer
  • Pyromant
  • Assassine
  • Technomant

Wer eine „Tank“-Klasse spielen möchte, ist mit dem Zerstörer am besten bedient. Dieser verursacht eine angemessene Menge an Schaden im Nahkampf, kann die Gravitation kontrollieren oder sich und andere mit Schilden schützen, welche sogar den Schaden auf die Gegner zurückwerfen. Der Pyromant ist am ehesten auf mittlerer Distanz spielbar und hier auch am stärksten. Ferner ist seine Priorisierung auf Gegnergruppen gesetzt und er verwendet, wie es der Name schon sagt, Feuerfähigkeiten. Wer sich auf reinen Nahkampf-Schaden fokussieren möchte, sollte den Assassinen auswählen, da dieser extrem effizient im Nahkampf ist. Ferner kann dieser die Zeit verlangsamen, sich teleportieren oder auch die Gegner Schadensanfällig machen. Der letzte, aber mit Sicherheit nicht die schlechteste Klasse, wäre der Technomant. Dieser ist auf weite Distanz am besten. Mit diesem kann der Spieler Geschütze platzieren, Gadgets nutzen oder sogar andere Spieler heilen!

Natürlich gibt es unterschiedliche Skill-Bäume bei allen Klassen. Diese umfassen drei unterschiedliche Wege. Da das Maximallevel der Charaktere 30 beträgt und es bei jedem Level-Up einen Skillpunkt gibt, welchen man verteilen kann, hat man hier genug Auswahlmöglichkeiten, wie man diese verteilen will. Allerdings ist es auch möglich, diese neu zu verteilen, wenn man etwas ändern will. Die meisten dieser Skills umfassen eine Schadenserhöhung, die Verringerung des Erlittenen Schadens, eine höhere Drop-Chance für bestimmte Waffen oder ähnliches.

Auch bauen einige Skills auf die verschiedenen Fertigkeiten der Klassen auf. Jede Klasse hat insgesamt 8 Fertigkeiten, welche bei einem bestimmten Level freigeschaltet werden. Hiervon kann man immer vier Fertigkeiten gleichzeitig aktiv haben und diese können außerhalb eines Kampfes nach Belieben gewechselt werden. Daher ist es auch kein Problem, wenn man hier hin und wieder etwas umstellt oder ausprobiert, bis man eine Spielweise gefunden hat, die zu einem passt.

Schwierigkeitsgrad steigend!

Neben dem normalen Level steigt im Laufe der Zeit auch der jeweilige Weltenrang. Je höher dieser ist, desto besserer Loot droppt für euch, desto stärker sind allerdings auch die verschiedenen Gegner und Bosse, welche euch im Verlauf des Spiels begegnen. Aktuell gibt es 15 Weltenränge, welche man freispielen kann. Diese schaltet man dann frei, wenn man den vorherigen Weltenrang komplett aufgelevelt hat. Uns ist auch aufgefallen, dass man Erfahrung bei dem jeweiligen Levelstand des Weltenrangs verliert, wenn man einen Kampf verlässt bzw daraus flüchtet oder stirbt. Überlegt euch also gut, auf welchem Rang ihr spielt und schaltet bei Bedarf die Stufen runter, falls es nicht anders geht.

