Als Fan von Rennspielen habe ich auf der gamescom auch schon die Chance genutzt, eine Hand an GRIP: Combat Racing zu legen. Das Spiel ist seit einiger Zeit als Early Access-Version erhältlich. Schon bei der Hands-On Präsentation konnten uns der Entwickler Caged Element und der Publisher Wired Productions davon überzeugen, das Spiel zu testen. Nun war es endlich soweit, dass wir das Spiel in einer aktuellen Preview-Version ausprobieren konnten.

Wir können eins bereits jetzt bestätigen: Dies ist ein sehr schneller Combat Racer welcher auf den Markt kommt! Geschwindigkeiten von 1000 km/h und mehr können angeblich erreicht werden. Als Grundgerüst diente die Unreal 4 Engine, mit welcher es gelang, erstaunliche Fahrzeugphysik auf den Bildschirm zu zaubern. Die Umgebung ist zerstörbar, Fahrzeuge können sowohl von Ausstattung als auch Aussehen angepasst werden. Aber nicht nur das. Denn man wird mit seinen Kontrahenten auf der Strecke ein Duell austragen, welches eine Schneise der Verwüstung hinterlassen wird. Wir wollen einen vernichtenden Sieg einfahren. Mit dieser Engine sieht alles auf seine Art schon beeindruckend aus.

Die Steuerung ist sehr einfach gehalten. Sowohl auf der Switch, als auch auf der Playstation 4 Konsole konnten wir das bereits feststellen. Auch auf dem PC mit zugehörigem Gamepad kann man ohne Probleme in das Spiel eintauchen.Es gibt Straßen, Sprungschanzen, Rennstrecken aber auch Decken und Wände, welche nicht vor uns und unserem fahrbaren Untersatz sicher sind. Das schreit schon nach unmöglichen Stunts und Tricks.

Schon in den ersten Spielstunden kristallisierte sich heraus, dass man bei GRIP vieles richtig gemacht hat. Man kann GRIP: Combat Racing als eine Mischung zwischen Mario Kart und dem alten Rennspiel Wipeout bezeichnen. Inspiriert wurde GRIP ja von den Rollcage-Games der 90er Jahre. Ein Tutorial, welches unter dem Menüpunkt Campaign zu finden ist, erhält man eine kurze Einleitung in das Spiel und dessen Steuerung, welche am PC über Tastastur oder Gamepad erfolgen kann. Man rast mit einer extremen Geschwindigkeit über die verschiedenen Strecken, welche komplett vom Schwierigkeitsgrad anpassbar sind und versucht, alles was einem im Weg steht zu zerstören. Hier findet man schnell die Ähnlichkeit zu einem anderen Spielen dieser Art. Während der Fahrt kann man Objekte einsammeln und diese natürlich gegen Gegner anwenden, um diese abzuschießen und zu überholen. Es ist sogar möglich, Gegenstände zu absorbieren, um so einen Geschwindigkeitsschub zu bekommen, den Schild zu verstärken oder auch um eine Rakete zu dreien werden zu lassen. Durch diese Möglichkeiten ist es praktisch vorgegeben, dass kein Fahrer einen zu großen Rückstand haben wird, da man aufgrund der Gegenstände immer schnell aufholen kann und das sogar, obwohl die 800km/h Marke geknackt werden kann.

Ein besonderes Schmankerl ist der Split-Screen Multiplayer-Modus. Dadurch kann man mit Freunden zusammenspielen und diese natürlich richtig auf der Strecke „fertig machen“, wenn man in dem Spiel gut ist. Spaß beseite. Natürlich gibt es die Einzelrennen noch andere Modi, welche man Spielen kann wie zum Beispiel „Battles“ und „Carkour“. Bei ersterem Spielmodus gilt es Punkte zu sammeln, Schaden zu verursachen und natürlich andere Fahrer „außer Gefecht“ zu setzen. Die geschieht in den meisten Fällen in größeren Arenen, in welchen man Gegenstände aufsammeln kann und sich so mit den Waffen gegenseitig abschießen kann. Die Karten haben alle einzigartige Designs erhalten. Beispielsweise gibt es eine Arena mit einer Art Hügellandschaft, von welchem man aus höheren Positionen die Gegner natürlich schneller entdecken kann.

