Eine geraume Zeit konnte man sich für eine Betaphase vom dem Aufbauspiel mit MMO Inhalten, Immortal Conquest: Europe, welches für Android und iOS verfügbar ist, registrieren. Mittlerweile wurde das Spiel auch schon veröffentlicht und eine Menge Spieler sind darin aktiv. Wir haben uns das Spiel aus dem Hause Funcell und NetEase Games natürlich auch genauer angeschaut und nun wollen wir euch darüber berichten, was euch in dem Spiel alles erwartet.


Allgemein


Wie bereits erwähnt handelt es sich bei Immortal Conquest: Europe um ein Aufbauspiel für Mobile-Geräte, welches mit MMO Elementen hervorsticht. Natürlich werden sich jetzt einige denken: Die Idee ist vollkommen ausgelutscht und diese gibt es schon viel zu häufig in anderen, mehr oder weniger gut umgesetzten Spielen. Allerdings läuft das Gameplay ein wenig anders ab, als man es gewohnt ist. Dazu aber später mehr in der Gameplay Sektion.

Der Download geht verhältnismäßig schnell vonstatten, vorausgesetzt man lädt das Spiel über W-Lan auf das Handy. Achtet auch darauf, dass ihr genügend Speicherplatz vorhanden habt, da regelmäßig neue Updates für Immortal Conquest: Europe erscheinen.


Gameplay


Nach Spielstart muss zunächst ein Server und ein Land ausgewählt werden. Anfangs stand natürlich nur ein Server zur Verfügung, dafür aber viele verschiedene Länder. Nach einigen Tagen folgte aber schon ein zweiter und sogar ein dritter Server! Wollt ihr das Spiel mit euren Freunden oder einem alteingesessenen Clan zusammen spielen, solltet ihr darauf achten, das gleiche Land auszuwählen. Ist dies getan, könnt ihr eurer Stadt noch einen Namen geben und dann geht es auch schon los.

Wir beginnen mit einer kleinen, fast abgebrannten Stadt, die von NPC Gegnern umzingelt wurde. Nun bekommen wir als eine Art Tutorial gezeigt, wie genau das Spiel abläuft. Auch nach diesem hat man immer wieder Zugriff während des Spielens auf eine Spiel WIKI, welche einem mit Hilfe und Infos über das Spiel versorgt. Um Gegner von Nachbargrundstücken zu vertreiben, brauchen wir natürlich erst einmal eine Armee. Hier kommen die Götter ins Spiel. In Immortal: Conquest tragen diese den Namen Gairo. Man erhält neue Gairos über Quests, als täglichen Login-Bonus und im Austausch gegen Gold oder Edelsteinen. Letzteres ist im übrigen die Echtgeld-Währung in dem Spiel. Jeder Gairo hat eine bestimmte Anzahl an Sternen. Je mehr Sterne ein Gairo besitzt, desto besser ist er. Die Gairos, die jeder Spieler zu Beginn des Spiels erhält, besitzen 4 Sterne. Beim Erwerben mit Gold kommen oft 3 Sterne Gairos und bei dem Kaufen von Gairos mit Edelsteinen 4-5 Sterne Gairos heraus.

Diese Gairos müssen natürlich auch eingesetzt werden. Durch das Tippen auf unsere Stadt kommen wir in die Stadt-Infrastruktur. Dort können wir am unteren Bildschirm-Rand eine Armee auswählen und die Gairos dort in 3 verschiedenen Bereichen aktivieren:

  • Front
  • Zentrum
  • Rückseite

Zu Beginn ist es lediglich möglich, die Gairos im Zentrum und die für die Rückseite einzufügen. Die Front kann anfangs nicht ausgewählt werden, da erst bestimmte Dinge der Stadt gebaut und ausgebaut werden müssen. Hierzu aber später mehr. Wurden die Gairos platziert, kann man über den Menüpunkt „Rekrutieren“ den Gairos Armeen zuweisen. Am Tag gibt es eine maximale Grenze dafür, dass die Rekrutierung sofort abgeschlossen wird. Danach dauert eine Rekrutierung eine Weile, die man abwarten oder mit Edelsteinen beschleunigen kann.

