Onimusha: Way of the Sword – Test / Review (PC)

Auf einen wirklich neuen Teil der Onimusha-Reihe mussten Fans lange warten. Sehr lange sogar. Zwar hat Capcom die Serie in den vergangenen Jahren nicht komplett vergessen, doch ein neues Abenteuer war etwas anderes. Mit Onimusha: Way of the Sword geht es nun endlich weiter und dafür wird nicht einfach eine alte Geschichte wieder aufgewärmt. Diesmal steht Miyamoto Musashi im Mittelpunkt, der in Kyoto ziemlich schnell mit den Genma und dem Oni-Handschuh Bekanntschaft macht. Historisch sollte man das Ganze natürlich nicht besonders ernst nehmen. Onimusha hat reale Personen und japanische Geschichte schon früher gerne genommen und daraus seine eigene ziemlich wilde Version gebaut.

Interessant war für uns vor allem, ob dieses Konzept heute überhaupt noch funktioniert. Seit dem letzten großen Onimusha sind viele Jahre vergangen und Actionspiele haben sich in dieser Zeit stark verändert. Gerade Spiele mit Samurai und anspruchsvollen Schwertkämpfen gibt es inzwischen genug. Way of the Sword versucht trotzdem nicht einfach, Sekiro oder Nioh nachzubauen. Das merkt man nach ein paar Stunden immer deutlicher. Das Spiel ist direkter und bleibt stärker bei dem, was Onimusha früher ausgemacht hat. Dazu gehören Kämpfe und Dämonen genauso wie kleinere Rätsel und ruhigere Passagen. Ganz rund läuft diese Rückkehr nicht ab und besonders am Anfang lässt sich Capcom etwas zu viel Zeit. Später sieht das allerdings ganz anders aus.

Kyoto gehört den Genma

Besonders gemütlich beginnt Musashis Reise nicht. Kyoto wird von den Genma heimgesucht und entsprechend sieht die Stadt an vielen Stellen auch aus. Menschen verschwinden und ganze Bereiche haben mit einer normalen Stadt irgendwann nicht mehr besonders viel gemeinsam. Mittendrin landet Musashi, der eigentlich überhaupt keine große Lust darauf hat, plötzlich den Helden zu spielen. Genau das gefällt uns an der Figur. Er bekommt den Oni-Handschuh und akzeptiert nicht sofort begeistert irgendein großes Schicksal. Stattdessen wirkt er teilweise genervt von der ganzen Situation und würde einige Probleme wahrscheinlich lieber auf seine eigene Weise lösen. Das macht ihn deutlich interessanter als einen Helden, der von der ersten Minute an genau weiß, warum er hier ist und was er zu tun hat.

Mit der Zeit kommen weitere Figuren dazu und besonders Sasaki Ganryu bekommt eine wichtige Rolle. Die Geschichte bleibt dabei lange relativ einfach zu verfolgen. Man muss keine zwanzig Namen auswendig lernen und bekommt auch nicht ständig minutenlange Erklärungen vor die Nase gesetzt. Das heißt allerdings nicht, dass nichts passiert. Gerade später wird die Handlung deutlich ernster und Musashi bekommt mehr Tiefe. Dazwischen erlaubt sich das Spiel aber immer wieder ziemlich schräge Momente. Das passt nicht immer perfekt zusammen, gehört für uns aber irgendwie zu Onimusha. Schon die älteren Spiele konnten düster sein und kurz darauf völlig überdrehten Unsinn zeigen. Way of the Sword behält sich genau diese Eigenart bei.

Die ersten Stunden täuschen

Beim Kampfsystem waren wir anfangs tatsächlich etwas skeptisch. Die ersten Genma stellen keine große Gefahr dar und vieles läuft darauf hinaus, ein paar Angriffe zu setzen und im richtigen Moment zu blocken. Das funktioniert ordentlich, fühlt sich aber noch nicht nach etwas an, das einen über das komplette Spiel tragen könnte. Dazu kommt, dass neue Möglichkeiten nur langsam eingeführt werden. Gerade wer regelmäßig Actionspiele spielt, wird die ersten Stunden deshalb wahrscheinlich relativ problemlos überstehen. Man kann Gegner teilweise recht aggressiv angehen und kommt damit erstaunlich weit. Das hinterlässt zunächst einen etwas falschen Eindruck davon, wie die Kämpfe später funktionieren.