Die Rennen machen eine Menge Spaß, insbesondere da es mehrere Möglichkeiten gibt, diese zu bestreiten. Gerade der Anfang im Spiel soll es den Spielern leicht machen. Deswegen lernt man hier mit niedrigeren Geschwindigkeiten die Steuerung genauer kennen. Die verschiedenen Strecken finden sich auf unterschiedlichen Planeten und sehen demnach auch immer anders aus. Einige sind einfach nur komplett Rund wie die Form einer „0“, andere sehen aus wie eine „8“ und wieder andere sind extrem groß und kurvenreich, um die Wahrscheinlichkeit von der Strecke zu fliegen“ zu erhöhen. Nach einigen Rennen hat man hier den Dreh raus und wird stetig immer besser werden. Übung macht den Meister ist die Devise. Besonders spaßig ist der Nervenkitzel in dem Spiel, da man sich sowohl auf die Strecke selbst konzentrieren muss als auch auf die Gegner, welche einem selbst normal oder mit Hilfe von Gegenständen überholen wollen.

Gerade diese Spielmodi und kleinen Aspekte im Spiel tragen dazu bei, dass GRIP: Combat Racing ein einzigartiges Spiel sein wird. Dies gilt beispielsweise für das Fahren auf dem Boden, an Wänden oder sogar an der Decke. Aufgrund dieser verschiedenen Fahrmöglichkeiten fühlt sich kein Rennen wie das andere an. Besonders die Konzentration und gute Reaktionsmöglichkeiten werden für GRIP: Combat Racing benötigt. Natürlich findet man aufgrund der hohen Geschwindigkeit und mit den Gegenständen sogar Abkürzungen. Die Rennen dauern im Durchschnitt einige Minuten und jede Sekunde Vorsprung die man hat, kann einem den Sieg bescheren. Alles in allem macht GRIP: Combat Racing eine Menge Spaß und wenn man dem Spiel noch einen Wettbewerbs-Modus hinzufügt oder sogar Ranglisten, hat GRIP: Combat Racing das Potential, ein besonderes Spiel zu werden!

Interessierte Spieler sollten sich den 6.November 2018 im Kalender markieren. Denn dann ist die Veröffentlichung von GRIP: Combat Racing für PC (Steam), Xbox One, Playstation 4 als auch die Nintendo Switch geplant.

Aktuelle Early Access-Features:

  • 9 Fahrzeuge (3 Hersteller), mit Lackierung, Felgen- und Reifenanpassung. Ein anderes Auto kommt bald!
  • 6 Spielmodi: Classic Race, Ultimate Race (Gesamtpunkte), Elimination, Time Trial, Arena (Deathmatch) & Carkour (ähnlich dem Scramble-Modus in RCS2)
  • 10 Rennstrecken, 3 Arenen, 15 Carkour-Plätze. (Einige Ebenen sind immer noch WIP)
  • 5 Waffen (Skorpion, Raptor, Eisenfaust, Hydra, Assassine).
  • 4 Power-Ups (Aegis, Feuersturm, EMP, Ramraider)
  • 2 Fahrzeugfähigkeiten (Start, Boost)
  • Ausführliche Gameinfo (Statistiken)
  • 12 Ingame-Musikstücke (hauptsächlich Drum and Bass, aber auch Trance und Techno)
  • Spiele Einzelspieler (gegen KI), Split-Screen mit einem Freund oder ONLINE gegen Spieler auf der ganzen Welt!

Unser Fazit:

Viele Informationen sind uns bereits seit der gamescom 2018 bekannt und wir konnten uns GRIP: Combat Racing bereits auf der Nintendo Switch als auch der Playstation 4 in einer Hands-On Präsentation auf der Spielemesse in Köln ansehen. Auch dort machte das Spiel schon einen guten und spielbaren Eindruck. Nun konnten wir uns die PC-Steam Version ansehen und können bestätigen, dass hier ein großartiger Action Combat-Racer auf die Spielerschaft losgelassen wird. Ob im Einzelspieler- oder Mehrspieler-Modus, man wird seine wahre Freude an dem Spiel haben. Unterschiedliche Rennstrecken und Modi, unterschiedliche Fahrzeuge sowie unterschiedliche Waffen dürften bei so manchen Spielern für sagenhafte Duelle, bei manchen viel Freude, bei der Konkurrenz aber für Frust auf den Rennstrecken sorgen. Sollte die Update, Bugbehebung und der letzte Feinschliff bis zur Veröffentlichung weitergehen, wird hier in einem Monat ein großartiges Spiel auf den Markt kommen. Der momentane Zustand des Spiels in der Version 1.2.10 lohnt den Erwerb bei Steam auch im Early Access für aktuell 24,99€ auch jetzt schon und kann dem Käufer viel Spaß für wenig Geld bieten. Wenn das Spiel erscheint, sollen wohl weitere Rennstrecken, eine Einzelspieler-Kampagne (Campaign) und weitere Features mit der Zeit hinzukommen.