Dies kann bei Kämpfen schnell passieren. Das liegt unter anderem daran, dass es im Spiel keine Möglichkeit gibt, sich selbst zu heilen, außer durch diverse Fertigkeiten oder durch das Töten von Gegnern. Medipacks oder ähnliches sucht man also vergebens. Hier hat man als Spieler demnach nur 2 verschiedene, spielbare Möglichkeiten: Aggressiv oder Passiv. Beim passiven Spielen kann es vorkommen, dass ihr zu wenig Gegner tötet und daher überrannt werdet, was ihr je nach Klasse nicht überlebt. Bei einer aggressiven Spielweise jedoch ist es möglich, das neu erscheinende Gegner euch in die Zange nehmen. Hier ist unsere Empfehlung, die verschiedenen Gebiete genau unter die Lupe zu nehmen, Deckungen zu nutzen und darauf zu achten, aus welcher Richtung die Gegner kommen. Dies sollte durch das Radar weniger ein Problem darstellen. Versteckt euch also hinter Barrikaden, hinter Mauern, bei Fässern oder anderen Objekten, um dem feindlichen Feuer zu entgehen. Einige dieser Schutzobjekte können allerdings im Verlauf eines Gefechts zerstört werden, hier müsst ihr also selbst aufpassen. Ferner gilt es immer, die gegnerischen Sniper auszuschalten. Treffen euch diese, ist dies zwar kein One Hit, allerdings wird euch durchaus über die Hälfte eures Lebens abgezogen.

Um feindlichen Granaten oder Geschossen ausweichen, ist es auch möglich, sich mit den Ausweich-Rollen in Sicherheit zu begeben. Unser Tipp wäre hier ganz klar: Spielt weder zu aggressiv noch zu passiv, vor allem dann nicht, wenn ihr zu wenig Übung habt. Schaltet also im Notfall die Weltenstufe runter, bis ihr besseres Gear und ein höheres Level habt, um besser klarzukommen!

Überall Loot!

Sei es durch Gegner oder durch Vorrats-Kisten, welche ihr unterwegs entdecken könnt: Loot ist euer Freund und das in vielerlei Hinsicht. Insgesamt könnt ihr bei eurem Charakter jeweils 5 Rüstungsteile und 3 Waffen anlegen. Hierbei handelt es sich um folgende:

  • Kopf
  • Brust
  • Hände
  • Hose
  • Schuhe
  • Primärwaffe 1
  • Primärwaffe 2
  • Sekundärwaffe

Bei den Rüstungsteilen sind natürlich erst einmal der RÜstungswert wichtig und bei Waffen der verursachte Schaden. Natürlich gibt es hier eine breite Palette an unterschiedlichen Waffen. Dies wären unter anderem Pistolen, Revolver, doppelläufige Pistolen, Sturmgewehre, Maschinenpistolen, Leichte Maschinengewehre, Repetiergewehre, Scharfschützengewehre oder ähnliche Waffen. Hier sollte man unbedingt darauf achten, unterschiedliche Waffen anzulegen. Dies liegt zum einen daran, dass euch beispielsweise 2 Scharfschützengewehre im Nahkampf nichts bringen oder 2 Schrotflinten im Fernkampf unsinnig sind. Ferner ist man hier Munitionstechnik teilweise eingeschränkt. Der zweite Grund ist, dass bei den verschiedenen Skillbäumen Skills zu finden sind, die den Schaden von bestimmten Waffenarten erhöhen. Achtet also immer darauf, dass ihr verschiedene Waffen ausrüstet und die komplette Gegend durchsucht, um so viel wie möglich mitnehmen zu können!

 

Verkaufen oder Zerlegen?

Natürlich habt ihr im Inventar nicht unbegrenzt Platz für Rüstungen und Waffen und irgendwann sind diese zu schlecht oder ihr müsst sie aufgrund von Platzproblemen aussortieren. Zwar ist es möglich, solche Gegenstände in der Lagerkiste unterzubringen, auf welche alle erstellen Charaktere Zugriff haben, aber oft sind die Teile zu schlecht und es macht demnach keinen Sinn. Hier habt ihr nun 2 verschiedene Möglichkeiten: Verkaufen oder Zerlegen.

Beim Zerlegen von Rüstung und Waffen bekommt ihr je nach Stufe und Gegenstandsart Materialien wie Eisen , Leider oder andere Dinge, welche ihr wiederum benötigt, um Gegenstände zu verbessern, den Schaden zu erhöhen oder die Mods abzuändern. Hierauf kommen wir gleich noch zu sprechen. Die zweite Variante, das Verkaufen, bringt euch sogenannten „Schrott“. Dies ist die Hauptwährung, mit welcher ihr beim Händler Waffen oder Rüstungsteile erstehen könnt. Der Preis dieser Gegenstände steigt bei jedem Level an und ein Kauf sollte sich daher gut überlegt werden.

