Farmer sein verbinden viele Spieler mit Anbauen von Pflanzen, dem Halten von Tieren und auch dem Dreck und dem Schlamm, den man nie aus den Klamotten rausbekommt. Slime Rancher geht hier ganz andere Wege, denn hier findet ihr keine Kühe oder Schweine sondern Slimes, was euch ja schon der Name des Spiels verrät. Das Spiel, welches nun seit ca. einem Jahr schon für PC und Xbox One erhältlich ist, gibt es nun seit kurzem auch für die Playstation 4.

Far, Far Range

Im Spiel übernimmt der Spieler den Charakter Beatrix LeBeau und man fasst den Plan, sich auf die Far, Far Range zu begeben und dort ein neues Leben zu beginnen: Als Rancher. Das Problem ist: Far, Far Range ist 1.000 Lichtjahre von der Erde entfernt und unser Spiel startet daher erst nach einem Jahr Kälteschlaf wirklich. Danach geht es nun erst einmal daran, einen Plan aufzustellen, wie wir leben wollen. Das Grundprinzip ist leicht verstanden: Eine Farm aufbauen, Slimes zu fangen und Plort einzusammeln. Plort sind …sagen wir mal die Hinterlassenschaften von den Slimes. Urks…na lecker. Vor allem, weil dieses Plort für alles genutzt wird, selbst für das Essen.

Ihr selbst habt, wie bereits erwähnt, die Wahl, wie ihr leben wollt: Als Rancher oder Farmer. Als Rancher ist es natürlich eure Aufgabe, Slimes zu fangen, euch um diese zu kümmern und zu vermehren. Der Farmer ist natürlich auch sinnvoll. Hier geht es in erster Linie darum, Beete für Obst und Gemüse anzulegen, Hühner zu halten und natürlich auch, zumindest einige, Slimes zu halten. Natürlich könnt ihr auch eine Mischung aus beidem machen, aber Planung ist hier unabdingbar, um keinen Platzmangel zu haben!

Wir haben uns zum Großteil auf den Farmer fokussiert. Es ist sinnvoll, die Anbauflächen zu vergrößern und auch die Gehege auszubauen, um mehr Dinge anpflanzen und Slimes halten zu können. Auch sind Futterspender sinnvoll oder auch Plortsammler, welche euch Arbeit abnehmen, aber diese Gerätschaften müsst ihr euch erst einmal anschaffen. Die Anbauflächenvergrößerung ist dazu da, um eine höhere Futterproduktion zu erhalten. Die angepflanzte Nahrung, Plorts und auch Slimes sammelt man mit einem einzigen Gerät: Dem Vacpack. Diesen „Staubsauger“ trägt man auf dem Rücken und den Spieler steuert man sogar in der Ego-Perspektive. Achtet immer darauf, alle wichtigen Ressourcen zu besitzen: Wasser, Fleisch, Gemüse oder Obst. Denn in Slime Rancher gilt: Jeder Slime hat eine andere Vorliebe, was die Nahrung angeht. Auch empfehlen wir hier, den Vacpack zu verbessern, um einen größeren Tank zu besitzen, die Lebensenergie zu erhöhen und sogar einen Jetpack zu erhalten, welcher bei der Erkundung natürlich weiterhilft.

Große und einsame Welt…wenn man von den Slimes absieht

Erkunden gehört zu einem Hauptteil des Spiels. Die Welt ist verhältnismäßig sehr groß, kann aber auch teilweise nur mit Teleportern und Schlüsseln freigeschaltet werden. Zu Beginn steht uns nur „Die Weite“ zur Entdeckung zur Verfügung, allerdings könnt ihr auch relativ schnell „Die Wildnis“ freischalten, um neue Slimes zu finden. Insgesamt gibt es viele verschiedene Bereiche und Biome, die man in Slime Rancher betreten kann. Manche davon sind allerdings sehr gefährlich, da dort Eisgebiete auf euch warten, Feuerstürme und natürlich auch gefähliche Schleimarten, die euch ans Leder wollen.

Allerdings sind abgesehen von den vielen, verschiedenen Slimes keine NPCS vorhanden, mit welchen man sich unterhalten oder handeln kann, wie man es von anderen Spielen dieser Art gewöhnt ist. Daher wirkt die Welt relativ leer, abgesehen von den vielen Slimes, welche man in dem Spiel findet.

