CryoFall – Test / Review (PC)

Am 09.04.2019 hat das Entwicklerstudio Atomic Torch Studio ein 2D Survival-Game im Early-Access herausgebracht. Nach knapp 2 Jahren wurde nun also der Early Access zur offiziellen Releas-Version gewechselt. Wir haben das als Anlass gesehen und das Spiel mal genauer angesehen, um es euch zu präsentieren.

Was haben wir hier eigentlich?

Wir finden uns nach der Charaktererstellung auf dem fernen Planeten CryoFall wieder, auf dem nichts mehr so ist wie es war. Nach einer Katastrophe ist nichts mehr übrig geblieben bis auf Wildnis und ein paar zerstörte Militärbasen, die radioaktiv verstrahlt sind und dadurch einige mutierte Tiere/Monster zur hervorbrachte. Unsere Aufgabe ist es erstmal, wie für Survivalgames typisch, uns erstmal zurechtzufinden, mit einfachsten Mitteln in der Wildnis ums Überleben zu kämpfen und eine kleine Basis/Unterschlupf zu errichten. Dabei gilt es, die Welt zu erkunden und Erfahrung (Lernpunkte) zu sammeln, womit wir neue Fertigkeiten erlernen können. Es ist alles dabei, von anfänglichen Steinäxten bis hin zu Energiewaffen und Generatoren, die mit seltenen und uns bis dato unbekannten Material betrieben werden. Auch von Aliens wurde der Planet heimgesucht, aber man findet nur noch paar Hinweise darauf, wie Teleporter die auf der ganzen Map verteilt zurückgelassen wurden und wir zur schnelleren Fortbewegung nutzen können.

Forschen, Craften und Fortschritt

Egal ob wir uns ein schönes Haus bauen wollen, einrichten und dekorieren, Landwirtschaft betreiben oder uns als Jäger und Sammler versuchen wollen. Es ist für jeden etwas dabei.
Wir müssen aber nicht auf Steinzeitniveau bleiben und können uns Stück für Stück durch das Erlernen fortschrittlicher Technologie weiterentwickeln. Beispielsweise in den Bereichen Industrie, Chemie, Elektrizität, Medizin, „Fahrzeuge“ und sogar Kybernetik. Da wir uns auf großen Servern mit bis zu 200 Leuten befinden, kann man auch Handel betreiben wie in jedem klassischen MMO. Materialien farmen, Gegenstände herstellen und verkaufen, um sich ein Vermögen anzuhäufen oder sich dafür von anderen Mitspielern die Sachen zu kaufen, die man benötigt und nicht selbst herstellen will oder kann.

Ohne Rüstung und Medikamente geht nix

Unser Charakter hat natürlich auch Hunger und Durst, worauf wir achten müssen, damit wir nicht sterben. Je nachdem, was wir zu uns nehmen, gewährt es auch verschiedene zusätzliche Statuseffekte, die uns helfen können wie weniger Ausdauerverlust oder mehr Lernpunkte. Allerdings gibt es auch Nahrung, die sich negativ auswirken kann, wie Übelkeit oder Vergiftung. Auch in der Außenwelt sind wir vor solchen Effekten nicht geschützt. Ob von Tieren, die uns vergiften, an Orten die radioaktiv verstrahlt sind oder auch unseren Kopf beeinflussen können, da ist alles dabei. Um uns davor zu schützen, können wir uns Medikamente herstellen und schützende Rüstungen craften.

PVE, PVP oder mit Mods? Was darf es sein?

Ihr könnt euch entscheiden auf welchem Server ihr spielen wollt (Aber Vorsicht!!!…eure Charakter werden immer auf dem jeweiligen Server gespeichert und kann nicht gewechselt werden. Ein neuer Server bedeutet: Ihr fangt auf dem neuen wieder von 0 an). Es werden aktuell (20.05.2021) insgesamt 33 Offizielle Server auf der ganzen Welt verteilt zur Verfügung gestellt für PVE oder auch mit PVP. Man kann auch auf einen der fast 500 von der Community gehosteten Server beitreten, von denen auch ein paar mit Mods (gekennzeichnet) zu finden sind. Wer doch lieber für sich oder nur mit seinen Freunden spielen will, kann sich selbst einen Server hosten. Seit der letzten Version sind die Serverdateien sogar direkt beim Installer integriert und für Einzelspieler optimiert von der Schwierigkeit optimiert, damit der Spielspaß nicht verloren geht. An die versierten Spieler wurde natürlich auch gedacht und jeder kann sich auf eigenen Servern komplett frei in den Konfigurations-Dateien austoben oder auch durch Open Source seine eigenen Mods erstellen und implementieren. Ein zusätzlicher Editor um sich seine Spielwelt selbst zu kreieren, kann sich ebenfalls über Steam runtergeladen werden.