Im Inventar ist es euch möglich, mehrere Gegenstände von Hand oder mit einer automatischen Auswahl zu markieren. Diese könnt ihr dann gesammelt zerlegen oder eben bei einem Händler verkaufen. Warum ihr nicht alles Verkaufen solltet, was euch in die Finger kommt, erfahrt ihr jetzt!

Mods entscheiden oft über Leben und Sterben!

Jedes Rüstungsteil oder jede Waffe, die ihr findet, haben einen bestimmten Seltenheitsgrad. Diese sind folgendermaßen untergliedert:

  • Gewöhnlich (Weiß)
  • Ungewöhnlich (grün)
  • Selten (blau)
  • Episch (Lila)
  • Legendär (orange)

Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit, einen Gegenstand in einer höheren Qualität zu bekommen höher, wenn ihr in einem höheren Weltenrang spielt. Ab seltenen Gegenständen, also blauen Objekten, befinden sich Modifikationen, sogenannte Mods, darauf. Hier empfiehlt es sich, die Gegenstände zu zerlegen, um diese Mods euren Sammlungen hinzufügen zu können. Dies muss nur einmal geschehen, damit ihr diese automatisch freigeschaltet habt. Besitzt man eine solche Mod bereits, wird dies neben dem Namen der Modifikation angezeigt. Wichtig ist hier zu sagen, dass jede Klasse eigene Modifikationen besitzt, zumindest was Rüstungsteile angeht. Bei Waffen können alle auf die gleichen Modifikationen setzen. Dies ist natürlich von Vorteil, dass ihr mit einem Charakter eine Waffe, welche eine bestimmte Mod hat, in die Lagerkiste legen könnt, um sie mit einem anderen Charakter zu zerlegen, damit dieser jene Modifikation lernen kann!

Diese Modifikationen können euch verschiedene Effekte bringen oder die Fähigkeiten eurer Charaktere verändern. Beispielsweise ist es möglich, bei dem Verwüster den Schild, welcher normal den kompletten Schaden blockt und an die Feinde zurückwirft, abzuändern. Dadurch blockiert der Schild nur noch 50% des eigehenden Schadens, allerdings könnt ihr dafür eine Waffe nutzen in der gleichen Zeit. Der Technomancer bekommt zum Beispiel kurzzeitig ein Maschinengewehr oder ähnliches. Alle Klassen besitzen solche Mods, welche im Übringen in 3 Ränge eingeteilt werden, je nach Seltenheit. Es ist also sinnvoll, alle Modifikationen freizuschalten, um nach Belieben eure Waffen und Rüstungen damit ausstatten zu können. Dies ist allein aus dem Grund praktisch, da ihr auch Low-Level Waffen und Rüstungen mit Materialien auf das Maximallevel verbessern könnt!

Auszeichnungen und Anpassungen

Erreicht ihr bestimmte Meilensteine oder erfüllt Aufgaben im Spiel, erhaltet ihr Auszeichnungen. Diese können im Charaktermenü abgeholt werden. Bei jedem Rangaufstieg der Auszeichnungen gibt es sogar noch einen Bonus. Diese Boni und freischaltbaren Objekte sind zumeist von kosmetischer Natur.

Zunächst einmal wäre hier das Anpassungsmenü selbst zu nennen. Dort könnt ihr verschiedene Emotes auswählen, welche euer Charakter durchführen kann oder auch eure Flagge ändern. Dies betrifft dann die Flaggenform, den Zustand, die Farbe und auch das Symbol, welches darauf zu sehen ist. Diese Flaggen stellen im Spiel im Übrigen Schnellreisepunkte dar, mit welchen man sich schneller über die Karte bewegen kann. In größeren Städten oder im Lager befindet sie sich meist in der Nähe der Spielersuche-Station, mit welcher man eine Random Gruppe finden kann.