Zu den Gairos gibt es allerdings noch mehr zu berichten. Diese können in verschiedene Kategorien eingeteilt werden wie beispielsweise Infanterie, Bogenschützen oder auch Kavallerie. Des Weiteren besitzt jeder Gairo anfangs eine Fähigkeit, die durch Erfahrung verbessert werden kann. Erfahrung erlangt man, indem man nicht genutzte Gairos in eben diese umwandelt. Wenn Gairos in einer Schlacht aktiv kämpfen, erhalten diese ein höheres Level und schalten damit weitere aktive oder passive Fähigkeiten frei. Außerdem ist es möglich, die Stats oder die Gairos selbst zu verbessern, wenn man die nötigen Voraussetzungen erfüllt. Genaueres wird euch darüber aber im Spiel erklärt. Das wichtigste ist, schnell zu erlernen, welche Gairos gegen welche Gegner im Vorteil oder auch im Nachteil sind, um nicht vom Feind überrannt zu werden. Passiert dies doch einmal, müsst ihr neue Armeen rekrutieren und das geht schon einmal ins Geld und in die Ressourcen (Stein, Holz, Nahrung und Eisen), welche anfangs Mangelware sein können.

Um neue Ressourcen zu erlangen, gibt es verschiedene Wege. Der erste Weg wären hier die Questbelohnungen. Erfüllt ihr eine Quest, erhaltet ihr als Belohnung eben jene Ressourcen, häufig aber auch Gold und in seltenen Fällen sogar Edelsteinen dazu. Die Quests werden aber im Laufe der Zeit immer aufwendiger und sind daher nur am Anfang als gute Ressourcen-Quelle zu gebrauchen. Eine weitaus bessere Möglichkeit wäre hier die zweite Möglichkeit: Die Ernte. Hat man ein Nachbargebiet eingenommen, kann man durch ein Linksklick darauf eine Gairoarmee zum Ernten dorthin schicken. Diese Armee ist für die Erntezeit allerdings nicht mehr nutzbar. Überlegt euch also vorher gut, ob und welche Armee ihr dorthin schicken möchtet. Die dritte und auch die beste Möglichkeit, Ressourcen zu erlangen, ist das Einnehmen von Gebieten mit Mühlen, Steinbrüchen oder Mienen. Diese sind allerdings vom Level her etwas höher und eure Gairo-Armee sollte ein dementsprechend hohes Level erreicht haben. Der Kampf kann sowohl in einfacher statistischer Form als auch in animierter Form angezeigt werden.

Das besondere an Immortal Conquest: Europe ist, dass es nicht wie in anderen Spielen auch noch darum geht, die Bewohner zu versorgen, sondern lediglich um strategisches Denken und planen. Überlegt euch genau, wie weit ihr euer Gebiet ausbauen möchtet. Je größer eure Stadt wächst, desto mehr Felder bzw. Gebiete könnt ihr dadurch einnehmen. Die Gebiete selbst unterscheiden sich sowohl in der Landschaft, als auch anhand des Levels und der NPC oder Spieler Gairo, welche diese besitzen. Wollt ihr ein Angriff durchführen, wird euch auch angezeigt, ob euer Gairo den Angriff mit seiner Armee einfach durchführen kann, ob die Gegner gleich stark oder aber auch zu stark für euch sind. Beachtet daher eine Info in entsprechendem Feld.

Am wichtigsten für euch ist allerdings der Stadtaufbau. Wie in anderen Spielen dieser Art wird die Stadt größer und wächst, wenn man diese weit genug „levelt“ oder in diesem Falle „skillt“. Man kann in der Stadt Gebäude bauen oder auch verbessern lassen. Diese werden anhand eines Skillbaums dargestellt. Je weiter man im Skillbaum vorankommt, desto länger dauert die Zeit, bis der jeweilige Auftrag fertiggestellt wurde. Dies gilt auch für die höheren Stufen der ersten Gebäude, wenn diese verbessert werden.