Nur farmen sonst nichts?

Was auch für Abwechslung sorgt sind Events und 2 „Weltbosse“ die immer wieder auf der Map erscheinen und besonderen Loot droppen. Da hätten wir Sammelevents, wo auf der ganzen Map verteilt Meteoriten einschlagen, die man abbauen kann oder spezielle Monster, die spawnen und besondere Materialien droppen. Auch nicht zu verachten ist das Event, bei dem Weltraumschrott zu finden, der wirklich sämtliche (bis auf paar wenige Ausnahmen) Technik, Waffen, Rüstungen usw. enthalten kann, die es zu erhalten gibt und zum Teil viele Materialien benötigen, um diese herstellen zu können. Auch schon bei frühem Fortschritt kann sich das lohnen, da man vieles davon nutzen kann und Vorteile bietet, da man es selbst noch gar nicht herstellen kann.

Nur 2D-Grafik?

Die Entwickler hatten sich dazu entschieden, sich mehr auf das Gameplay zu fixieren und die Grafik so einfach wie möglich zu halten. Dies ist aber unserer Meinung nach nicht schlecht. Es stellt eine schöne Abwechslung dar zu den mittlerweile zum Teil sehr aufwendigen Produktionen und deren realistischen Grafiken. Da ist sicherlich auch etwas Nostalgie mit vorhanden und lässt dadurch ein Retrofeeling aufkommen. Für Leute, denen das gefällt, ist das Spiel auf jeden Fall einen Blick wert.

Die verfügbaren Inhalte werden stetig erweitert, womit es sich lohnt immer wieder mal wieder reinzuschauen. Wer allerdings rein PVE spielt, hat nach einer Weile nicht mehr viel zu tun, da es neben dem Map erkunden, Lernpunkte und Materialien sammeln nicht viel gibt. Man kann weiter seine Basis ausbauen und immer wieder die Events mitnehmen für besonderen Loot, mehr allerdings nicht. Bei PVP geht es zusätzlich drum, stetig seine eigene Basis zu verteidigen, die jederzeit von anderen Spielern angegriffen werden kann, auch wenn ihr offline seid. Es ist also sehr wichtig, dass ihr eure Schutzmauern so stabil wie möglich baut und nicht bei simplen Holzwänden bleibt. Auch davon abzuraten ist, Dinge außerhalb abzustellen oder zu lagern, damit nichts zerstört bzw. geklaut werden kann.

Anzumerken ist, dass alles was außerhalb der Claims steht, sehr schnell despawned. Damit wird die recht kleine Welt nicht zugemüllt, auf die normalerweise immerhin 200 Spieler passen. Ebenso muss die eigene Base inkl. aller Claims, die man auf der ganzen Map verteilt besitzt, regelmäßig besucht werden, da die ebenfalls nach einer gewissen Zeit verschwinden. So wird gewährleistet, dass Bauten von Spielern, die nicht mehr aktiv sind, den Platz für evtl. neue Spieler verfügbar ist. Keiner will auf einem Server spielen auf dem nur verlassene Gebäude von alten Spielern rumstehen und die Map zumüllen.

Das ist seit dem 29.04.2021 von Early Access zum regulären Release gewechselt und für 19,99€ auf Steam erhältlich.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
80 %
QuelleCryofall
Vorheriger ArtikelStellaris: Console Edition – Der vierte Erweiterungspass startet am 17. Juni mit dem Federations-DLC
Nächster ArtikelDestiny 2: Raid-Klassiker Gläserne Kammer ist ab sofort live