Auch ist es möglich, das eigene Gefährt zu verändern. Dies sieht man zumeist nur in Zwischensequenzen, also ist es in dem Falle wirklich nur ein „Nice to have“- Bonus, welcher euch natürlich spielerisch keine Vorteile bringt. Die letzte direkte „Glamour“-Anpassung wäre, dass es euch im Spiel jederzeit möglich ist, an der Anpassungsstation das Aussehen eures Charakters zu verändern!

Endgame ist, wenn auch aktuell problematisch, vorhanden!

Eine der häufigsten Todesursachen von Spielen ist das fehlende Endgame. Dies ist, zumindest aktuell, bei Outriders nicht der Fall. Nachdem ihr die Geschichte durchgespielt und alle Nebenmissionen erledigt habt, könnt ihr spezielle Missionen starten. Diese werden im Spiel als Expeditionen bezeichnet. Bei diesen Expeditionen landet ihr in unterschiedlichen Zonen im Spiel. Die Hauptaufgabe ist einfach erklärt: Beseitigt alle Feinde, sammelt den Loot ein und Überlebt nach Möglichkeit bis zum Ende. Hier erhält man dann noch eine Ressourcenkapsel mit unterschiedlichen Belohnungen. Stirbt man vor dem Ende, verliert man zumindest den bis dato gesammelten Loot nicht. Am meisten Spaß macht dieser Modus mit mehreren Leuten, da er je nach Weltenrang und Stufe ziemlich knackig sein kann. Allerdings ist dies aktuell auch die beste Variante, legendäre Gegenstände zu erfarmen, was durchaus einige Zeit dauern kann. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es leider noch Probleme, wodurch bei dem Crossplay während Expeditionen häufig Verbindungsfehler auftreten können. Allerdings hoffen wir, dass dieser Fehler bald behoben werden kann!

Eine zweite Beschäftigung wäre die sogenannte Jagd. Hier gibt es verschiedene Jagdaufträge, welche man erledigen kann. Dabei handelt es sich zumeist um größere Gegner oder Bosse, welche es durchaus in sich haben. Die Belohnung einer Jagd ist zumeist nicht so gut, allerdings erhält man, wenn man alle Jagdaufträge erledigt hat, immer einen legendären Gegenstand. Diese kann man so oft, wie man es möchte, wiederholen!

Grafik und Sound sind weitgehend top!

Eines kann man sagen: Auch wenn es anfangs oft Probleme gab bei der PC Version, welche extreme Framedrops oder Ruckler zur Folge hatte, ist das Spiel grafisch gesehen definitiv top. Man merkt, dass sich die Entwickler von People Can Fly viel Mühe gegeben haben, Outriders gut aussehen zu lassen. Durch verschiedene Biome wie verschneite Berge, Vulkane, Dschungel oder Ruinen zu laufen, sich die Details anzusehen und die Atmosphäre zu erleben, macht eine Menge Spaß. Getrübt wird das Ganze lediglich durch gelegentlich auftretende Grafikfehler oder auch Crashs, die mal häufiger oder auch seltener vorkommen können.

Selbiges gilt im Übrigen auch für den Sound. Hier gibt es leider aktuell mehr Probleme als bei der grafischen Darstellung. Es kommt häufiger vor, dass die Filmsequenzen extrem leise oder dumpf rüberkommen können oder dass sich die Geschosse der Maschinengewehre von Gegner anhören wie Spielzeugpistolen. Hier gehen wir aktuell noch von einem Soundbug aus, welcher behoben werden muss. Allerdings ist die Vertonung der Gespräche sehr gut gelungen und auch die restlichen Soundeffekte hören sich gut an!

Alles in allem kann man also sagen, dass Outriders zwar einen sehr holprigen Start hingelegt hat, sich der Kauf allerdings durchaus lohnen kann. Jeder (und auch jedes Spiel) hat eine zweite Chance verdient!

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Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.