Jeder Spieler kennt sie, aber nicht jeder mag sie…Die Rede ist hier von Prügelei – Actionspielen. Eines der bekanntesten aus dieser Reihe ist natürlich Mortal Kombat, was für seine Brutalität bekannt ist. Nun wurde vor wenigen Wochen Mortal Kombat 11 von Netherrealm Studios veröffentlicht, welches wie gewohnt genauso blutig und gewalttätig inszeniert wurde, wie man es aus der Spielereihe gewöhnt sein dürfte. Eine Niederlage bedeutet also auch hier wieder ein tödliches, makabres Ende für den Verlierer. Aber auch wenn dieser Teil gleichgeblieben ist, winkt das Spiel mit neuen Turmherausforderungen, einzigartigen und abänderbaren Outfits, eine komplett neue Krypta und ein langwieriger und sehr aufwändigem Story-Modus.

Obwohl Mortal Komabt 11 so brutal aussieht, wurde das Spiel zum Glück als USK 18 Version völlig ungekürzt für den deutschen Markt veröffentlicht. Uns hat natürlich interessiert, wie sich das Spiel entwickelt hat und wir konnten nicht umhin, ein umfangreiches Review für Mortal Kombat 11 zu veröffentlichen.

Spannende Kämpfe, gediegenes Tempo und tödliche Angriffe

Im Kampf dürfte es eingefleischten Mortal Kombat Spielern leicht fallen, sich in das Gameplay einzufinden. Wie immer stehen sich beide Kämpfer in einer Mischung aus 2D und 3D gegenüber und versuchen, sich mit Schlägen, Tritten, Kombos und Special Moves einzudecken, um die Gesundheitsleiste des Gegners auf 0 zu bringen. Wer 2 Runden gewinnt, gewinnt in dem Moment auch offiziell das Match und hat die Möglichkeit, seinen Widersacher zu 1000 Teile zu zerreißen, wenn er eine Tastenkombination in kurzer Zeit zu Stande bringt.

Wer an die Vorgänger-Teile zurückdenkt, dem dürften die sogenannten X-Ray Moves noch gut in Erinnerung geblieben sein. Dies gibt es in Mortal Kombat 11 nicht mehr. Statt im Kampf eine Leiste aufzuladen, bekommt man, wenn die eigene Gesundheit gegen 0 geht, die Möglichkeit, einen Special Move auszuführen. Dieser zieht dem Gegner eine Menge Gesundheit ab und nennt sich fortan „Fatal Blow“. Wenn euer Gegenüber nicht schnell genug blockt, folgt nun eine kleine Filmsequenz, in welcher ihr euren Gegner nach allen Regeln der Kunst auseinander nehmt. Dies bedeutet in dem Falle abgerissene Körperteile, Knochenbrüche und eine Menge Blut… dieser Fatal Blow zieht ihm dann ca. 1/3 des Lebensbalken ab. Dieser Fatal Blow kann aber nur noch einmal im Kampf eingesetzt werden und nicht mehr einmal pro Runde. Man sollte sich also gut überlegen, wann man diesen einsetzen möchte. Im 2 Spieler Duell kann man die Fatal Blows aber deaktivieren.

Aber allgemein fühlt sich das Gameplay um einiges besser an als damals Mortal Kombat X. Dies liegt unter anderem daran, dass das Tempo spürbar verringert wurde und die Kämpfe nicht mehr nur mit Kombos gewonnen werden können. Diese gibt es allerdings immer noch und umfassen eine bestimmte Reihe von Tastenkombinationen, welche ausgeführt werden müssen, um eine Kombo einsetzen zu können. Diese kann man praktischerweise auch als Overlay über den Kampf legen, um das Spiel nicht dauernd pausieren zu müssen. Die bereits erwähnten Leisten gibt es immer noch, allerdings handelt es sich hier um Verteidigungs- und Angriffsbalken, welche den Kämpfer ebenfalls starke Angriffe durchführen lassen können.

Zeitreisen, Prügelei und Tod

Wie bereits erwähnt gibt es in Mortal Kombat auch einen Story-Modus. Hierbei handelt es sich um eine Geschichte, die auch in kleinen Cinema-Sequenzen neben einem spannenden Gameplay erzählt wird. Während dieser Story wechselt man immer zwischen verschiedenen Kämpfern und muss natürlich auch diverse Zweikämpfe beschreiten. Diese Story nimmt ungefähr 5 Stunden in Anspruch und hat von seiner Art her etwas von einem Action Trash-Film mit genialen Momenten.

