Hearts of Iron…dieser Name einer bestimmten Spiele-Reihe dürfte Fans von Strategiespielen noch ein Begriff sein. Nach dem letzten Hearts of Iron-Spiel, welches im Herbst 2009 erschien, war es lange Zeit ruhig um Hearts of Iron. Nun war es endlich soweit und das Spiel erschien im Juni 2016. Wir haben uns Hearts of Iron IV natürlich genauer angeschaut und ein umfangreiches Review angefertigt.


Allgemein/Story


Bevor wir aber zum Spiel selber kommen, haben wir wie immer noch einige Hintergrundinformationen für die Neulinge, aber auch für die alten Hasen unter euch. Hearts of Iron ist seit dem ersten Teil der Reihe im Zweiten Weltkrieg angesiedelt und der Entwickler bzw. Publisher dahinter ist niemand anderes als die Firma Paradox Interactive, welche auch für bekannte Simulationen wie Cities:Skylines verantwortlich ist. Grundsätzlich ist das Spielgeschehen leicht erklärt: Der Spieler übernimmt eine der im Spiel vorhandenen Nationen, die zur damaligen Zeit schon existierten und steuert diese bis zum Ende der Kriegszeit.

Wie bereits erwähnt, gibt es von der Reihe bereits mehrere Spiele. Das erste Spiel, Hearts of Iron, erschien am 24.November im Jahre 2002 für den PC. Jahre später wurde das Spiel durch eine Umprogrammierung auch auf dem Mac OS spielbar.

Hearts of Iron Hauptmenü

Hearts of Iron 2 erschien, ebenfalls für den PC und MAC, am 04. Januar 2005 und war genauso erfolgreich wie der erste Teil der Spiele-Reihe. Aus diesem Grund folgten für den zweiten Teil auch genau 3 Erweiterungen:

  • Doomsday
  • Armageddon
  • Iron Cross

Doomsday war das erste „standalone“ Erweiterungspaket mit dem kompletten Namen Hearts of Iron II: Doomsday. Dieses erschien am 04. April 2006 und beinhaltete alles aus der Originalfassung und einige geschichtlichen Ereignisse nach dem zweiten Weltkrieg wie dem Nuklear-Krieg zwischen der Sowjetunion und den Alliierten.

Das zweite Erweiterungspaket namens Armageddon wurde im April 2007 auf den Markt gebracht. Es erlaubte den Spielern, eine längere Zeitspanne spielend zu erleben und man konnte das Jahr 1964 als „Endpunkt“ des Spiels auswählen.

Als drittes und letztes Addon erschien Iron Cross am 07. Oktober 2010. Dieses Addon wurde an „Armageddon“ angekoppelt und es erhöhte die Provinzen auf der Karte und brachte eine Menge anderer Änderungen mit sich. Anders als die restlichen Spiele und Addons wurde Iron Cross nicht von Paradox Interactive, sondern von Irshappa entwickelt.

Hearts of Iron 1

Einen kleinen Sprung in der Zeit zurück müssen wir aber tun, um beim Release von Hearts of Iron III anzukommen, denn dieser fand am 11.August 2009 in Amerika und in Deutschland am 28.August 2009 statt. Im Vergleich zu den Vorgängern blieb auch dieser Teil des Spiels komplex und viele Spieler hatten anfangs Probleme, mit dem Spiel zurecht zu kommen. Die Anzahl der erobernden Gebiete, sowohl an Land als auch im Wasser wurden drastisch erhöht und es gab auch viel mehr spielbare Staaten.
Natürlich existieren auch für Hearts of Iron III Erweiterungen, in diesem Falle 3 an der Zahl. Hierbei handelt es sich um Semper Fi, welches im Juni 2010 erschien, For the Motherland aus dem Jahre 2011 und The Finest Hour, welches im September 2012 auf den Markt kam. Ende 2011 wurde auch eine Collectors Edition veröffentlicht, welche Hearts of Iron III und alle erschienenen Addons enthielt.

2014 war es dann endlich soweit, als Paradax Interactive den vierten Teil der erfolgreichen Strategie-Spielreihe ankündigte. Der Release wurde anfangs für das Frühjahr 2015 anberaumt. Da man diesen Termin aber nicht halten konnte, verschob sich das Spiel im zweiten Quartal 2015 auf unbestimmte Zeit. Am 06.Juni 2016 war es nun aber endlich soweit und Hearts of Iron IV fand seinen Weg auf den Markt.

Das Spiel ist sowohl als digitale als auch als physische Edition erwerbbar und auf dem PC, über Linux und auch auf dem Mac OS spielbar. Der aktuelle Preis beträgt aufgerundet ca. 40€ und das Spiel wird über die Spieleplattform „Steam“ aktiviert. Der Download ging schnell von und problemlos von statten und durch die aktuell geringe Größe des Spiels, welches nur 1,5 GB der Festplatte in Beschlag nimmt, ist das Spiel auch schnell installiert und geupdated.

Hearts of Iron 2

Falls ihr nicht genau wisst, ob euer PC oder euer Laptop mit den Anforderungen zurecht kommt, haben wir diese natürlich auch aufgelistet:


Minimale Systemanforderungen:

CPU: Intel Core 2 Quad Q9400 @2.66 GHz / AMD Athlon II X4 650 @ 3.20 GHz
RAM: 4GB RAM
DirectX: 9.0c
Grafikkarte: ATI Radeon HD 5850 / NVIDIA GeForce GTX470 mit 1GB VRAM
Festplatte: 2GB verfügbarer Speicherplatz

Empfohlene Systemanforderungen:

CPU: Intel Core i5 750 @ 2.66 GHz / AMD Phenom II X4 955 @3.20 GHz
RAM: 4 GB RAM
DirectX: 9.0c
Grafikkarte: ATI Radeon HD 6950 / NVIDIA GeForce GTX570 mit 2GB VRAM
Festplatte: 2GB verfügbarer Speicherplatz


Wie ihr seht, ist es nicht unbedingt nötig, einen High End-PC zu besitzen, aber es ist von Vorteil, wenn euer Rechner schon etwas „Power“ hat. Mehr gibt es zum Allgemeinen eigentlich nicht zu sagen. Machen wir nun also mit dem Gameplay weiter.