Irgendwann zieht Way of the Sword allerdings deutlich an. Gegner halten mehr aus und lassen Musashi nicht mehr einfach machen. Plötzlich muss man genauer hinschauen und erkennt, dass Blocken alleine längst nicht reicht. Angriffe müssen gelesen werden und eine gut gesetzte Parade kann einen Kampf komplett drehen. Gleichzeitig darf man selbst nicht einfach wild zuschlagen. Wer seine Ausdauer verbraucht oder im falschen Moment angreift, bekommt ziemlich schnell Probleme. Ab diesem Punkt hat uns das Kampfsystem deutlich besser gefallen. Man beginnt Gegner anders wahrzunehmen und achtet stärker auf ihre Bewegungen. Nach einiger Zeit reagiert man auf bestimmte Angriffe fast automatisch. Genau dann zeigt das Spiel, was eigentlich darin steckt.

Jetzt wird richtig gekämpft

Besonders gut funktioniert das Zusammenspiel aus Angriff und Verteidigung. Man steht nicht minutenlang vor einem Gegner und wartet darauf, dass endlich eine Parade möglich wird. Musashi kann durchaus offensiv spielen und gerade schwächere Genma lassen sich schnell unter Druck setzen. Bei stärkeren Gegnern muss man allerdings aufpassen. Ein Angriff zu viel reicht manchmal schon und plötzlich steckt man selbst in einer Kombination. Das passiert gerade am Anfang häufiger, weil man noch versucht, jeden freien Moment für einen Treffer zu nutzen. Später wird man automatisch etwas geduldiger. Nicht langsam, sondern einfach vorsichtiger. Man schlägt zu und wartet kurz. Dann kommt der Gegner und man reagiert darauf.

Richtig chaotisch wird es, wenn mehrere Genma gleichzeitig auftauchen. Ein sauberes Duell ist eine Sache. Drei Gegner aus unterschiedlichen Richtungen sind etwas völlig anderes. Hier muss man ständig die Position wechseln und darf sich nicht zu lange auf einen einzelnen Gegner konzentrieren. Gerade solche Situationen haben uns gefallen, weil das Kampfsystem dadurch nicht nur aus perfekten Paraden besteht. Manchmal muss man eben weg und sich erst einmal wieder Platz verschaffen. Andere Male lohnt es sich, einen schwächeren Gegner schnell auszuschalten, bevor man sich um den größeren kümmert. Das wirkt nicht übermäßig kompliziert, sorgt aber dafür, dass sich Kämpfe nicht ständig gleich anfühlen.

Der Oni-Handschuh ist wieder da

Ohne den Oni-Handschuh wäre es natürlich nur halb so viel Onimusha. Besiegte Genma hinterlassen wieder Seelen und die werden für verschiedene Verbesserungen benötigt. Das System ist schnell verstanden und glücklicherweise wird daraus keine unnötig komplizierte Wissenschaft. Nach einem Kampf sammelt man ein und irgendwann reicht es für die nächste Verbesserung. Gerade weil man die Seelen direkt nach den Kämpfen bekommt, entsteht dieser kleine Drang, doch noch die nächste Gegnergruppe mitzunehmen. Eigentlich könnte man weitergehen. Andererseits fehlt gar nicht mehr so viel für das nächste Upgrade. Also dreht man eben doch noch einmal um.

Zusätzlich bekommt Musashi weitere Möglichkeiten und spezielle Oni-Waffen. Dadurch wächst das Arsenal im Verlauf ordentlich an, ohne dass man ständig in irgendwelchen Menüs hängen muss. Einige Fähigkeiten funktionieren besonders gut gegen stärkere Gegner und andere helfen, wenn mehrere Genma gleichzeitig angreifen. Wir haben trotzdem meistens das Schwert als eigentlichen Mittelpunkt wahrgenommen und das ist auch gut so. Die zusätzlichen Fähigkeiten machen die Kämpfe abwechslungsreicher, übernehmen sie aber nicht komplett. Wer das Timing beim Schwertkampf nicht beherrscht, wird später trotzdem Schwierigkeiten bekommen.

Wenn ein Gegner plötzlich keine Chance mehr hat

Einer der besten Momente entsteht, wenn man denselben Gegner mehrmals bekämpft. Beim ersten Versuch geht vielleicht alles schief. Man blockt zu spät und greift an den falschen Stellen an. Dann ist die Ausdauer weg und wenige Sekunden später liegt Musashi am Boden. Beim nächsten Versuch erkennt man bereits ein paar Bewegungen und kommt deutlich weiter. Irgendwann steht man demselben Gegner wieder gegenüber und plötzlich wirkt der Kampf überhaupt nicht mehr so schwierig. Nicht weil Musashi inzwischen doppelt so stark geworden ist, sondern weil man selbst verstanden hat, was da passiert.

