Bereits seit einigen Jahren steht bei uns ein jährlicher Test des neuen Spiels aus der WWE 2K Computerspielreihe auf dem Programm.

Seit 2014 begleiten wir die Wrestling Reihe aus dem Hause von 2K und haben sowohl Höhen, als aber auch im letzten Jahr einen schmerzhaften Tiefpunkt erreicht. Da dachte man doch, dass mit der Lizenzübernahme neuer Schwung in das Wrestling Spiele Genre einhält. Eigentlich geht seit einigen Jahren eher ein Riss durch die große Wrestling Fangemeinde und es gibt heftigste Diskussionen über die Spielreihe, welche sich mit dem Branchen Primus World Wrestling Entertainment (WWE) auseinandersetzt.

Ob in diesem Jahr mit WWE 2K19 wieder Hoffnung für die Wrestlingfans besteht oder wir mit den Worten des Undertakers: „Rest in Peace“ die Serie nun endgültig zu Grabe tragen müssen, erfährt man in unserem Testbericht.

Jährlich wird die Computerspielreihe fortgesetzt

Bereits in der Vergangenheit konnten wir mehrere Spiele der WWE 2K Computerspielreihe mit WWE 2K15, WWE 2K16, WWE 2K17 und WWE 2K18 unter die Lupe nehmen.

Natürlich steigen wir auch in diesem Jahr wieder in den Wrestling Ring.

Das Spiel nimmt aktuell über 50GB unserer Festplatte der PS4 samt zusätzlichem Inhalt in Beschlag.

Hauptmenü – Übersichtlich mit viel Auswahlmöglichkeiten für den Spieler

Wie auch in den vorherigen WWE-Spielen gelangt man zunächst einmal ins Hauptmenü.

Dort sieht man viele Kategorien und Unterkategorien, die das Gameplay bzw. die Matcharten betreffend. Hier kann eine Vielzahl an Einstellungen vorgenommen werden, ob allein oder mit weiteren Spielern. Neue Spieler sollten aber nicht erschrecken. Es sieht am Anfang nach sehr viel aus. Macht aber Sinn und bietet gerade dann auch mit anderen Spielern sehr viel Spaß sich bei den unterschiedlichsten Matcharten nach Herzenslust austoben zu können.

Quelle: 2K

Hauptmenü – Unterkategorien in der Übersicht

Exhibition

  • 1 VS. 1: Normal, Falls Count Anywhere, Backstage Brawl, X-Treme Rules, Ladder, Table, TLC, Hell in a Cell, Steel Cage, Iron Man, Last man standing, No holds barred, Submission,
  • 2 VS. 2: Normal, Extreme Rules, Steel Cage, Elimination Tornado Tag, Hell in a Cell, Table Tag, Ladder Tag, TLC Tag
  • Triple Threat: Normal, Extreme Rules, Ladder, Table, TLC, Hell in a Cell, Steel Cage, Falls Count Anywhere
  • Fatal 4-Way: Normal, Extreme Rules, Ladder, Table, TLC, Hell in a Cell, Steel Cage, Battle Royal, Falls Count Anywhere
  • 5-Man: Normal, Extreme Rules, Ladder, Table, TLC, Hell in a Cell, Battle Royal
  • 6-Man: Normal, Tag Team, Tornado Tag, Triple Threat Tornado Tag, Ladder, Ladder Tag, Ladder Triple Tag, Hell in a Cell, Hell in a Cell Tag, Hell in a Cell Triple Tag, Table Tag, Table Triple Tag, TLC Tag, TLC Triple Tag, Battle Royal, Elimination Chamber
  • 8-Man: Normal, Tag Team, 4-Way Tornado Tag, Ladder, Ladder Tag, Ladder 4-Way Tag, Battle Royal
  • Handicap: 1 VS. 2 Tag, 1 VS. 2 Tornado Tag, 1 VS. 3 Tag, 2 VS. 3 Tag
  • Royal-Rumble: 10 Man, 20 Man, 30 Man
  • Turnier: 1 VS. 1, 2 VS. 2

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  • Mitwirkende

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  • Playstation Store
  • Erweiterbar mit

Wie man sieht, ist das Hauptmenü samt Kategorien übersichtlicher, aber auch trotz der Fülle doch in vielerlei Hinsicht überschaubar geblieben.

Auf und Ab der WWE 2K-Spielreihe

Die letzten WWE2K Spiele waren allesamt eines: Durchwachsen. Man konnte sie weder grundsätzlich als schlecht noch als wirklich gut bezeichnen. Ein gutes Beispiel wäre hierfür der damals nicht vorhandene „Story“-Modus, welcher nun Gott sei Dank mit WWE2K19 wieder seinen Weg ins Spiel gefunden hat. Hier spielt man beispielsweise einen Wrestler aus der untersten Liga, auch Indie-Liga genannt und wrestlet sich so nach und nach bis zum WWE Champion.