Gameplay


Nach der Installation und den eventuellen Updates und dem Starten des Spiels, öffnet sich zunächst ein separater Launcher von Hearts of Iron IV. Dort sind folgende Dinge möglich, die man tun kann. Unten links ist es möglich, den Sound an- oder auszuschalten und kleinere Einstellungen an der Darstellung wie beispielsweise den Anzeigemodus oder auch die Auflösung vorzunehmen. Außerdem kann man hier auch die Sprache umstellen. Möglich sind aktuell folgende Sprachen:

  • Englisch
  • Portugisisch
  • Deutsch
  • Französisch
  • Spanisch
  • Polnisch
  • Russisch

Ob in naher Zukunft noch weitere Sprachen implementiert werden, bleibt natürlich abzuwarten. Auf der rechten Seite des Launchers könnt ihr aktuelle News durchlesen, DLCs de/aktivieren oder auch Mods an- bzw. abschalten. Darunter besteht noch die Möglichkeit, sich ein Paradox Interactive Account zu erstellen oder sich in ein bereits bestehendes Konto einzuloggen. Am unteren Ende des Launchers befindet sich nur der Knopf „Spielen“, der uns schlussendlich ins Spiel befördert.

Hearts of Iron Launcher

Nach dem Spielstart befinden wir uns im Hauptmenü von Hearts of Iron IV. Dort gibt es folgende Auswahlmöglichkeiten: Einzelspieler, Mehrspieler, Optionen, Credits und Beenden. Die 4 Buttons darunter leiten euch auf die offizielle Hearts of Iron IV-Webseite, zum Forum, auf die Facebook-Seite und auf den Twitter-Account weiter.

Fangen wir nun also einmal mit dem Einzelspieler-Modus an. Drücken wir diesen Knopf, haben wir weitere Auswahlmöglichkeiten:

  • Fortsetzen (Wenn man ein bereits angefangenes Spiel hat)
  • Neues Spiel
  • Spiel laden
  • Tutorial
  • Zurück

Das man über „Zurück“ wieder ins Hauptmenü gelangt, ist selbstverständlich. Selbiges gilt für das Laden oder Fortsetzen eines Spielstands. Machen wir nun also mit dem Tutorial weiter. Wir empfehlen allen Neulingen in der Welt von Hearts of Iron IV, unbedingt das Tutorial zu spielen. Aber hier müssen wir euch warnen, denn es ist nicht einfach zu verstehen und einfach zu spielen ist es schonmal garnicht.

Zunächst einmal erscheint auf dem Bildschirm im Hintergrund die Weltkarte mit einer Menge Informationen, die den Spieler anfangs etwas verwirren können. Beachtet daher anfangs nur das Tutorial-Fenster mitten auf dem Bildschirm. Dort werden euch alle nötigen Ingame-Funktionen weitgehendst erklärt. Den Anfang macht die Grundsteuerung:

Hearts of Iron Tutorial

Mit der linken Maustaste wählt man Einheiten oder Provinzen aus und drückt natürlich die Buttons bzw. Knöpfe, die im Spiel überall zu finden sein werden oder man bestätigt damit seine Auswahl. Mit der rechten Maustaste bewegt man als Spieler seine Einheiten an andere Orte. Selbstverständlich ist es auch möglich, näher an die Karte heran zu zoomen oder die Kamere davon weg zu bewegen. Dies geschieht in der Regel mit dem Scrollen des Mausrades. Will der Spieler jedoch die Kamera nur schwenken, ist es nötig, das Mausrad gedrückt zu halten. All diese Hinweise erscheinen beispielsweise im ersten von 15 Tutorialfenstern. Darunter stehen die Ziele, die man in dem jeweiligen Ziel zu erfüllen hat. Bei dem ersten Tutorialziel wären das folgende Dinge, die erfüllt werden müssten:

  • 19 Militärfabriken sind in Verwendung
  • 20 Zivilfabriken sind in Verwendung
  • 11 Schiffswerften sind in Verwendung
  • Nationaler Schwerpunkt ist gesetzt
  • Eine Division ist in der Warteliste
  • 4 Technologien werden erforscht

Spielt das Tutorial durch und lest sorgfältig alle Hinweis-Texte, damit ihr im richtigen Spiel nicht oder nur selten den Überblick verliert. Das bedeutet in den meisten Fällen nämlich die Niederlage.

Machen wir nun einen Sprung in den Einzelspieler-Modus. Hier habt ihr als Spieler zunächst zwischen 2 Modi die Auswahl:


01. Januar 1936

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14. August 1939Hearts of Iron 4 (14)


Habt ihr euch für eines der zwei Szenarios entschieden, geht es darum ein Land auszuwählen. Dort werden euch die aktuellen Staatsoberhaupte gezeigt mit deren Land, der Ideologie, der Regierungsform, den Wahlen und der Regierungspartei. Daneben sieht man den Nationalgeist und eine kurze Hintergrundgeschichte. Beispielsweise stehen bei dem Szenario 01.Januar 1936 sieben verschiedene Großmächte zur Verfügung:

  • Frankreich mit Édouard Daladier
  • Vereinigte Staaten mit Franklin Delano Roosevelt
  • Vereinigtes Königreich mit Neville Chamberlein
  • Deutsches Reich mit Adolf Hitler
  • Italien mit Benito Mussolini
  • Japan mit Hirohito
  • Sowjetunion mit Joseph Stalin

Neben diesen Großmächten ist aber noch eine Extraauswahl namens „Andere Länder„. Hier werden die kleinen Länder gesteuert. Nachdem der Spieler sein Land ausgewählt hat, gelangt er auf die Vorbereitungskarte. Am oberen, linken Bildschirmrand kann man noch einmal das Land ändern über den Knopf „Interessante Länder„, oben mittig steht noch einmal die Uhrzeit und das Datum inklusive dem Namen des aktuell gewählten Szenarios und direkt darunter der Button namens „Szenario ändern„, falls man das falsche ausgewählt hat. Rechts oben findet der Spieler die gleichen Länderinfos, wie man sie bereits in der Auswahl gesehen hat.