Gerade das hat uns bei Way of the Sword immer wieder motiviert. Niederlagen fühlen sich meistens nicht danach an, als hätte das Spiel gerade einfach beschlossen, dass man verlieren soll. Man erkennt den eigenen Fehler ziemlich schnell. Vielleicht hätte man einen Angriff nicht parieren sollen oder war einfach zu gierig und wollte unbedingt noch einen Treffer unterbringen. Das klingt nach Kleinigkeiten, macht aber viel aus. Statt nach einer Niederlage genervt den Controller wegzulegen, startet man den Kampf meistens direkt noch einmal. Schließlich weiß man diesmal, was man anders machen möchte.

Bei den Bossen kann das Kampfsystem dann richtig zeigen, was es kann. Einige dieser Begegnungen haben uns deutlich länger beschäftigt als normale Gegner und genau das war auch gut so. Neue Angriffe müssen erst einmal verstanden werden und manche Bosse ändern während des Kampfes ihr Verhalten. Dann funktioniert plötzlich etwas nicht mehr, das wenige Minuten zuvor noch problemlos geklappt hat. Gerade die ersten Versuche können deshalb ziemlich wild aussehen. Man blockt irgendwie und versucht nur, lange genug am Leben zu bleiben, um überhaupt zu sehen, was der Gegner noch alles kann.

Später werden diese Kämpfe deutlich kontrollierter. Man kennt die gefährlichen Angriffe und weiß, wo sich eine Gelegenheit für eigene Treffer ergibt. Gerade hier fühlt sich eine gute Parade richtig stark an. Leider wiederholt das Spiel einige stärkere Gegner später und damit geht ein Teil dieses Effekts verloren. Ein Kampf, den man bereits kennt, hat natürlich nicht mehr denselben Überraschungsmoment. Das ist etwas schade, weil die wirklich eigenständigen Bosse zu den besten Teilen des Spiels gehören. Davon hätten wir gerne noch ein paar mehr gesehen.

Bei den Genma wird es voller

Auch abseits der Bosse wird die Gegnerschaft im Verlauf interessanter. Am Anfang hat man relativ schnell verstanden, was die einzelnen Genma machen. Später tauchen Varianten auf, bei denen man deutlich vorsichtiger sein muss. Besonders unangenehm wird es, wenn verschiedene Gegner gleichzeitig auf Musashi losgehen. Ein langsamer Genma ist alleine vielleicht kein Problem. Wenn daneben noch etwas steht, das ständig aus einer anderen Richtung angreift, sieht das plötzlich ganz anders aus. Dann entstehen Kämpfe, die deutlich hektischer werden und bei denen man eben nicht jeden Angriff perfekt abfangen kann.

Ganz zufrieden waren wir mit der Auswahl trotzdem nicht. Einige Gegnertypen sieht man ziemlich häufig und gerade später hätten wir uns noch ein paar Überraschungen gewünscht. Das fällt vor allem deshalb auf, weil das Kämpfen selbst so gut funktioniert. Man möchte ständig sehen, was Capcom noch damit anstellt. Wenn dann wieder eine bekannte Kombination auftaucht, ist das etwas schade. Zum Glück macht es trotzdem Spaß, die Gegner auseinanderzunehmen. Gerade wenn man später deutlich sicherer mit Musashi unterwegs ist, merkt man erst, wie unbeholfen man sich am Anfang teilweise angestellt hat.

Was uns ebenfalls gefallen hat, ist der Aufbau der Spielwelt. Way of the Sword wird nicht plötzlich zu einer riesigen Open World. Kyoto besteht aus verschiedenen Bereichen und man folgt grundsätzlich einem klaren Weg. Trotzdem gibt es genug Möglichkeiten, sich umzuschauen und auch einmal in eine andere Ecke zu laufen. Dort warten Materialien und kleinere Geheimnisse oder einfach ein Bereich, den man beim schnellen Durchlaufen übersehen hätte. Das reicht für uns vollkommen aus. Nicht jedes Actionspiel braucht eine Karte, auf der fünfzig Fragezeichen darauf warten, abgearbeitet zu werden.

Dadurch bleibt das Abenteuer auch wesentlich konzentrierter. Man verbringt nicht ewig damit, von einem Ende der Welt zum anderen zu reiten oder irgendwelche Türme freizuschalten. Meistens passiert nach wenigen Minuten wieder etwas. Gleichzeitig unterscheiden sich die Bereiche optisch genug voneinander und gerade die zunehmende Veränderung durch die Genma sorgt für einige ziemlich starke Orte. Manchmal hätten wir uns etwas mehr Freiheit gewünscht. Insgesamt passt diese kompaktere Struktur aber sehr gut zu Onimusha und sorgt dafür, dass die Geschichte nicht komplett zwischen Nebenbeschäftigungen verschwindet.

