Destiny 2 – Test / Preview (PS4)

Seit Destiny 2 vorgestellt wurde, sind einige Monate vergangen und viele Spieler fiebern dem Release des Spiels aus dem Hause Activision Blizzard entgegen. Destiny 2 soll erneut für die Next Gen Konsolen Playstation 4 und Xbox One erscheinen, aber erstmalig auch für den PC, was viele Spieler erfreut hat. Allerdings sind die sogenannten „Konsoleros“ zuerst dran, das gilt sowohl für die Open Beta als auch für den offiziellen Release. Allerdings haben wir uns schon einmal in die Beta Version des Spiels auf der Playstation 4 gewagt, um euch darüber berichten zu können.


Allgemein/Story


Wie bereits erwähnt, sind die Konsolenspieler vor den PC-Spielern an der Reihe. Die Closed Beta von Destiny 2 fing für die Playstation 4 Spieler am 18.07.2017 an und für die Xbox One Spieler am 19.07.2017. PC Spieler müssen sich für die Closed Beta bis Ende August gedulden. Der offizielle Release des Spiels ist für Konsolenspieler am 06. September diesen Jahres und für PC Spieler am 24. Oktober 2017.

Allerdings ist es Vorbestellern möglich, einen Blick auf das Spiel zu werfen, da man bei der Vorbestellung automatisch den Open Beta Zugang erhält. Spieler, welche das Spiel nicht vorbestellt haben, können ebenfalls für 3 Tage einen Blick in die Beta-Version werfen. Genau dies haben wir für euch getan. Der Download auf der Playstation 4 ging relativ schnell und problemlos vonstatten. Um die erste Storymission in der Beta selbst spielen zu können, benötigt man kein Playstation Plus Abonnement, für die PvP und Gruppenspiel-Aktion allerdings schon.


Gameplay


Beim Spielstart können wir uns zunächst wieder für eine der drei Klassen entscheiden, welche es in Destiny 1 schon gab: Den Titan, den Warlock oder den Jäger. Die Klassen spielen sich großteils relativ gleich, allerdings gibt es verschiedene neue Waffen und auch die Ultimativen Fähigkeiten, welche wir schon aus Destiny 1 kennen, wurden abgeändert. So kann der Jäger beispielsweise mit seinem Arkanblitz-Stab die Gegner ordentlich verprügeln oder er kann mit seiner speziellen Pistole viel Schaden an den Gegnern innerhalb von wenigen Sekunden ausrichten. Ein weiteres Beispiel wäre eine der Superfähigkeiten des Warlocks. Statt wie früher den Gegner mit Granaten zu beschmeißen, bekommt er nun eine Art flammende Flügel und er kann eine Art von Flammensicheln in die Gegnerhorden schießen, die ordentlich Schaden verursachen. Jede Klasse hat allerdings mehr als eine Superfähigkeit und man kann diese im Spiel beliebig oft wechseln, selbiges gilt natürlich auch für die Ausrüstung, welche man erhält.

Nach der Klassenwahl kann man erneut die Videosequenz sehen, welche bei der Destiny 2 Vorstellung vorgeführt wurde. Die bekannten Charaktere sitzen in der Hauptbasis und machen sich Sorgen, da sowohl die Satelliten weg sind und auch der Schutzwall den Geist aufgegeben hat. Anfangs wird dies noch auf den Sturm geschoben, der draußen herrscht, aber nach kurzer Zeit sieht man eine Armada von Kampfschiffen, die scheinbar den Kabalen gehört. Diese greifen die Basis an und befestigen Objekt am Wanderer. Was es damit auf sich hat, erfährt man in der ersten Storymission, welche man in der Open Beta von Destiny 2 bereits spielen kann.

In eben jener Mission sieht man einige neue Arten von Feinden, man kann die neuen Waffen ausprobieren und versuchen, die Basis und den Hüter vor der komischen Gerätschaft zu retten. Ob es den Hütern gelingt, wollen wir euch hier nicht vorwegnehmen. Allerdings sei soviel gesagt: Am Ende wartet eine Begegnung der unangenehmen Art und eine Art Schock auf euch. Die Steuerung auf der Playstation 4 ist genauso geblieben, wie man es von der Destiny 1 Version gewöhnt ist. Wir finden jedoch, dass das Zielen in Destiny 2 einfacher geworden ist. Ob wir uns dies so nur einbilden oder ob Activision etwas daran geändert hat, können wir allerdings nicht genau sagen.

Neben der ersten Storymission ist es Playstation Plus Abonnenten ebenfalls möglich, folgende 3 Modi auszuprobieren:

  • Strike „Die verdrehte Säule“
  • Schmelztigel Schnellspiel
  • Schmelztiegel „Countdown“

Bei dem Strike „Die verdrehte Säule“ werden, wie man es aus Destiny 1 bereits kennt, 3 Spieler von dem System in eine Gruppe gesteckt und diese müssen eine Mission erfüllen. In diesem Falle handelt es sich um eine Art Bohrung von den Kabalen und das, was sie dadurch geweckt haben. Hier warten wie schon in der normalen Story Mission viele, verschiedene neue Gegner auf euch und auch der Schwierigkeitsgrad ist nicht von schlechten Eltern. Nach wie vor müssen wir darauf achten, nicht durchgehend von den Gegnern getötet zu werden oder versehentlich in den Abgrund zu springen. Natürlich können wir getötete Spieler nach wie vor wiederbeleben. Der Endboss jedoch hat es in sich und viele Gruppen werden sich die ersten Male an ihm die Zähne ausbeißen. Wir selbst haben ebenfalls 3 Anläufe gebraucht, um dem Endgegner den Garaus machen zu können. Da Destiny 2, wenn das Spiel offiziell released wurde, allerdings das Gildensystem anbietet, könnt ihr diese Strikes natürlich auch mit euren Gildenmitgliedern durchführen, anstatt diese mit Random Spielern machen zu müssen.