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Wichtiger ist hier der untere Bildschirmrand. Dort besteht die Möglichkeit, zurück ins Hauptmenü zu wechseln, das Spiel zu laden oder ins Options-Menü zu wechseln. Am rechten Bildschirmrand kann man den Schwierigkeitsgrad einstellen. Davon gibt es in Hearts of Iron IV 3 verschiedene, die verschiedene Vor- und Nachteile mit sich bringen können:

Rekrutieren
„Ich habe vollstes Vertrauen in Ihren Mut, Ihre Pflichterfüllung und ihr Können im Kampf. Wir werden nur den totalen Sieg akzeptieren. Viel Glück!“
Spieler:
Obergrenze der Produktionsleistung: +20,00%
Forschungszeit: –5,00%
Politischer Machtzuwachs: +25,00%

Regulär
„Der Feind ist stark. Er mag unsere Streitkräfte zurückwerfen. Der Erfolg mag sich nicht mit berauschender Geschwindigkeit einstellen, doch wir werden immer wieder zurückkehren“.

Veteran:
„Ich habe nichts anzubieten außer Blut, Qualen, Tränen und Schweiß.“
Spieler:
Obergrenze der Produktionsleistung: -20,00%
Forschungszeit: +10,00%
Politischer Machtzuwachs: -25,00%

Darunter kann man noch folgende Dinge aktivieren:

Ironman-Modus: Im Ironman-Modus sind die Konsolen-Cheats deaktiviert und das Spiel wird automatisch und regelmäßig in einer einzigen Datei gespeichert. Bei Spielen, die in dieser Einstellung gespielt werden, gibt es kein Zurück mehr.

Historische KI-Schwerpunkte: KI-Länder werden, falls möglich, den nationalen Schwerpunkt in historischer Reihenfolge auswählen. Wählen Sie diese Option, wenn andere Länder enger an ihren historischen Verläufen bleiben sollen.

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Darunter ist auch ein Pokal zu sehen. Dieser zeigt euch an, ob ihr in diesem Szenario mit den gewählten Einstellungen Erfolge sammeln könnt. Dies ist nur möglich, wenn der Spieler den Ironman-Modus aktiviert hat, das Spiel im Modus „Regulär“ oder „Veteran“ spielt und das Szenario am 01.01.1936 um 12:00 Uhr gestartet wird. Wir empfehlen jedoch erstmal, im leichtesten Modus Erfahrung zu sammeln und später auf einen höheren Modus zu wechseln. Direkt neben der Trophäe ist auch schon der Button, um das Spiel bald starten zu lassen. Vorher ist es aber nötig, eine Lokale Speicherungsdatei zu erstellen oder den Spielstand in der Cloud sichern zu lassen. Danach kann es nun auch schon losgehen. Fangen wir nun einmal mit der Erklärung an, was ihr im Spiel genau auf dem Bildschirm zu sehen bekommt und was es wichtiges zu beachten gibt.

Am oberen Bildschirmrand ist links das aktuell gespielte Land zu sehen. Drückt ihr darauf, öffnet sich ein kleines Fenster, in dem das aktuelle Staatsoberhaupt, der Nationalgeist, die politische Orientierung und die aktuellen Wähler zu sehen sind. Behaltet diese bei einem demokratischen Land immer im Blick, da euch dies Hinweise darauf gibt, wie die Bevölkerung zu den Aktionen der Spielers stehen. Darunter gibt es 3 Kategorieren mit jeweils 6 Unterkategorien:

  • Gesetze & Regierung
  • Forschung & Produktion
  • Militärischer Stab

Bei jeder Kategorie könnt ihr in jede einzelne Unterkategorie ein „Upgrade“ einfügen. Beispielsweise kann der Spieler bei „Gesetze & Regierung“ andere Personen als „Politische Berater“ hinzufügen, die unterschiedliche Bonuseffekte mit sich bringen. Legt also erst dann eure Berater fest, wenn ihr euch genau überlegt habt, in welche Richtung ihr euer Land entwickeln möchtet. Es ist natürlich möglich, diese im Nachhinein zu wechseln, aber das kostet „Politische Macht„. Was es mit dieser auf sich hat, erklären wir später noch genauer.

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Neben dem Staatsoberhaupt könnt ihr noch einen nationalen Standpunkt auswählen. Drückt ihr darauf, öffnet sich erneut ein großes Fenster namens „Schwerpunktbaum„. Je nach gewähltem Land stehen dort verschiedene „Skillmöglichkeiten“ zur Auswahl. Bei den Vereinigten Staaten wären dies folgende Anfangsskills:

  • Kriegsanleihen ausgeben
  • WPA
  • Kriegspropaganda
  • Air War Plans Division
  • Bureau of Ships
  • Bestärken sie die Monroe-Doktrin

Jeder nationale Standpunkt benötigt eine bestimmte Menge an Tagen, bis dieser umgesetzt wird und man muss bei einigen auch eine gewisse Grundbedingung erfüllen. Hier können wir euch folgendes Beispiel nennen:

Um den nationalen Standpunkt „Glücksspiel mit Pearl Harbor“ zu aktivieren, muss zunächst einmal Japan (noch) existieren und es müssen sich mindestens 9 Großkampfschiffe in Hawaii befinden. Um diesen Schwerpunkt auszuführen, müssen anschließend noch 70 Tage vergehen. Erst dann aktiviert sich die „Auswirkung“, die der jeweilige Schwerpunkt besitzt. In diesem Falle heißt es unter Auswirkung: „Während dieser Schwerpunkt aktiv ist, hat Japan die Gelegenheit, einen Angriff zu unternehmen.“ Es ist aber auch möglich, dass die Auswirkung endet, wenn bestimmte Bedingungen nicht mehr erfüllt werden. Sind also auf einmal weniger als 9 Großkampfschiffe in Japan, ist die Auswirkung aufgehoben. Denkt also daran, nicht wahllos Schwerpunkte zu aktivieren, sondern geht mit Bedacht vor. Das gilt vorallem für die Schwerpunkte, bei welchen der Spieler nur einen von beiden aktivieren kann. Dies ist dann aber durch ein rotes Ausrufezeichen zwischen beiden Schwerpunkten klar und deutlich zu erkennen.

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Neben der Flagge sind am oberen Bildschirmrand folgende Informationen zu sehen:

Nationaler Zusammenhalt mit dem Basiswert und der aktuellen wöchentlichen Änderung in %.
Dies stellt die Bereitschaft des Volkes dar, einen Krieg bis zum Ende zu verfolgen. Je höher der Wert ist, desto länger wird weitergekämpft, bevor eine Kapitulation in Betracht gezogen wird.

