Imperator: Rome – Test / Review (PC)

Vorsicht mit einem voreiligen Militäreinsatz

Gerade mit dem Militär und dessen vorgehen sollte man Vorsicht walten lassen. Ein gutes Management ist auch hier gefragt. So müssen erst einmal Männer rekrutierbar sein, welche dann mit 1000 Mann (Kohorte) und letztendlich zu einer größeren Armee zusammengefasst werden können. Ein General befiehlt diese optimalerweise natürlich auch noch, der Truppentyp sowie eine Ausgangstaktik werden ebenfalls festgelegt. Eine nummerische Überlegenheit bedeutet aber nicht immer gleichzeitig auch den Sieg. Hat man im Vorfeld des Feldzuges richtig geplant und beachtet, dass  die eigene Armee auch versorgt werden muss? Hat der Feind vielleicht Bündnisse, sodass die eigene auf den ersten Blick vorhandene zahlenmäßige Überlegenheit nicht vorhanden ist? Welche Befestigungsstufe haben die Städte? Beachtet man solche und andere „Kleinigkeiten“ nicht, dann kann es durchaus zu bösen Überraschungen kommen, garantiert.

Auch die taktische und visuelle Übersicht kann verloren gehen, wenn ein Krieg samt Feinde inklusive der Bündnisspartner eskaliert. Man erkennt vor lauter Wappen und Standarten fast nicht mehr, wer Freund und Feind ist. Zum Glück gibt es ja, wie bereits angesprochen, eine Pausenfunktion, welche Abhilfe schaffen kann um die Truppen zu identifizieren. Gerade im Bezug auf eine gemeinsame Aktion von Bündnispartnern bzw. eine bessere Übersicht, evtl. ein eigener Menüpunkt wäre sinnvoll gewesen. Es kommt sehr oft vor, dass man Bündnisse hat, die Partner aber im Konflikt selbst nicht dort angreifen oder aufmarschieren, wo man es selbst gerne hätte. Aber trotzdem verschaffen uns Statistiken den nötigen Überblick, auch über die eigenen Verluste, da man in einem Raster im Gefecht sieht, wo welcher Truppentyp steht. So kann man selbst Taktiken verfeinern, um Gefechte noch effektiver zu eigenen Gunsten zu gestalten. Auch in Unterzahl kann dies durchaus von entscheidender Bedeutung sein. Allerdings sind Militär und dessen Einsatz noch längst nicht alles, was es zu meistern gilt.

Stabilität des eigenen Reiches

Loyalität spielt bei Imperator: Rome eine sehr tragende Rolle, wenn man eine große Nation errichten möchte. Zwar sind durchaus Sippen, Rivalitäten und diverse Persönlichkeiten integriert worden. Aber aufpassen sollte man bei der Konkurrenz bzw. Abtrünnigen, welche auch noch gute Beliebheitswerte aufweisen können. So sind Zwischenfälle vorprogrammiert, was durchaus zur Teilung des eigenen Reiches führen kann, Häuptlinge springen während des Feldzugs ab oder man hat mit Aufständen zu kämpfen. Eine „gesunde“ Stabilität, welche einen Wert von -3 bis +3 haben kann, erleichtert das (Über-)Leben der eigenen Nation enorm. Des Weiteren sind hier Auswirkungen auf Loyalität, Beliebtheit, Forschung sowie Steuern zu beobachten. Auch Personalentscheidungen wirken sich positiv oder negativ aus. Sollte einmal der Stabilitätswert im Keller sein, hat man verschiedene Optionen zur Hand. Man kann z.B. (neue) Freundschaft(en) aufbauen, indem man Ämter, Gehälter oder Geschenke anbietet. Oder man entledigt sich der Konkurrenz, indem man diese um ihre Freiheit kämpfen lässt in der Arena,  sperrt diese weg oder diskreditiert sie. Aber, man sollte aufpassen, weil so je nach Vorgehen die Tyrannei gefördert wird und das eigene Volk unzufrieden wird, aber im Gegenzug Sklaven produktiver macht. Auch hier helfen Statistiken enorm weiter, welche nach Loyalität oder Beliebtheit gefiltert werden kann.

Unser Reich wächst

Gerade die Personalentscheidungen gehen Hand in Hand mit dem Ausbau des Reiches. Hat man doch eine Volk, welches sich mit der Zeit klar nach Status, Religion und Kultur unterscheiden wird. Wenn man so will, stehen Sklaven an der untersten Ebene des Reiches. In der nächsten Stufe gibt es Stammesmitglieder, freie Männer und an der Spitze wähnen sich die Bürger des Reiches, von welcher jede ihren Beitrag wie Steuern oder Nahrung beitragen wird. Natürlich kann in eine Änderung dieser Stufen eingegriffen werden. Somit hat man ein Zusammenspiel in der Provinz und dem zugehörigen Gouverneur und bekommt Auswirkungen bezüglich der Einnahmen und Stabilität zu spüren. Aber man kann auch eine automatische Entwicklung in einer der neun Bereichen in einer Provinz einstellen, welche da wären:

  • Reichtum
  • Konvertierung
  • Handel
  • Autonomie
  • Zivilisationsstufe

manuelle Gebäude

  • Marktplatz
  • Trainingslager
  • Kornspeicher
  • Festung

Auswirkungen hätte dies natürlich wiederum auf eine Verteidigung, ein Bevölkerungswachstum, Rekrutenreserve oder den Profit der Provinz. Letzteres wird durch Handel durchaus gut bewerkstelligt. Somit steht einem Import oder Export von Gütern wie Weizen, Wein etc. insofern vorhanden, nichts mehr im Wege. Statistiken zeigen Überschüsse der Hauptstadt sowie Auswirkungen auf die eigenen Provinzen an, welche sogar mit eigenen Handelsrouten bedacht werden können. Somit kann man gezielt über Waren, welche aber unterschiedliche Auswirkung auf die jeweilige Bevölkerungsgruppen (Bürger, freie Männer etc.) haben, diverse Dinge wie ein Wachstum der Bevölkerung oder dessen Zufriedenheit steuern. Aber auch auf Produktionskreisläufe hat dies Auswirkungen, denn nur wer Pferde hat, bildet entsprechend auch eine Kavallerie aus. Wer Schulden hat, kann dies logischerweise nicht tun.

Ein wichtiger Bestandteil: Diplomatie

Dieser Punkt bietet einige mitunter interessante Möglichkeiten auf. Soll man vor einem anstehenden Feldzug vielleicht Rebellengruppen unterstützen, um so den Feind bereits im Vorfeld zu schwächen? Interessante Möglichkeiten bieten Optionen wie um Militärzugang bitten, Tribut verlangen, Ansprüche fingieren usw.. Außenpolitische Beziehungen, bei welchem man sich Bündnispartner und Vasallen ziehen kann, bieten sehr gute Voraussetzungen, wenn man langfristig plant. Die Redekunst sollte entsprechend gefördert werden, damit diplomatische Beziehungen entsprechend fruchten können.

Bei anderen Völkern kann man per Rechtsklick mit der Maus  zwischen unterschiedlichsten Auswahlmöglichkeiten wie  auswählen. Der Spieler hat die Qual der Wahl zwischen Einfluss-, Beziehungs-, Spionage-, Zugangs- oder Bündnisaktionen. Auch kann er „Geschenke senden“ sowie „Beziehungen verbessern“ auswählen, um so eine negative oder neutrale Stimmung gegenüber uns zu verbessern. Mit dem Hintergedanken, diese für uns als Vasallen zu gewinnen, frägt man eben zu gegebener Zeit, oft auch mehrmals, über den Botschafter an, um ein positives Ergebnis zu erhalten. Man kann so entsprechenden gebieten Schutz garantieren und erhält im Gegenzug Rekrutenreserven, Geld und eine zufriedene Bevölkerung. Ein weiterer Faktor ist noch, ob man als Welt-, Groß-, Regional- oder Lokalmacht angesehen wird, was von der Anzahl der eigenen Städte abhängt, welche dem eigenen Reich angehören.

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83 %
QuelleImperator: Rome
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Freier Journalist und CEO von game7days, ehemals Alpha-Omegagaming seit 2014. Ich betreue u.a. die Infrastruktur, als auch die Gewinnspiele der Webseite.
imperator-rome-test-review-pc<blockquote>Wer bereits in der Vergangenheit Paradox Titel gespielt hat, wird sich direkt heimisch fühlen. Anfänger oder Neueinsteiger werden jedoch nach einem kurzen Tutorial zu kämpfen haben. Man versucht vieles umzusetzen, was in diesem kurz angesprochen wurde. Rekrutiere Legionen, betreibe fleissig Handel und Diplomatie und behalte den Senat samt Familiendynastien im Auge. </blockquote> <blockquote>Eine Langzeitmotivation bietet gerade die intensive Auseinandersetzung mit der Außen- als auch Innenpolitik sowie die vorhandene militärische Option. Auch die Herausforderung als andere Großmächte der Antike wie Karthago zu agieren, um es mit Rom aufzunehmen, lädt zu unzähligen Stunden Spielzeit geradezu ein. Hat man einmal den Dreh raus, wird man seine wahre Freude an dem Titel haben. </blockquote> <blockquote>Mit Imperator: Rome erhält der interessierte Spieler ein solides Grundgame, welches eine ideale Voraussetzung für kommende DLC`s bietet, welche den Titel hervorragend bereichern dürften.</blockquote> <hr /> <a href="https://game7days.de/wp-content/uploads/2019/04/Imperator_Rome_Award.png"><img src="https://game7days.de/wp-content/uploads/2019/04/Imperator_Rome_Award.png" alt="" width="350" height="228" class="aligncenter size-full wp-image-74274" /></a> <hr /> <strong>Positiv</strong> <ul> <li>Große Weltkarte und Spielwelt</li> <li>übersichtliche Oberfläche</li> <li>gutes Handelssystem</li> <li>mehrere Schwierigkeitsgrade</li> <li>toller Sound und Musik</li> <li>viele Fraktionen</li> <li>Singleplayer</li> <li>Multiplayer</li> <li>50 Steam Errungenschaften</li> <li>Modbarkeit gegeben</li> </ul> <strong>Negativ</strong> <ul> <li>Nicht anfängerfreundlich</li> <li>zu kurzes Tutorial</li> </ul>

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