In der „Anfangszeit“ des Wrestlers leidet man noch unter einer erhöhten Verletzungsgefahr und viele Zuschauer muss man zu der Zeit bei einem Match auch nicht erwarten. Um ins Spiel hineinzufinden, ist eine gewisse Menge Übung nötig, da der allseits bekannte NXT-Camp-Leiter euch nicht alles vorkaut, wie es in den anderen WWE2K-Teilen der Fall war. Eine weitere Änderung sind mehr oder weniger neue Synchron-Sprecher. Wie es in anderen Sportspielen schon üblich ist, hat man nun auch für WWE2K19 die offiziellen Wrestler ans Mikrofon gelockt, um das Geschehen im Spiel noch authentischer wirken zu lassen. An den Mimiken muss allerdings noch gearbeitet werden.

Fähigkeiten der Wrestler werden mit WWE2K19 ab sofort verbessert, wenn man Punkte durch Erfahrungspunkte erlangt. Diese können dann in die Fertigkeiten investiert werden. Natürlich gibt es nach wie vor noch die virtuelle Währung, wie man sie aus anderen WWE2K Teilen kennen dürfte. Diese kann im Verlauf des Spiels gegen neue Kleidungsstücke, Move-Sets oder andere Aussehensänderungen investiert werden. Am Anfang ist die Auswahl daher natürlich etwas mager, allerdings ändert sich dies ja im Verlauf des Spiels, da man bei dem Freischalten von Karriere-Inhalten Cash bekommt und natürlich auch beim Abschließen von Matches. Allerdings ist dies auch ein wenig vom Glück abhängig, da man die Items nicht komplett frei auswählen kann. Stattdessen gibt es Boosterpacks, welche in vier Kategorien eingeteilt werden können. Wie man es sich denken kann, ist es also glückabhängig, ob man ein gutes Item bekommt. Wenn nicht kann man diese Gegenstände zwar recyclen und bekommt so eine bestimmte Menge an Tokens zurück, allerdings ist dies wirklich nur ein Bruchstück.

Das positive an der ganzen Sache ist, dass man mit Echtgeld weder solche „Boosterpacks“ noch Virtuelle Währung selbst kaufen kann. Auch ist es nicht mehr der Fall wie in WWE2K18, dass man mit Echtgeld Championship-Gürtel kaufen kann oder auch neue Arenen und Superstars. Allerdings bedeutet das nicht, dass es keine Mikrotransaktionen gibt. Für 4,99€ kann man sich einen Beschleuniger erwerben, welcher alle Superstars freischaltet ohne Ingame-Währung nutzen zu müssen und für 9,99€ gibt es einen Booster für die Karriere, welcher einem die erhaltenen Erfahrungspunkte erhöht. Allerdings könnt ihr auch beides erhalten, wenn ihr Inhaber eines Season Pass seid. Dieser kann für 29,99€ erworben werden oder ist in einer gekauften Deluxe Edition bereits enthalten.
Natürlich gibt es auch hier die Community Inhalte. Hier können Figuren heruntergeladen und genutzt werden. Es gibt weit über 1500 Figuren oder neue Aussehensvarianten der bereits vorhandenen Superstars. Einige davon sehen gut aus, andere weniger. Es empfiehlt sich also, durch Suchen interessante Charaktere ausfindig zu machen und herunterzuladen. Jedoch kann man nur 20 heruntergeladene Superstars besitzen. Auch ist es dem Spieler möglich, Superstars bzw. Wrestler selber zu kreieren und mit anderen zu teilen. Zwar gibt es über 200 Wrestler, aber einige fehlen dennoch in dem großen Roster.

Comeback des Showcase mit Daniel Bryan

Neben der Karriere selbst gibt es noch andere Inhalte. Dies wären beispielsweise das Battle Royale oder der Royal Rumble Modus. Ferner gibt es das WWE Universe und natürlich der allseits bekannte Mehrspieler-Modus, welcher allerdings verfeinert wurde. Selbiges gilt auch für die Online-Server, welche nicht mehr so häufig, aber dennoch ab und an laggen. Auch der Showcase hat wieder seinen Weg ins Spiel gefunden. In diesem Jahr geht es hier komplett um Daniel Bryan, welcher sich karrieretechnisch nach oben arbeiten muss. Hierbei erlebt man viele bekannte Matches und muss nebenbei noch diverse Aufgaben erfüllen, welche das Spiel euch vorgibt. Neben einem Interview, in welchem man die Laufbahn von Daniel Bryan anschauen und Revue passieren lassen kann, ist der Showcase unserer Meinung nach einer der Besten, welcher je in einem WWE2K Spiel implementiert wurde.