Politische Macht mit der Machtveränderung täglich in %.
Die Politische Macht wird beispielsweise benötigt, um das Verhältnis zu anderen Ländern zu verbessern oder um die bereits erwähnten „Upgrades“ einzusetzen.

Soldatenzahl in „Freie Mannstärke“, „Verwendete Mannstärke“, Armee, Luft, Marine und Gesamt. Außerdem die %-Zahl der in Frage kommenden Bevölkerung, die Entwaffnete Nation und die „Große Depression“ in -%. Zusätzlich gibt es hier noch die Anzeige für „Monatliches Wachstum in Staaten“ aufgespalten in „Rekrutierbar“ und „Zivilisten“.
Hier werden die Wehrdienstfähigen Soldaten im Land angezeigt. Wenn man strengere Wehrpflichtgesetze erlässt, wird der Wert erhöht.

Fabriken unterteilt in Genutzte Militärfabriken, genutzte Schiffswerften und genutzte Zivilfabriken
Jede Fabrikart dient einem eigenen Zweck.

Direkt daneben gibt es noch aktuell vorhandene Armee-Erfahrung mit einer Obergrenze von 500. Diese dient dazu, um Divisionen-Vorlangen erstellen zu können, damit der Spieler im Krieg besser agieren kann. Weiter geht es mit der Marine-Erfahrung, die benötigt wird, um bessere Versionen von bestehenden Schiffen zu entwickeln. Selbigen nutzen hat die „Luftwaffe-Erfahrung„, die direkt daneben angezeigt wird. Unter „Konvois“ sind alle aktuell vorhandenen Konvois aufgelistet, die nur dazu da sind, Ressourcen aus anderen Ländern über See zu transportieren, im Inland Ressourcen zu anderen Orten zu bringen oder um Nachschub an die Streitkräfte in den Kolonien sichern zu können.

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Weiter geht es nun mit den wichtigeren Informationen, die unterhalb dieser Anzeigen stehen. Folgende Auswahlmöglichkeiten gibt es hier:

  • Forschung
  • Diplomatie
  • Handel
  • Bauvorhaben
  • Produktion
  • Rekrutieren & Einsetzen
  • Logistik

Beginnen wir zunächst mit der Forschung. Anfangs hat der Spieler 4 Forschungs-Slots. Drückt man einen davon an, öffnet sich ein neues Fenster. Am oberen Rand ist zunächst einmal ein Zeitstreifen eingefügt, der sich danach handelt, wann diese Dinge wirklich erforscht wurden. Zu erforschen gibt es eine Menge in den Bereich „Waffen&Ausrüstung„, „Motorisiert“ und „Spezialeinheiten„. Den Anfang machen Kleinigkeiten wie die Unterstützungswaffen, die die Verteidigungs-und Durchbruchsrate von Truppen und Fahrzeugen erhöhen oder nach der Forschung die Möglichkeit bieten, Spezialeinheiten wie die Marineinfanterie anwerben zu können. Man ist im Laufe der Zeit in der Lage, alles erforschen zu können. Natürlich ist es auch möglich, Dinge zu erforschen, die erst viele Jahre später im echten Leben erforscht worden. Dies dauert aber dann dementsprechend auch viele Tage oder Jahre mehr, bis die Forschung abgeschlossen ist. Forscht also lieber zuerst am Anfang die aktuell nützlichen Dinge und nicht schon Panzergrenadiere der dritten Stufe, die ihr noch nicht benötigt.

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Weiter geht es nun mit der Diplomatie. Hier sind alle Länder aufgelistet mit dem aktuellen Prozentsatz an Beziehung zum eigenen oder deren Land. Sind die Zahlen grün, stehen sich die Länder positiv gegenüber, bei roter Farbe und dem Minus davor natürlich eher negativ. Die Zeichen dahinter haben natürlich auch einen Sinn. Wenn der Spieler beispielsweise die „Vereinigten Staaten“ spielt, symbolisiert die Hand eine Garantie der Unabhängigkeit des jeweiligen Landes. Direkt über der Länderliste kann man die Länder auch sortieren lassen oder nur bestimmte anzeigen lassen. Es besteht hier die Möglichkeit, bestimmte Länder aus diversen Zonen auszublenden, bestimmte Demokratien ein- oder auszuschalten oder auch nur bestimmte Bündnisse anzeigen zu lassen.

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Das dritte Fenster wäre das Handelsfenster. Dieses zeigt euch genau an, wieviel ihr von welcher Ware produziert, exportiert, importiert und welchen Überschuss man hat. Folgende Materialien gibt es in Hearts of Iron IV:

  • Öl
  • Aluminium
  • Gummi
  • Wolfram
  • Stahl
  • Chrom

Jedes Material wird zum Erschaffen von diversen Fahrzeugen oder für Truppen benötigt. Man kann nicht immer genug produzieren oder man produziert einmal im Überschuss, das wird jedem Spieler früher oder später einmal passieren. Dafür gibt es ja das Handelsfenster. Dort ist alles genau aufgelistet und wenn man auf ein Land in der Länderliste darunter drückt, steht genau, was dieses Land exportieren kann und mit wieviel Einheiten man selbst handeln kann. Außerdem kann man auch Fabriken verkaufen, wenn man diese nicht mehr benötigt. Achtet aber darauf, dass euer Einfluss mit dem Land hoch genug ist, um einen guten Deal auszuhandeln.

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Eine der wichtigsten Funktionen ist das „Bauvorhaben„. Um genug Truppen und Militärfabriken bauen zu können, benötigt man natürlich auch Zivilfabriken. Außerdem führt sich kein Krieg oder Sicherheits bzw. Verteidigungsmaßnahmen wie Flugabwehrgeschützen oder Befestigungen an Land oder im Wasser. Genau hierfür ist das „Bauvorhaben“ da. Über dieses kann man eine bestimmte Menge bauen, die oberen angezeigt wird. Bauen kann man zunächst folgende Dinge in diesen Kategorien:

Regionale Gebäude:

  • Infrastruktur = Erhöht Nachschublimit und die Geschwindigkeit der Armeen
  • Luftstützpunkt = Ermöglicht den Einsatz von Luftwaffe in der Region
  • Flugabwehrgeschütze = Bietet dem Staat Schutz vor feindlichen Bombern und die Möglichkeit, die angreifenden Flugzeige zu zerstören
  • Radarstation (Erfordert Technologie Funkortung): Man kann Informationen über feindliche Truppen in Staaten in der Nähe sammeln.