Den größten Aspekt des Spiels bieten sowohl feindliche als auch freundlich gesinnte Mitspieler. Natürlich seid ihr nicht allein in dem Spiel unterwegs. Früher oder später werden in eurer Nähe andere Spieler ihre Städte bauen und auch vergrößern wollen. Zu Beginn hat man noch einen Angriffsschutz, um nicht von stärkeren Spielern sofort attackiert werden zu können. Allerdings ist es auch kein großes Problem, wenn dieser Schutz irgendwann verschwunden ist, da man ein Gebiet nicht durch einen einzigen Angriff einnehmen kann. Hierzu muss man mehrere Schritte befolgen und dazu gehört definitiv mehr als ein Angriff. Genaueres könnt ihr im Spiel erfahren.

Zu guter Letzt gibt es noch die Allianzen. Wie in jedem anderen Spiel auch gibt es eine Art Gilde, die hier Allianz genannt wird. Wir empfehlen jedem Spieler, sich eine Allianz zu suchen, um mit dieser im Spiel zu „wachsen“ und größer zu werden. Ferner bieten große Allianzen auch neuen Spielern einen gewissen Schutz, denn auch ein bekannter Name kann Gegner, die vor allem Neulingen gerne den Spaß verderben, von einem Angriff abhalten, da dieser sonst die gesamte Allianz gegen sich hat. Des Weiteren werden im Allianzchat häufig auch Kriegsbewegungen angekündigt und die Gruppe kann zusammenspielen, um sich ein größeres Gebiet zu sichern.

Wie bereits erwähnt, gibt es auch eine Echtgeld-Währung, mit welchen man beispielsweise Pakete kaufen kann, die diverse Boni gewähren. Insgesamt gibt es 7 verschiedene Edelstein-Pakete zu kaufen. Diese wollten wir noch für euch auflisten:

  • 50 Edelsteine = 0,99$
  • 250 Edelsteine = 4,99€
  • 300 Edelsteine = 5,99$
  • 500 Edelsteine = 9,99$
  • 1000 Edelsteine = 19,99$
  • 2500 Edelsteine = 49,99$
  • 5000 Edelsteine = 99,99$

Allerdings muss man hier sagen, dass zum jetzigen Zeitpunkt zumindest niemand gezwungen ist, sich Edelsteine zu kaufen. Man kann damit zwar schneller Gebäude aufbauen und sich vergrößern, aber auch Spieler ohne Edelsteine können sich im Laufe der Zeit eine große Stadt mit eigenem Gebiet aufbauen!


Grafik


Grafisch gibt es an dem Spiel nichts auszusetzen. Die Gebiete haben unterschiedliche Landschaften erhalten und auch die verschiedenen Gairos, die im übrigen als „Karte“ angezeigt werden, haben ihr eigenes Aussehen bekommen. Das einzige, was uns grafisch an Immortal Conquest: Europe stört, ist die Tatsache, dass die Städte weitgehend alle gleich aussehen und man somit auch leicht durcheinander kommen kann! Auf allen unseren getesteten Geräten (Samsung Galaxy Note Edge, Samsung Galaxy S7 Edge, Samsung Galaxy Tab E) lief das Spiel nahezu flüssig und fast ohne größere, erkennbare Probleme. Allerdings kommen gelegentliche Ruckler als auch DC´s vor und sind noch vorhanden.


Sound


Auch soundtechnisch gibt es nicht viel zu meckern. Die Melodie ist stimmig und passt perfekt zum Setting und auch die Soundeffekte einer Schlacht wurden gut dargestellt. Nach einer Weile allerdings können sowohl die Musik als auch der Soundeffekt als störend empfunden werden. Hier gibt es aber die Möglichkeit, den Sound auszuschalten.


Extras


Extras gibt es zum aktuellen Zeitpunkt abgesehen von den kaufbaren Hilfspakete noch keine. Aber vielleicht werden im Laufe der Zeit noch Erfolge eingefügt, die es freizuspielen gilt. Hier bleibt uns nur die Möglichkeit, abzuwarten!

Unsere Gesamtbewertung
Allgemein/Story
78 %
Gameplay
80 %
Grafik
75 %
Sound
73 %
Extras
72 %
QuelleImmortal Conquest: Europe
Vorheriger ArtikelSubsiege – Test / Preview (Steam)
Nächster ArtikelParagon: Morigesh ist nun verfügbar
Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.