DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER gewinnt Publikumspreis in Locarno

Lars Kraumes intensives Panorama der deutschen Nachkriegszeit begeisterte das Publikum auf dem 68. Festival del film Locarno nachhaltig. Dank der brillanten Darstellerleistung von Burghart Klaußner als resoluter Staatsanwalt, einem einzigartigen Ensemble rund um Ronald Zehrfeld, Sebastian Blomberg und Jörg Schüttauf sowie einer packenden, dichten Inszenierung, sorgte DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER für einen Höhepunkt auf einem der wichtigsten Publikumsfestivals weltweit.

Der Verleih Alamode Film und Geschäftsführer Fabien Arséguel teilen die einhellige Begeisterung: „Wir gratulieren Lars Kraume und seinem Team ganz herzlich zu diesem großartigen Erfolg! Diese starke Publikumsreaktion freut uns besonders hinsichtlich des deutschen Kinostarts. Das gibt uns allen Grund zur Hoffnung, dass die deutschen Kinogänger den Film genauso begeistert aufnehmen werden, wenn der Film am 1. Oktober in die Kinos kommt.“

Inhalt:

Deutschland 1957. Während die junge Bundesrepublik die NS-Zeit hinter sich lassen will, kämpft ein Mann unermüdlich dafür, die Täter im eigenen Land vor Gericht zu stellen: Zwölf Jahre nach Kriegsende erhält der kompromisslose Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Burghart Klaußner) den entscheidenden Hinweis darauf, wo sich der frühere SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann versteckt halten soll. Gemeinsam mit dem jungen Staatsanwalt Karl Angermann (Ronald Zehrfeld) beginnt Bauer die Hintergründe zu recherchieren. Doch es formiert sich Widerstand bis in die höchsten Kreise: In seiner eigenen Behörde verschwinden immer wieder Akten und auch Oberstaatsanwalt Ulrich Kreidler (Sebastian Blomberg) und BKA-Mitarbeiter Paul Gebhardt (Jörg Schüttauf) behindern den unliebsamen Bauer in seinen Ermittlungen. Ein scheinbar aussichtsloser Kampf gegen unsichtbare Gegner beginnt, doch Bauer und Angermann geben nicht auf, wohlwissend, dass ihnen die Jagd auf Eichmann sowohl beruflich als auch privat alles abverlangen wird.

Über den Film:

Die Bedeutung des hessischen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer für das Zustandekommen der Auschwitzprozesse der 1960er Jahre ist unumstritten. Doch erst nach seinem Tod wurde sein entscheidendes Verdienst um die Ergreifung Eichmanns bekannt. Grimme-Preisträger Lars Kraume (DIE KOMMENDEN TAGE) zeichnet mit DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER nun das kraftvolle und fesselnde Porträt eines mutigen Mannes und dessen Kampf um Wahrheit und Gerechtigkeit. Unbeirrbar legte Bauer den Finger in die Wunde und schreckte dabei auch nicht vor unbequemen Fragen der Regierung Adenauer gegenüber zurück. Burghart Klaußner (ELSER, DAS WEISSE BAND) verkörpert den Titelcharakter kongenial bis in die feinsten Details von Mimik und Gestik. Für die weiteren Rollen in seinem eindringlichen Zeitporträt der späten 1950er Jahre versammelte Lars Kraume mit Ronald Zehrfeld (BARBARA), Sebastian Blomberg (ZEIT DER KANNIBALEN), Lilith Stangenberg (DIE LÜGEN DER SIEGER) und Jörg Schüttauf (SO GLÜCKLICH WAR ICH NOCH NIE) ein hochkarätiges deutsches Schauspieler-Ensemble.

zero one film produzierte den Film gemeinsam mit der Kölner Terz Film unter Senderbeteiligung von WDR, HR und ARTE. Gefördert wurde DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER von der Film- und Medienstiftung NRW, der Hessischen Filmförderung, der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, von FFA und der DFFF.

Quelle: Alamode Film