Bauplatz-Gebäude:

  • Militärfabrik = Ermöglicht in der Region die Produktion neuer militärischer Ausrüstung. Kann in eine Zivilfabrik umgewandelt werden.
  • Zivilfabrik = Ermöglicht in der Region die Produktion von Zivilgütern und den neuer Gebäude. Kann in eine Militärfabrik umgewandelt werden.
  • Schiffswerft = Liefert dem Staat Industrie zum Bau neuer Schiffe
  • Synthetische Raffinerie (erfordert Technologie Experimente mit synthetischem Öl)
  • Raketenbasis (Erfordert Technologie Experimentelle Raketen) = Ermöglicht in der Region die Produktion und den Einsatz von Raketen
  • Atomreaktor (Erfordert Technologie Atomreaktor) = Ermöglicht in der Region die Produktion von angereichertem Uran zur Verwendung in Atomwaffen.

Provinzgebäude:

  • Marinestützpunkt = Vergrößert die Reichweite der Flotte und repariert sie. Ermöglicht den Nachschub und Ressourcenexport nach Übersee.
  • Landbefestigung = Verursacht im Kampf für jede Befestigungsstufe einen Angriffsmalus von -15% beim Angreifer.
  • Küstenbefestigung = Veursacht während einer Invasion für jede Befestigungsstufe einen Angriffsmalus von -15% beim Angreifer.

Unten drunter ist der Knopf „Umbau“ zu sehen, über welchen man Militärfabriken in Zivilfabriken umwandeln kann oder umgekehrt. Geht mit der Funktion äußerst vorsichtig um, da man sonst schnell zu wenig Fabriken von einer Art besitzt.

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Machen wir nun weiter mit der Funktion „Produktion„, einem der am häufigsten genutzten Funktionen in Hearts of Iron 4. Hier seht ihr in dem neu geöffneten Fenster oben die Menge an Material, die produziert werden und auch, ob es weniger oder mehr sind, als die, die man benötigt. Darunter sind die aktuell vorhanden Fabriken und Schiffswerften zu sehen. Darunter sind folgende 4 Buttons zu sehen, um diverse Objekte zu bauen:

  • Infanterie- und Artillerieausrüstung bauen
  • Panzer bauen
  • Flugzeuge bauen
  • Schiffe bauen

Anfangs gibt es bei jeder Baumöglichkeit nur wenige Auswahlmöglichkeiten. Zunächst gibt es bei den Panzern beispielsweise nur den Panzer aus dem ersten Weltkrieg als Bauoption, wenn man die Vereinigten Staaten gewählt hat. Im Laufe der Zeit kommen viele weitere Auswahlmöglichkeiten dazu, wenn man die Forschung weit genug vorangetrieben hat. Achtet darauf, immer nur die Dinge zu bauen, die ihr auch wirklich benötigt, um nicht unnötigerweise Ressourcen zu verschwenden. Es gilt vorallem zu beachten, dass jede Region nur eine bestimmte Anzahl an Bauslots besitzt. Sind diese alle vebraucht, kann man dort nichts mehr bauen.

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Die Knöpfe darunter sind nur da, um eine geordnete Sicht der bisher gebauten Objekte zu bekommen. Hier ist es möglich, diverse Dinge wie Panzer, Schiffe oder andere Bauobjekte in der Liste darunter nicht anzeigen zu lassen. In der Liste selbst sind die Objekte, die bisher gebaut wurden, noch einmal aufgelistet, in diesem Falle steht daneben aber die Produktionsmenge in der Woche und der Gesamtbedarf, die benötigten Materialien für den Bau und auch 2 Pfeile, um die Priorität zu verringern oder zu erhöhen. Braucht ihr beispielsweise mehr Artilleriegeschütze als Zusatzausrüstung, könnt ihr dies so regeln. Die 15 kleinen Felder sind dafür da, diesen Gegenstand von mehr Fabriken in der Region herstellen zu lassen. Stelt dies aber nicht zu hoch ein, um nicht wieder Ressourcen zu verschwenden, die dann an einer anderen Stelle fehlen.

Weiter geht es nun mit „Rekrutieren & Einsetzen„. Was wäre ein Krieg ohne eine Armee bzw. Division. Auf der linken Seite sieht man die aktuell vorhandenen Verstärkungen, um die Gruppe zu verstärken. Diese werden wie die Verbesserungen, die direkt darunter zu sehen sind, im Laufe der Zeit wiederhergestellt. Verbesserungen verbessern die Gruppe und deren Ausrüstung natürlich ebenfalls. Das zweite geöffnete Fenster beinhaltet die Vorlagen und den Divisionsdesigner. Über den Divisionsdesigner kann man sich eigene Divisionen zusammenstellen und man bekommt rechts daneben in einer Tabelle die Basiswerte, die Kampfwerte und die Ausrüstung angezeigt. Es ist aber auch möglich, manuell Soldaten oder Divisionen zu erstellen. Drückt man auf den Knopf „Ausbilden„, gelangt die Division in die Liste unter den Verstärkungen und Verbesserungen. Hier muss zunächst ein Gebiet festgelegt werden, in welchem die Division stationiert sein soll. Über den + und – Button darüber, entscheidet der Spieler, wieviel Divisionen dieser Art „hergestellt“ werden sollen. Es ist auch möglich, die Anzeige auf „Unendlich“ stehen zu lassen, damit dauerhaft und durchgehend Divisionen produziert werden sollen über den Knopf „Hinzufügen“ wird entschieden, wieviel Soldaten der Division angehören sollen. Durch das kleine X hinter den Soldaten kann die Produktion abgebrochen werden und der Pfeil mit der Fahne ist lediglich dazu da, die Seriennummer des Auftrages zu erhöhen und die Truppe zu verdoppeln. Beachtet, das jede Division für andere Spezialgebiete zugeschnitten ist. Marines werden nie so gut an Land sein wie Infantrie-Soldaten oder umgekehrt. Es gibt aber beispielsweise noch die Nationalgarde, die Kavallerie und viele weitere Divisionen, die man im Laufe der Zeit freischalten wird.