Hier geht es in erster Linie um die Zeitgöttin Kronika, welche mit dem Donnergott Raiden im Streit liegt. Von ihm hat sie genug, da dieser sich immer im Verlauf der Geschichte in Dinge einmischt, die ihn nichts angehen und die Charaktere werden hier perfekt mit eingebunden. Man merkt förmlich schon durch die detailreichen Charaktermodelle, den Massenschlachten und auch durch die Filmsequenzen, wieviel Spaß die Entwickler bei dem Design des Spiels und explizit der Story hatten. Durch die Zeitlinien, welche man im Verlauf der Story erlebt, erhält der Spieler ein sehr unterhaltsames Erlebnis.

Grundsätzlich empfiehlt sich die Story für alle Spieler, aber unserer Meinung nach ist sie auch sehr gut für Neulinge geeignet. Da man hier mehrere Charaktere spielen muss, lernt man auch die Steuerung und die Angriffe der verschiedenen Kämpfer kennen. Die Story kann man im übrigen auch in verschiedenen Schwierigkeitsgraden erleben, angefangen bei einfach über mittel bis hin zu schwer.

Die Krypta

Wer die Story gespielt hat und nicht unbedingt direkt auf Online Kämpfe, sondern eher auf Belohnungen im großen Stil aus ist, sollte eher der Krypta einen Besuch abstatten. Hier winken neben normalen Belohnungen sogar noch die Zweit-Fatalities für jeden Charakter, um diese in die Move-Liste hinzufügen zu können. In diesem spielt man einen extra für den Modus erstellen Charakter in der Third Person Perspektive und sucht sich seinen Weg über die Insel von Shang Tsung. Hier gibt es Wege, die sich nur durch den Gong öffnen, wenn man mit dem Hammer auf einen bestimmten Gegenstand schlagt oder Hilfsmittel, um an spezielle Kisten zu gelangen.

An verschiedenen Stellen der Inseln findet ihr Kisten, welche ihr mit eurem ersparten Geld öffnen könnt, um gute Gegenstände zu erhalten. Im Vergleich zu früher sind in den Kisten aber nicht immer die gleichen Items zu erhalten, sondern der Zufall regelt dies. Daher kann man sich nicht mehr auf das Internet verlassen. Allerdings befindet sich im Spiel auch ein Schrein, bei welchem man die Inhalte neu verteilen lassen kann.

Die Coins zum Öffnen der Kisten erhält man für verschiedene Aktionen im Spiel. Allerdings gibt es auch extrem seltene Kisten, welche „Herzen“ zum Öffnen verlangen, welche nur schwer zu erhalten sind. Diese erhält man nur durch Kämpfe und auch nur dann, wenn man Fatalities oder Brutalities durchführt. Erstere geben ein Herz und letzteres sofort zwei. Das wäre ja nicht das Problem, allerdings kostet eine Truhe sofort 250 Herzen. Allerdings kann man diese leider auch im Mikrotransaktions-Store erwerben. Mehr dazu später.

Grafisch beeindruckend, gute FPS und klasse Soundkulisse

Beeindruckt hat uns die Grafik, welche extrem detailreich gestaltet wurde. Jeder Charakter hat wie immer ein einzigartiges Design erhalten und die Animationen sind ebenfalls Unikate. Auch die Hintergrundkullisse und die Story-Filmsequenzen wirken extrem beeindruckend. Da diese nicht ruckeln oder ähnliches, kann man das Spiel auch gut Online spielen, wenn man keine schlechte Internetleitung hat. Auch Lags haben wir hier keine erlebt. Technische Probleme wie bei Mortal Kombat X konnte man keine bemerken.

Normalerweise sind die FPS relativ konstant. Bei der PC Version erreicht man permanent 60 FPS, bei den Konsolenversionen dürften es permanent 30 sein und hier ist man nicht auf eine gute Hardware angewiesen wie beim PC. Lediglich an einigen kleinen Stellen bei Filmsequenzen konnten wir ein paar Mikroruckler bemerken, die man allerdings auch leicht übersehen kann.

Die Sounds wirken sehr realistisch und konnten uns wirklich an den Bildschirm fesseln. Auch die Tritte, Schläge, Kombos und so weiter haben einen unterschiedlichen Sound verpasst bekommen.

Mikrotransaktionen leider zu übertrieben

Die Truhen, welche man im Krypta Modus öffnen kann, erfordern leider eine viel zu arge Zeit an Grinding, um diese überhaupt öffnen zu können. Allerdings kann man alle Boni etc. auch im Ingame-Store erwerben für sogenannte Kristalle. Diese erhält man in geringem Maße zwar auch im Spiel selbst, allerdings ist dies kaum nennenswert. Hier kann man im Store eine Menge Geld lassen, um diese Kristalle zu erwerben und sich dadurch (kosmetische) Vorteile zu erlangen.

Zumindest kann man sagen, dass man sich hier keine entscheidenden Vorteile kaufen kann. Im Prinzip erspart man sich also nur eine Menge Zeit an Grinding. Allerdings hat Warner Bros. auch Besserung versprochen, in welchem der Grind-Faktor verringert werden soll.

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