Kiyo: Bunny Tyranny – Test / Review (PC)

Willkommen in Rabbithole City – einer neon-beleuchteten Cyberpunk-Metropole, in der Hasen die Macht an sich
gerissen haben. Die langohrige Diktatur unterdrückt alle anderen Tierarten, allen voran Raubtiere. Die Prämisse
erinnert an eine düstere, satirische Variante von Zoomania.

In einem coolen Meta-Twist fordert eine mysteriöse Eule direkt dich als Spieler auf, die Kontrolle über den Körper
von Kiyo zu übernehmen – einem Tigerluchs und Ex-Raubfresser. Gemeinsam sollt ihr das Regime der Hasen
stoppen. Während deines Abenteuers kreuzen immer wieder eigenwillige und herrlich schräge Persönlichkeiten
deinen Weg, die mit meisterhafter Ausarbeitung zur bunten, leicht absurden Atmosphäre der Dystopie beitragen.
Durch Gespräche mit den NPCs in den Straßen erfährst du zudem viele spannende Hintergründe und Lore über
die Spielwelt an sich. Auch in Sachen Spieldynamik hält der Titel im späteren Verlauf noch eine Überraschung
bereit, die dem bekannten Ablauf eine neue Note verleiht.

Gameplay

Das Spiel setzt auf einen Mix aus 2D-Platforming und Stealth-Mechaniken. Kiyo nutzt einen Bogen, der sowohl als
Fernkampfwaffe als auch als vielseitiges Werkzeug dient. Um Wachen auszutricksen, greifst du auf Karotten zur
Ablenkung zurück, nutzt das Verstecken in dynamischen Schatten und machst dir die Umgebung zunutze. Über
eine eigene Controllertaste gibt dir Kiyo selbst nützliche Tipps als Orientierungshilfe.

Neben den Schleichpassagen fordern die Plattform-Abschnitte dein volles Können: Präzises Springen ist Pflicht, da
die Abstände oft sehr kurz bemessen sind. Zudem warten zahlreiche Fallen und Hindernisse darauf, in den
Plattform-Passagen gemeistert zu werden.

Steuerung

Die Steuerung erfordert eine spürbare Eingewöhnungszeit. Anfangs fühlen sich manche Bewegungen etwas hölzern an, doch mit der Zeit kommt man gut durch die Level. Gerade beim Schleichen ist das Timing wichtig: Wer eine Eingabe zu hastig macht, steht schnell an der falschen Stelle. Ärgerlich ist das vor allem dann, wenn man eigentlich schon weiß, wie man an einer Wache vorbeikommen möchte. Mit etwas Übung lassen sich die Wege genauer planen und Bewegungen besser einschätzen. Ganz verschwindet das etwas sperrige Gefühl dabei aber nicht.

Sound

Die Musik und die Soundeffekte fangen die düstere Cyberpunk-Atmosphäre sehr gut ein. Der Synthwave-Soundtrack unterstreicht das Schleichgeschehen, ohne sich ständig in den Vordergrund zu drängen. Gerade in den ruhigeren Passagen lässt er der Umgebung genug Raum; sobald es hektischer wird, zieht die Musik spürbar an. Auch kleine Geräusche helfen dabei, die Szenen lebendig wirken zu lassen. Nach einer Weile merkt man, wie sehr der Sound zur Anspannung beim Schleichen beiträgt. Besonders schön ist, dass die Musik die Bilder ergänzt, statt deren Wirkung bloß zu wiederholen. So bleibt der Klang auch abseits der auffälligen Optik im Gedächtnis.

Technik

Kiyo hat einen Look, der sofort auffällt. Die Pixelgrafik bekommt durch die Beleuchtung und die Schatten eine räumliche Wirkung, ohne ihren kantigen Charme zu verlieren. Besonders in den Straßen und Innenräumen lohnt es sich, einen Moment stehen zu bleiben und die Lichtstimmung auf sich wirken zu lassen. Schon der Übergang direkt nach dem Spielstart zeigt, wie viel Arbeit in der Darstellung steckt.

Auf unserem PC lief Kiyo insgesamt stabil. Mit aktiviertem Vsync bemerkten wir allerdings leichte Schlieren bei Bewegungen. Eine Option für KI-Upscaling wie DLSS gibt es nicht; während unseres Tests haben wir sie angesichts der guten Performance auch nicht vermisst.

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Mehr Informationen

Unsere Meinung

Kiyo: Bunny Tyranny ist ein sympathisches Indie-Projekt, bei dem man merkt, dass zwei passionierte Entwickler ihren Traum vom eigenen Spiel verwirklicht haben. Vor allem die Stealth-Mechaniken funktionieren gut und werden durch kleine Physikspielereien wie zerstörbare Lampen sinnvoll ergänzt. Dazu kommen der eigenständige Pixel-Art-Stil, die eigene Engine samt Raytracing-Support und einige charmante Details und Easter Eggs. Für ein kleines Spiel funktioniert das Gesamtpaket erstaunlich ordentlich.
Ganz ohne harte Kanten kommt Kiyos Abenteuer aber nicht aus. Die Steuerung braucht etwas Eingewöhnung, das Balancing der Schwierigkeitsgrade schwankt teilweise deutlich und auf normaler Stufe kann man ziemlich schnell entdeckt werden. Dazu kommen VSync-Probleme mit leichten Schlieren und fehlender DLSS-Support. Wer ein ungewöhnliches Stealth-Spiel für zwischendurch sucht und kleineren Indie-Projekten gerne eine Chance gibt, bekommt trotzdem ein charmantes Abenteuer mit einer Menge eigener Ideen.
Unsere Gesamtbewertung
70%

„Charmantes Indie-Stealth mit eigenen Ideen, aber noch einigen ziemlich rauen Kanten.” – game7days

Pro Contra
  • Sehr coole Start-Transition beim ersten Spielstart
  • Gut funktionierende Stealth-Mechaniken
  • Gelungene Physikspielereien wie zerstörbare Lampen
  • Eigenständiger Pixel-Art-Stil
  • Eigene Engine mit Raytracing-Support
  • Solide Grundperformance auf dem PC
  • Stimmiger Soundtrack und passende Soundeffekte
  • Gut verteilte Checkpoints
  • Charmante Easter Eggs
  • Praktische Orientierungshilfe durch Tipps von Kiyo
  • Voller Controller-Support
  • Hohes Entdeckungsrisiko auf normalem Schwierigkeitsgrad
  • Teilweise große Unterschiede zwischen den Schwierigkeitsgraden
  • Steuerung anfangs etwas hakelig und gewöhnungsbedürftig
  • VSync-Probleme mit leichten Schlieren
  • Kein DLSS-Support
Name: Kiyo: Bunny Tyranny
Genre: Stealth, Indie
USK/PEGI: – / –
Entwickler: Pixel Rats
Publisher: CobraTekku Games
Plattform: PC
Veröffentlichung: 25. Juni 2026
Webseite: –
Shop: Steam
Anmerkung: Die PC-Version von Kiyo: Bunny Tyranny wurde game7days für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Entwicklers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.
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