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Zu guter Letzt folgt noch der Punkt „Logistik„. Hier sieht man Details darüber, wie die Ausrüstung von Truppen genutzt und für die Truppen produziert wird. Es ist alles genau aufgeschlüsselt und man kann eigentlich nicht den Überblick verlieren und zuviel Material verschwenden.

Neben diesen Auswahlmöglichkeiten blinken während des Spielens immer wieder kleine Informationsfenster auf, wenn beispielsweise der aktuelle Schwerpunkt abgeschlossen ist, ein Forschungsfeld frei geworden ist, es nicht genug Material gibt usw. Irgendwann hat man auch hier den Dreh raus und man weiß, wenn man eine der Informationen getrost ignorieren kann. Lediglich die Information, wenn ein Land mit uns in Krieg tritt, einen Nichtangriffs-Pakt möchte, Unterstützung schickt oder ein Bündnis mit dem Land will, sollte man es nicht ignorieren und sofort handeln, denn zu langes Warten oder „nicht reagieren“ kann in Hearts of Iron IV schlimme Folgen haben.

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Am oberen, rechten Bildschirmrand sieht man das aktuelle Datum und die Zeit und ebenfalls die Knöpfe + und -, mit welchen man die Zeit beschleunigen oder verlangsamen kann. Ein Klick auf die Leertaste pausiert das Spiel vollkommen. Darunter hat man 3 Auswahlmöglichkeiten:

  • Armee: Hier finden Sie eine Übersicht ihrer Armeen.
  • Marine: Hier finden Sie eine Übersicht ihrer Flotten.
  • Luftwaffe: Hier finden Sie eine Übersicht ihrer Luftwaffe.

Drückt man auf eine der 3 Möglichkeiten, öffnet sich ein neues Fenster. Dort werden alle Boni’s angezeigt, die der Bereich besitzt inklusive der Divisionen, der Gruppe und des zugeordneten Kriegsschauplatzes. Auch dies hilft im Laufe des Spiels dem Spieler, nicht den Überblick zu verlieren.

Die Weltkugel, die direkt deneben zu sehen ist, zeigt den im Spielverlauf entstandenen „Verlauf der weltweiten Spannung„. Dort ist immer das Datum vermerkt, das Land, die weltweite Spannung allgemein und die aktuellen Kriege. So erfährt man unter Umständen auch, bei welchen Kriegen man eingreifen oder es beseser lassen sollte. Die Prozentzahl darunter zeigt den aktuellen Spannungsgrad an. Zu Beginn eines Szenarios auf der mittleren Stufe ist er bei den „Vereinigten Staaten“ beispielsweise auf 0% und sinkt pro Monat anfangs um 0,5%. Natürlich kann man durch die richtigen Aktionen auch gegensteuern.

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Neben der Weltkugel sind 3 Knöpfe. Das Ausrufezeichen bietet die Möglichkeit, verworfene Benachrichtigungen anzuzeigen. Über das Fragezeichen öffnet sich die Hearts of Iron IV Wiki, damit sicher Spieler Hilfe suchen. Die Seite ist aktuell aber nur in Englisch verfügbar. Den letzten Menüpunkt erklären wir am Ende des Gameplay-Abschnitts.

Weiter geht es nun mit der Anzeige am unteren, linken Bildschirmrand. Die Lupe hilft euch, auf der großen Karte Regionen zu finden, wenn ihr den Namen kennt. Desweiteren gibt es folgende Auswahlmöglichkeiten mit diesen Funktionen:

  • Versorgungsgbiete-Kartenmodus: Zeigt Nachschubgebiete und Informationen über die Nachschubversorgung. So können SIe Problembereiche und Engpässe identifizieren.
  • Regionen-Kartenmodus: Zeigt Karten- und Staatstypen
  • Widerstand-Kartenmodus: Zeigt örtlichen Widerstand in besetzten Gebieten. Zeigt Problemzonen, in denen Sie mehr Truppen garnisonieren oder über einen Wechsel ihrer Besatzungspolitik nachdenken sollten.
  • Ressourcen-Kartenmodus: Zeigt die Ressourcen-Produktion pro Staat
  • Diplomatie-Kartenmodus: Zeigt diplomatische Beziehungen und Einstellungen gegenüber dem ausgewählten Land.
  • Bündnisse-Kartenmodus: Zeigt anm welche Länder welchen Bündnissen beigetreten sind.

Man sieht, die Info-Karten können im Laufe des Spiels und vorallem während Kriegen äußerst nützlich sein und im Ironman-Modus so manchen „Spielstand“ retten. Unterhalb dieser Anzeige ist es auch möglich, den Tag/Nacht-Zyklus zu aktivieren bzw. deaktivieren, die Farbe der Einheitssymbole auf der Karte zwischen Länder und Loyalität zu wechseln und die Alliierten Angriffspläne anzeigen zu lassen.

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Darüber befinden sich noch 3 Auswahlmöglichkeiten mit folgenden Funktionen:

  • Standard-Kartenmodus: Länderansicht und Bodenkampf. Probinzen werden in unterschiedlichen Farben eingefärbt, je nachdem, wer sie gerade kontrolliert. Das ist nützlich, um den Verlauf eines Krieges zu verfolgen und Kriegspläne zu erstellen und umzusetzen.
  • Marinestrategie-Kartenmodus: Zeigt strategische Gebiete und ermöglicht Ihnen, die Marineoperationen Ihrer Flotten zu sehen. Regionen, in denen Sie die Seeüberlegenheit haben, sind mit einem grünen Umriss gekennzeichnet. Rot gestreifte Gebiete liegen außerhalb der Einsatzreichweite der aktuell ausgewählten Flotte.
  • Luftstrategie-Kartenmodus: Zeigt strategische Gebiete und ermöglicht Ihnen, die Luftoperationen Ihrer Luftwaffe zu sehen. In grünen Regionen hat eine befreundete Partei die Luftüberlegenheit, in roten Regionen hat der Feind die Luftüberlegenheit. Flugfelder mit Ihren Flugzeugen darauf sind markiert.