Die anderen beiden spielbaren Modi sind 2 verschiedene Arten des PvP Schmelztigels. Die erste Variante kennt ihr ebenfalls schon aus Destiny 1. 2 Teams, bestehend auf 4 Spielern, treten gegeneinander an und müssen die Punkte A, B und C einnehmen und halten, um Punkte zu verdienen. Das Team, welches den Punktebalken als erstes gefüllt hat, gewinnt das Match. Allerdings konnten wir hier eine neue Karte ausprobieren, welche viele kleine Abkürzungen, Nischen und Ecken mit sich bringt, um gegnerischen Spielern aufzulauern oder um diese hinterrücks über den Haufen schießen zu können.

Bei der zweiten, neuen Variante des Schmelztigels handelt es sich um den Countdown. Auch hier sind es wieder 2 Teams mit jeweils 4 Spielern, allerdings laufen die Runden hier bedeutend schneller ab, da es ein Angreifer und ein Verteidiger-Team gibt. Das Verteidiger-Team muss 2 Bomben verteidigen, die je an einer anderen Stelle liegen. Das Angreiferteam muss diese natürlich zur Detonation bringen. Nach Ablauf der Zeit oder nach der Erfüllung des Ziel wechseln die beiden Teams die Seiten. Dieser Wechsel geschieht mehrere Male und das Team, welches am Ende die meisten Runden gewonnen hat, gewinnt schlussendlich auch das ganze Match. Durch die Geschwindigkeit sind diese Matches im Vergleich zu den normalen Schmelztigel-PvP Runden verhältnismäßig schnell vorbei und sie machen auch eine Menge Spaß, da man durch ein gutes Teamplay und auch eventuell durch das Wechseln diverser Waffen, Rüstungsteilen und auch der Fähigkeit schnell einmal das Ruder herumreißen kann.

Dies sind im Grunde alle spielbaren Inhalte der Open Beta von Destiny 2. Uns haben sie auf jeden Fall viel Freude bereitet und wir freuen uns auf den Release des Spiels, auch wenn wir Destiny 2 eher auf dem PC spielen werden.


Grafik


Grafisch ist Destiny 2 wie auch schon Destiny 1 nicht von schlechten Eltern. Die Animationen wirken flüssig, die Gegner und auch die Gebiete haben ein einzigartiges Design bekommen. Grafikruckler oder ähnliches haben wir bisher in der Beta nicht bemerkt. Allerdings gehen wir stark davon aus, dass die PC Variante von der Grafik her natürlich etwas besser sein dürfte.


Sound


Auch vom Sound her gibt es nichts zu meckern. Die Texte wurden nach wie vor vertont und auch die Auswahl der Sprecher finden wir bisher sehr gut gelungen. Die Waffen haben alle ihre eigenen Sounds bekommen und die Hintergrundgeräusche lassen das Spiel auf Dauer bestimmt nicht langweilig werden.


Extras


Zu den Extras können wir bisher nicht viel sagen, da es noch keine freischaltbaren Erfolge gibt. Schade ist allerdings nach wie vor, dass man bei der Playstation und der Xbox nach wie vor das kostenpflichtige Monatsabonnement benötigt, um gruppenbasiere Inhalte spielen zu können.


Unser Fazit:

Die Destiny 2 Beta bietet natürlich nur einen kleinen Bruchtteil des offiziellen Spiels, weswegen diese Bewertung natürlich nur für den bisher spielbaren Teil gilt. Dieser ist allerdings mehr als nur gelungen und macht Appetit auf mehr. Auch für Konsolenverhältnisse ist die Steuerung leicht zu verstehen. Durch die Filmsequenz, welche am Anfang gezeigt wird, fühlt man sich sowohl als Neuling als auch als alter Hase sofort so, als wäre man mitten im Geschehen dabei. Die erste Mission fesselt den Spieler vor den Fernseher und er will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Auch der neue Strike hat es vom Schwierigkeitsgrad definitiv in sich. Die neue PvP Karte ist von den Schlupfwinkeln, Abkürzungen, Wegen und Nischen her auf jeden Fall gut gelungen und bietet den taktischen Kämpfern viele Möglichkeiten, das Gegnerteam auszuschalten. Der PvP Modus Countdown ist für Spieler gedacht, die gerne schnelle, wechselhafte Action lieben. Durch den stetigen Rundenwechsel kann es schnell vorkommen, dass ein Gewinnerteam auf einmal den Überblick verliert und das alte „Verliererteam“ nach und nach immer besser wird, da sie sich aufeinander einspielen und Übung bekommen. Alles in allem ist die Open Beta durchaus gelungen.

Positiv

  • Packender Storybeginn
  • Schwieriger Strike
  • Neue Waffen
  • Neue Fähigkeiten
  • Neuer PvP Modus

Negativ

  • Einige Inhalte nur mit kostenpflichtigem Monatsabo spielbar