Der einzige Kontakt, welchen man in Slime Rancher zu anderen NPCs hat, findet über E-mIals statt. Dort erhält man regelmäßig Informationen oder Nachrichten von verschiedenen Charakteren wie Casey oder Miles. Ferner bekommt man auch Hinweise oder Informationen von dem vorigen Farmer der Ranch. Immerhin kann man darüber auch mit anderen „Farmern“ oder dem ominösen Charakter Bob per „Range Exchange“ Waren oder Güter tauschen!

Harmlos bis Böse

Wie bereits erwähnt gibt es viele verschiedene Slimes, welche man in diverse Kategorien untergliedern kann. Unter diese Kategorien zählen:

  • Neutrale Slimes bzw. harmlose Slimes
  • Gefährliche Slimes
  • Aggressive/hochgefährliche Slimes

Während euch die Slimes mit den roten Augen am liebsten auffressen würden und die Englischen Tarrs euch auch um die Ecke bringen wollen, sind die Fels- oder Radslimes nur gefährlich und die Katzenslimes sind harmlos und wollen nur Kuscheln…wirklich! Jeder Slime hat eine andere Nahrungsquelle, wie wir bereits erwähnt haben und man kann diese natürlich auch züchten, um neue Slimes zu erhalten. Besonders wütende Slimes sind die sogenannten Largos, die riesengroßen Slimes, auch wenn die wenigsten von diesen auch angreifen würden. Diese entscheiden, wenn ein Slime den Plort von einem anderen fressen werde. So ist es euch auch möglich, gezielt neue Slimes zu züchten und zu sammeln. Solche Slimes essen dann ab sofort die Slimes der beiden „Vorgänger“-Slimes. Aufpassen muss man allerdings, wenn man einem solchen Largo den Plort eines fremden Slimes zu Fressen gibt, denn dann werden diese böse und aggressiv.

Neben Katzen, Terrs, Largos und weiß der Teufel was für Slimes es so gibt, gibt es auch noch die Gordos. Hierbei handelt es sich um große Slime-Ansammlungen, welche gefüttert werden müssen, bis diese sich wieder in mehrere Slimes aufteilen. Dort erhält man Schätze, Schlüssel oder Teleporter. Natürlich kann Beatrix auch „ohnmächtig“ werden, dies hat aber keinen wirklichen negativen Effekt, außer dass ihr nach wenigen Tagen wieder auf der Farm wach werdet und euer Vacpack leer ist.

Viel zu tun in einer großen Welt

Natürlich gibt es in Slime Rancher auch eine Karte, welche wir allerdings nicht genutzt haben, um uns den Erkundungsspaß nicht zu verderben. Auch beim Schwierigkeitsgrad kann man sich selbst Grenzen setzen. Man sollte allerdings nicht erwarten, in Slime Rancher eine riesengroße Open World vorzufinden, allerdings ist die Größe der Karte schon groß genug, um viel zu tun zu haben. Vor allem das Einstellen der verschiedenen Schwierigkeitsgrade finden wir sehr gut, da Slime Rancher vom normalen Spielmodus her ist sehr einfach gehalten, sodass sogar kleinere Kinder auf dem normalen Schwierigkeitsgrad keine Probleme haben dürften.

Besonders toll fanden wir auch die niedlich gehaltene Comic/anime-artige Grafik, welche in Slime Rancher Einzug gehalten hat. Diese untermalt das Spielgeschehen perfekt und zeigt, dass man für ein gutes Spiel nicht zwanghaft eine extrem realistische Grafik benötigt. Auch finden wir es klasse, wie die verschiedenen Biome designt wurden und dass die Slimes allesamt ein unterschiedliches Aussehen besitzen. Der Soundtrack, mit welchem das Spiel ausgestattet wurde, passt ebenfalls perfekt. Normalerweise dürften die Melodien auch nach Stunden des Spielens nicht wirklich stören und falls doch, könnt ihr diese auch ausschalten.

Auch hat Monomi mit der Übersetzung wirklich alles richtig gemacht und das Spiel ist leicht verständlich. Wir würden uns wünschen, dass das Spiel auch noch für die Nintendo Switch erscheint, denn vom spielerischen Geschehen und von den Aufgaben ist das Spiel auf jeden Fall etwas für Zwischendurch!