Einer der interessantesten Termine auf der gamescom 2025 führte uns zu Supermassive Games. Das Studio, das mit Until Dawn und der Dark Pictures Anthology bekannt wurde, stellte dort seinen neuen Titel Directive 8020 vor. Dabei handelt es sich um ein erzählerisches Sci-Fi-Horror-Abenteuer, das klassische Entscheidungsmechaniken mit neuen Ideen verbindet.
Directive 8020 versetzt uns ins Jahr 2240 auf das Raumschiff Cassiopeia, das auf dem Weg zum entlegenen Planeten Tau Ceti f unterwegs ist. Eigentlich sollte die Mission lediglich Beobachtungsdaten sammeln, doch nach einer Kollision mit einem unbekannten Objekt läuft alles aus dem Ruder. Die Crew erwacht aus dem Kryoschlaf und sieht sich mit einer mimetischen Bedrohung konfrontiert, die sich unter ihnen selbst zu verstecken scheint. Schnell kommt die Frage auf, wem man noch vertrauen kann – und ob nicht schon jemand vom Feind übernommen wurde.
Das Gameplay bleibt dem bekannten interaktiven Filmstil von Supermassive treu, führt aber neue Systeme ein. In der gamescom-Demo konnten wir erste Entscheidungen treffen, Logbücher untersuchen und uns durch abgedunkelte Gänge bewegen, während ein Stromausfall das Schiff in den Lockdown versetzte. Neu sind die sogenannten Turning Points: Wichtige Wendepunkte, an denen man getroffene Entscheidungen auf Wunsch zurücknehmen darf, um andere Möglichkeiten auszuprobieren. Wer hingegen lieber auf die harte Tour spielt, kann den Survival-Modus wählen, bei dem jede Wahl endgültig ist und die Konsequenzen unumkehrbar bleiben. Damit kommt jeder Spielertyp auf seine Kosten.
Die Demo zeigte eindrucksvoll, wie sich Spannung langsam aufbaut. Zunächst waren es nur kleine Rätsel um Türen und Energiezufuhr, doch schnell kippte die Atmosphäre, als eine Astronautin plötzlich nicht mehr sie selbst schien. Ein kurzer Fluchtversuch durch die Gänge endete damit, dass eine blockierte Tür den Tod des Protagonisten bedeutete. Zurück blieben Fragen, ob andere Entscheidungen ein besseres Ende ermöglicht hätten – genau das, was Fans der Reihe lieben.
Atmosphärisch orientiert sich Directive 8020 stark an Klassikern wie Alien. Dunkle Korridore, das Gefühl permanenter Unsicherheit und das Misstrauen innerhalb der Crew sorgen dafür, dass jede Szene unter Anspannung steht. Ergänzt wird das durch neue Echtzeit-Gefahren, die auch außerhalb von Quick-Time-Events Schaden zufügen können, sodass man ständig wachsam bleiben muss.
Directive 8020 wird im ersten Halbjahr 2026 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S erscheinen. Nach dem starken Ersteindruck auf der Messe dürfte es eines der spannendsten Horrorprojekte der kommenden Jahre werden.
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