Die Suche nach Material nervt manchmal

Ganz ohne Sammeln kommt das Spiel trotzdem nicht aus. Für Verbesserungen braucht Musashi verschiedene Materialien und die liegen teilweise in der Umgebung herum. Solange man sie nebenbei findet, ist das überhaupt kein Problem. Man schaut sich ohnehin um und nimmt einfach mit, was herumliegt. Nerviger wird es, wenn für eine gewünschte Verbesserung genau das fehlt, was man gerade nicht besitzt. Dann beginnt man Bereiche genauer abzusuchen oder fragt sich, ob man irgendwo etwas übersehen hat.

Das ist kein riesiger Kritikpunkt, passt aber nicht so richtig zum ansonsten ziemlich direkten Spiel. Wenn wir gerade mehrere gute Kämpfe hinter uns haben, möchten wir eigentlich weitermachen und nicht nach irgendwelchen Materialien suchen. Etwas weniger davon hätte deshalb gereicht. Zum Glück artet die Sache nicht in stundenlanges Farmen aus und vieles bekommt man ohnehin während des normalen Spielens. Trotzdem gibt es diese Momente, in denen man sich wünscht, Capcom hätte den ganzen Bereich etwas einfacher gehalten.

Die Entwicklung von Musashi bleibt ansonsten angenehm übersichtlich. Verbesserungen sind vorhanden und machen sich auch bemerkbar. Gleichzeitig wird man nicht alle fünf Minuten mit neuer Ausrüstung zugeschüttet. Das hat uns ziemlich gut gefallen. Es gibt inzwischen genug Actionspiele, bei denen nach jedem zweiten Gegner irgendein neues Schwert mit minimal besseren Werten auf dem Boden liegt. Danach verbringt man wieder Zeit im Menü und überlegt, ob zwei Prozent mehr Schaden jetzt wirklich wichtig sind. Way of the Sword hält sich mit solchen Dingen zurück.

Dadurch bleibt der Fokus stärker auf dem eigentlichen Spielen. Natürlich sollte man Musashi verbessern und die vorhandenen Möglichkeiten nutzen. Trotzdem kann ein guter Spieler auch mit weniger Upgrades einiges ausrichten. Das eigene Timing bleibt wichtiger als irgendein Wert im Menü. Gerade bei Bossen merkt man das ziemlich schnell. Mehr Lebensenergie kann einen Fehler verzeihen. Wenn man allerdings ständig dieselben Angriffe falsch einschätzt, hilft auch das beste Upgrade nicht besonders lange.

Ein bisschen rätseln gehört dazu

Zwischen den Kämpfen gibt es immer wieder kleinere Rätsel. Das erinnert an die älteren Teile und sorgt dafür, dass Musashi nicht wirklich jede Minute sein Schwert schwingen muss. Man untersucht Räume und sucht nach Lösungen oder schaut sich die Umgebung etwas genauer an. Gerade nach längeren Kampfpassagen funktioniert das als kleine Pause ziemlich gut. Das Tempo wird kurz ruhiger und danach geht es wieder weiter.

Allerdings sind die meisten Aufgaben nicht besonders schwierig. Häufig versteht man relativ schnell, was gemacht werden muss und setzt die Lösung dann nur noch um. Das ist etwas schade. Gerade hier hätte Capcom ruhig ein paar umfangreichere Rätsel einbauen können. Die Mischung aus Action und Adventure hat schließlich schon früher zu Onimusha gehört. So funktionieren die vorhandenen Rätsel zwar als Abwechslung, bleiben aber selten lange im Gedächtnis.

Beim Tempo leistet sich Way of the Sword immer wieder kleinere Aussetzer. Gerade der Anfang ist uns etwas zu langsam. Das Kampfsystem besitzt später deutlich mehr Möglichkeiten und eigentlich wäre es schön gewesen, wenn man früher damit herumspielen dürfte. Stattdessen hält das Spiel einige Dinge ziemlich lange zurück. Dadurch wirken die ersten Stunden einfacher und auch etwas gewöhnlicher, als sie eigentlich sein müssten.