Auch diese Kartenmodi sind nützlich, damit man immer genau weiß, wann man angreifen sollte oder sich lieber zurückzieht.

Zu guter Letzt gibt es noch den Knopf „Neue Armee„. Hat man bereits eine Division erschaffen, kann man diese als Armee kennzeichnen und einen Kommandanten auswählen, der diese verstärkt und selbstständig Anweisungen gibt. Beachtet aber dabei, dass dies auch Nachteile haben kann, wenn die Auswahl des Kommandanten keine gute war. Durch den Knopf „Befördern“ könnt ihr natürlich auch die Kommandaten befördern, dabei gehen aber alle Eigenschaften verloren und ebenso ein Fähigkeitspunkt.

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Der Kommandant kann Angriffspläne für folgende Befehle vornehmen:

  • Seeinvasionsbefehl
  • Fallschirmjäger
  • Frontlinie
  • Angriffslinie
  • Rückzugslinie
  • Gebiet garnisonisieren

Natürlich gibt es auch hier einen eigenen Bearbeitungsmodus, einen Divisionszuweisungsmodus und die Möglichkeit, gegebene Befehle zu löschen. Diese findet man unter den Menüpunkten:

  • Divisionszuweisungsmodus
  • Bearbeiten
  • Befehl löschen

Klickt man eine Infanterie an, sieht man im separaten Fenster, ob diese einer Armee zugehörig ist, welche Divisionen darin enthalten sind, die Ränge eben jener Divisionen und man kann die Zuweisung zu der Armee oder Einheit auheben. Auch ist es möglich, die Angriffspläne der Infanterie von Übung auf sorgfältig ausführen, ausgeglichen ausführen und aggressiv ausführen umstellen, je nachdem, wie es eine Situation erfordert. Eine Armee, Infanterie oder Division bewegt ihr dann wie bereits erklärt mit einem Rechtsklick dorthin, wo ihr sie gerne haben möchtet. Beachtet jedoch, dass das nicht von jetzt auf gleich funktioniert. Je nachdem, wie weit die Strecke entfernt ist, kann das einige Tage dauern. Ist dort ein Kampfgebiet, läuft der Kampf automatisch ab. Sichert also immer eure Grenzen mit Divisionen oder Infanterien.

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Zu guter Letzt haben wir noch einige Informationen bezüglich der anderen Länder für euch. Drückt ihr eines der anderen Länder an, öffnet sich ein separates Fenster, in welchem euch folgende Informationen angezeigt werden:

  • Eigentümer
  • Ansprüche
  • Rekrutierbare Bevölkerung
  • Widerstandsstärke
  • Infrastruktur
  • Luftstützpunkt
  • Flugabwehrgeschütze
  • Radarstation
  • Fabriken
  • Wetter
  • Atombombe abwerfen
  • Landbefestigung

Grundsätzliche Informationen wie die Landbefestigung, das Wetter, die Radarstation, die Flugabwehrgeschütze, die Luftstützpunkte, die Infrastruktur,
der Widerstand, die rekrutierbare Bevölkerung, die Ansprüche und die Eigentürmer sieht man jederzeit. Um aber die aktuell dort gebauten Fabriken zu sehen, muss man den Geheimdienst schon weit genug erforscht und ausgebaut haben. Eine Atombombe könnt ihr natürlich abschmeißen, wenn alle Voraussetzungen erfüllt wurden. Am wichtigsten ist bei diesem Fenster jedoch der Eigentümer. Dort ist eine Flagge dargestellt. Klickt man darauf, öffnet sich das gleiche Fenster wie bei dem eigenen Land mit dem Staatsoberhaupt. Jedoch gibt es darunter noch 2 weitere Kästchen. Hierbei handelt es sich um Diplomatie und Details!

Unter Diplomatie sind sowohl das zugehörige Bündnis, die Versorgungen, Inszenierte Staatsstreiche und andere wichtige Dinge aufgelistet, die Beziehungen zu Ländern verbessern oder verschlechtern können. Wichtiger ist jedoch das Kästchen Details!

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Hier gibt es wieder eine Menge Dinge, die man in Hearts of Iron IV tun kann, aber bei einigen auch nur dann, wenn man die Bedingungen dafür erfüllt. Es ist beispielsweise möglich,

  • ein Friedensangebot zu unterbreiten.
  • den Militärzugang zu erbitten.
  • den Militärzugang anzubieten.
  • ein Nichtangriffspakt zu unterzeichnen oder
  • ein Bündnis zu schließen (als Leiter der Bündnisses).

Dies funktioniert aber wie bereits erwähnt nur dann, wenn das Land dafür einen positiven Punkt mehr sieht, als es negative Punkte gibt. Die Bedingungen können in einem separaten Fenster nachgelesen werden. Weiterhin ist es in diesem Menü möglich, folgende Dinge zu tun:

  • Garantie aussprechen = Dem Land die Unabhängigkeit garantieren
  • Beziehungen verbessern = Verbessert die diplomatischen Beziehungen mit diesem Land
  • Leih-Pacht beginnen = Anderen Ländern, die sich im Krieg befinden, unterstützen. Dies geschieht mit Ausrüstungen.
  • Freiwillige entsenden = Um anderen Ländern bei den Kriegsanstrengungen unterstützen
  • Expeditionstruppen = Expeditionstruppen entsenden, um anderen Ländern bei den Kriegsanstrengungen zu helfen
  • Expedition zurückrufen = Kontrolle über die entsandten Expeditionsgruppen erlangen
  • Parteipopularität steigern = Versuchen, die Unterstützung für eine politische Partei zu steigern
  • Staatsstreich inszenieren = Versuch, im Namen einer politischen Partei einen Staatsstreich durchzuführen. Die Stärke wird durch die ideologische Unterstützung der Zielnation bestimmt.