Auch gibt es eine Art Stage-Modus, wie man es aus anderen Kampfspielen kennt: Hier übernimmt man die Rolle diverser Wrestler und muss sogenannte Türme „clearen“. In jedem Turm gibt es unterschiedliche Wrestler, welche besiegt werden müssen, um Belohnungen zu erhalten. Allerdings gibt es unterschiedliche Siegesbedingungen, Modifikatoren und Neuerungen, welche das Ganze nicht zu einfach erscheinen lassen sollen und es abwechslungsreich gestalten, was durchaus der Fall ist. Die meisten Kämpfe in den Türmen sind Standard-Matches oder kleinere Modi wie der „Iron-Man“.

Eine weitere Neuerung findet man in erster Linie im Gameplay. Dies betrifft zunächst einmal das Kontern (Payback-System). Früher war es einfach nur das Timing, auf welches geachtet werden musste, damit man gegnerische Angriffe kontern kann. Nun ist es aber so, dass man nur eine begrenzte Anzahl an Kontermöglichkeiten hat, welche sich wieder aufladen müssen nach der Nutzung. Dies bedeutet, dass die Matches nun auch strategischer angegangen werden müssen. Wieviel Schläge will man einstecken, bevor man kontert? Lässt man sich zu lange Zeit ist man eventuell schneller K.O. als ohnehin schon. Greift man den Gegner an mit einem Move, obwohl der noch Kontermöglichkeiten hat? Hier gilt es viele Dinge zu beachten. Auch ist es nun möglich, seine Gegner hochzuheben, im Ring rumzutragen und allerlei Unheil mit diesen anzustellen. Gelegentlich gibt es aber noch Probleme mit der Kollision, falschen Animationen oder ähnlichem. Aber hier hat man mit dem neuesten WWE Teil einen guten Anfang gemacht. Gerade neuen Spielern oder auch zum auffrischen empfehlen wir unbedingt, sich die Tipps zu WWE 2K19 genauer anzusehen. Eine Möglichkeit neben dem Handbuch, wo dem Spieler alles genau erklärt wird, bietet zum Beispiel ein Exhibition Match. Es erfolgen Tipps wie man sich aus einem Pinfall befreit, die Reversal Möglichkeiten oder wie das neue Payback-System funktioniert. Im Grunde lernt man so die Steuerung des Wrestlers, was eine wirkliche Hilfe nach dem „Learning by Doing“ Prinzip darstellt. Es gibt auch ein Tutorialarchiv, wo dies alles bei Bedarf nochmals nachlesbar ist.

Natürlich gibt es in vielen Dingen noch Probleme in WWE2K19, aber alles in allem hat man sich hier schon viel Mühe gegeben, neue Dinge umzusetzen und Gameplay-technisch zu verfeinern. Jedoch machen sich im Gameplay die Änderungen nur minimal bemerkbar, wenn man nicht genau darauf achtet. Zumindest kann man behaupten, dass die überarbeitete Konterfunktion und andere kleine Änderungen und Kleinigkeiten durchaus das Spielgeschehen verbessern.

Zu einem großen Teil ähnelt das Spiel inzwischen den offiziellen WWE Sendungen. Das Publikum ist äußerst aktiv, die Kommentatoren sorgen durch ihre Aussagen und Kommentare für ein authentisches Spielgeschehen, die Kamera fährt automatisch mit, es gibt Videosequenz-Wiederholungen von beeindruckenden Moves und die Einmärsche, die extrem dem Original ähnlich sind. Das Menü wurde comicartig designt und wirkt im Vergleich zu den alten WWE Teilen wieder aufgeräumter und ordentlich. Auch die Ladezeiten wurden enorm verkürzt.

Schade ist nur, dass ein Teil der Wrestler nicht detaillreich designt wurden und die Wiedererkennung darunter leidet. Bekannte Wrestler und Wrestlerinnen dagegen wie Samoa Joe, Triple H, der Undertaker, Daniel Bryan und so weiter wurden überzeugend ins Spiel integriert. Hier besteht noch Nachholbedarf, dass alle Wrestler und Wrestlerinnen gut dargestellt werden und das ganze noch realistischer wird.


Hier sind weitere Seiten für WWE 2K19 sowie Informations- und Ergebnisseiten rund um das professionelle Wrestling aufgelistet.

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