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Man sieht also, mit anderen Ländern zu korrespondieren oder diese durch bestimmte Aktionen zu schwächen, kann bei den eigenen Kriegsvorbereitungen oder zum Selbstschutz ziemlich nützlich sein. Man sollte an den Grenzen der kontrollierten Gebiete immer eine Menge Divisionen zum Schutz stellen, genügend Truppen und Material nachproduzieren lassen, für eine gute Nachschubslinie sorgen, die Schiffe regelmäßig auf Missionen schicken und sich regelmäßig mit den Bündnispartnern oder interessanten Ländern „kurzschließen“, um den Gegnern keine Angriffsfläche zu bieten. Ein kleiner Fehler und es können je nach Spielmodus mehrere Stunden umsonst investiert worden sein. An manchen Tagen geschehen auch Großereignisse, die auf einer Tageszeitung abgebildet werden. Manche davon kann der Spieler lediglich bestätigen, bei anderen muss er aber zwischen verschiedenen Optionen wählen, die unterschiedliche Auswirkungen mit sich bringen. Diese sind manchmal offen dargelegt, bei anderen Entscheidungen ist dies nicht der Fall. Dlles in allem ist Hearts of Iron IV also ein Strategiespiel, welches es wortwörtlich in sich hat.

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Nun gibt es neben dem Einzelspieler-Modus noch einen Mehrspieler-Modus. Dort wählt man zunächst einen Spielernamen aus. Nun besteht die Möglichkeit, die Server filtern zu lassen. Hier stehen die Möglichkeit „Kein Passwort“, „Nicht voll“, „Hat Spieler“, „Mod“ und „Version“ zu Auswahl. Außerdem ist es möglich, Spiele nach dem Namen oder über TAGS zu suchen und filtern zu lassen. Am unteren Rand des Fensters gelangt man über Zurück zum Hauptmenü und über den zweiten Knopf ist es möglich, sich mit dem Server zu verbinden. Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit, die LAN Spiele und die Internet-Spiele zu aktualisieren, einem Spiel beizutreten oder eines zu hosten. Darüber wird die komplette Liste an möglichen Servern mit bereits genutzten Slots angezeigt, die Version des Spiels, den Spielregeln, den genutzten Mods und auch dem Status des Spiels bzw. ob dies mit einem Passwort geschützt ist. Spielen tut sich der Multiplayer grundsätzlich genauso wie der Einzelspielermodus. Der einzige Unterschied hier ist, dass die Rolle der KI-Gegner von richtigen Spielern übernommen werden.

Wie bereits versprochen kommen wir am Ende des Reviews zum dritten Menüpunkt, den Optionen. Das Hauptmenü öffnet man über die 3 Striche oder über den Knopf zu ESC. Dort habt ihr folgende Auswahlmöglichkeiten:

  • Spiel Laden
  • Spiel Speichern
  • Spieloptionen
  • Hearts of Iron-Wiki
  • Zurück zum Hauptmenü
  • Spiel beenden

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Spiel Laden, Spiel Speichern, die Hearts of Iron Wiki, Zurück zum Hauptmenü und Spiel beenden erklärt sich ja von selbst. Also springen wir zu den Optionen. Hier gibt es die Möglichkeit, Einstellungen unter „Spiel“, „Grafik“, „Sound“ und „Maus“ vorzunehmen. Unter Spiel kann man den Abstand der Automatischen Speicherung abändern, das Speichern in der Cloud erlauben, das Kooperative Spielen erlauben, NATO Symbole aktivieren oder deaktivieren, bei PopUps das Spiel pausieren lassen, einen externen Browser verwenden und die Offline-Wiki als Standard-Hilfe einsetzen. Unter Grafik und Sounds werden die üblichen Einstellungen wie die Auflösung, der Anzeigemodus, VSYNC, die Lautstärke und weitere Kleinigkeiten eingestellt. Unter „Maus“ ist es lediglich möglich, die Scroll- und Zoomgeschwindigkeit zu erhöhen oder zu verlangsamen.

Mehr gibt es zum Gameplay nicht zu sagen,machen wir nun also bei der Grafik weiter.


Grafik


Grafisch kann Hearts of Iron IV auf jeden Fall punkten. Es wurde schlicht gehalten, macht aber dennoch einen sehr guten Eindruck. Alles wurde detaillreich gestaltet. Wenn man weiter wegzoomt, wird die Karte farblich gut dargestellt und die Grenzen der Länder sind klar ersichtlich. Ist man in der Nahansicht, kann man die fließenden Flüsse, die kämpfenden Soldaten und die Flugzeuge und Schiffe beobachten. Aus den Städten bzw. den Fabriken steigt der Rauch auf und auch der Tag-und Nacht-Wechsel sieht grafisch sehr angenehm aus. Besonders schön fanden wir, dass es auch einen Wetterwechsel gibt, wenn es zwischen Frühling, Sommer, Herbst und Winter wechselt. Während im Sommer großteils die Sonne scheint, liegt im Winter bei einigen Gebieten Schnee und es schneit. Gelegentlich regnet es sogar. Auch die Kämpfe sind gut designt und die Schüsse klar und deutlich zu erkennen. Lediglich im schnellsten Geschwindigkeitsmodus kann es zu kleinen Rucklern kommen, aber das ist noch zu verkraften.

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Sound


Auch soundtechnisch gibt es in Hearts of Iron IV nichts zu meckern. Im Hintergrund läuft immer eine Melodie ab, die passend zu einem Strategiespiel ist. Außerdem sind immer Soundeffekte im Hintergrund zu hören. Entweder ist es der Wind oder es sind die Schüsse der Soldaten. Es kann auch sein, dass man genau hört, wenn ein Flugzeug vor vor dem Bildschirm langfliegt. Gelegentlich hängt sich der Sound kurzzeitig auf, aber das kommt relativ selten vor. Bei manchen Informationen, die im Hintergrund aufleuchten, gibt das Spiel ein kleinen Ton von sich, dass man diese auch ja nicht übersieht. Das kann häufig ziemlich nützlich sein.

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Extras


Als Extra bietet Hearts of Iron IV unter anderem die Möglichkeit, Mods zu entwickeln und diese auch zu benutzen. Das erlaubt nicht jeder Publisher und daher ist dies einmal eine positive Ausnahme. Das größte Extra stellen aber die aktuell freispielbaren 30 Erfolge dar. Einige davon sind schnell erspielt, bei anderen wird es länger dauern, da diese mehrere Anläufe benötigen werden.


Video


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Unsere Gesamtbewertung
Allgemein/Story
82 %
Gameplay
88 %
Grafik
87 %
Sound
82 %
Extras
83 %
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Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.