Später passiert fast das Gegenteil. Es gibt Abschnitte, in denen mehrere gute Kämpfe dicht hintereinander kommen und man komplett drin ist. Danach wird das Tempo plötzlich wieder herausgenommen. Grundsätzlich ist das natürlich sinnvoll. Niemand braucht zehn Bosskämpfe direkt hintereinander. Manche dieser ruhigeren Phasen dauern für unseren Geschmack aber etwas zu lange. Gerade Materialsuche und einige Laufwege hätten kürzer sein können. Das ist besonders ärgerlich, weil man während der starken Passagen eigentlich überhaupt nicht aufhören möchte.

Kyoto kann richtig düster aussehen und der Sound kracht ordentlich

Optisch macht Onimusha: Way of the Sword einen richtig guten Eindruck. Kyoto beginnt teilweise noch vergleichsweise normal und verändert sich immer stärker, je mehr Einfluss die Genma bekommen. Gerade dieser Gegensatz funktioniert. Auf der einen Seite stehen Gebäude und Straßen, die noch halbwegs vertraut wirken. Wenige Meter weiter sieht alles plötzlich so aus, als hätte dort seit Jahren nichts Menschliches mehr etwas verloren. Manche Bereiche sind unangenehm und genau das sollen sie auch sein.

Auch Musashi selbst sieht stark aus. Gerade in Zwischensequenzen funktionieren Gesicht und Animationen sehr gut. Bei den Genma darf es dann deutlich wilder werden. Einige Kreaturen sehen herrlich kaputt aus und passen perfekt in diese Welt. Besonders wichtig sind aber die Kampfanimationen. Schwerter haben Gewicht und ein Treffer wirkt nicht so, als hätte man gerade mit einem Plastikstab zugeschlagen. Bei einer gelungenen Parade kracht es ordentlich und genau das trägt viel dazu bei, dass die Kämpfe so befriedigend wirken.

Ähnlich sieht es beim Sound aus. Wenn zwei Schwerter aufeinandertreffen, hört man das auch. Eine Parade besitzt einen anderen Klang als ein normaler Block und nach einiger Zeit nimmt man diese Unterschiede automatisch wahr. Gerade in hektischen Situationen hilft das mehr, als man zunächst denkt. Man bekommt dadurch direkt eine Rückmeldung und muss nicht jedes Mal auf irgendeine Anzeige schauen.

Die Musik hält sich in ruhigeren Bereichen etwas zurück und wird bei größeren Kämpfen deutlich präsenter. Besonders bei Bossen funktioniert das gut. Musashi selbst trägt ebenfalls einiges zur Atmosphäre bei. Er kommentiert Situationen und wirkt dadurch nicht wie irgendein stummer Charakter, der nur von einer Zwischensequenz zur nächsten läuft. Insgesamt passt die Präsentation ziemlich gut zusammen. Modern genug, um 2026 nicht alt zu wirken und trotzdem noch schräg genug, dass man Onimusha darin wiedererkennt.

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Unsere Meinung

Onimusha: Way of the Sword bringt die Reihe mit viel Wucht zurück. Vor allem die Schwertkämpfe haben uns überzeugt: Angriffe besitzen ordentlich Gewicht, gutes Timing wird belohnt und das Zusammenspiel aus Ausweichen, Parieren und Gegenangriffen sorgt dafür, dass selbst kleinere Gefechte spannend bleiben. Dazu kommt das düstere Kyoto, das mit seinen Genma und der historischen Kulisse genau die Atmosphäre trifft, die wir uns von einem neuen Onimusha gewünscht haben.
Ganz ohne Schwächen bleibt die Rückkehr allerdings nicht. Manche Kämpfe ziehen sich etwas und nicht jede Passage hält das hohe Tempo der stärksten Momente. Das ändert für uns aber wenig am Gesamtbild. Way of the Sword ist eine starke Wiederbelebung der Serie, die ihre Wurzeln nicht vergisst und gleichzeitig modern genug spielt, um auch nach der langen Pause zu funktionieren.
Unsere Gesamtbewertung
87%

„Wuchtige Schwertkämpfe, eine starke Atmosphäre und endlich wieder echtes Onimusha.” – game7days

Game7Days Award Gold
Gold
Pro Contra
  • Wuchtiges und direktes Schwertkampfsystem
  • Parieren und Gegenangriffe belohnen gutes Timing
  • Starke Mischung aus Action und taktischem Vorgehen
  • Düstere Atmosphäre im historischen Kyoto
  • Gelungene Rückkehr der Genma
  • Abwechslungsreiche Gegner und intensive Gefechte
  • Starke Inszenierung und detailreiche Umgebungen
  • Gelungene Modernisierung des klassischen Onimusha-Spielgefühls
  • Einige Kämpfe können sich etwas ziehen
  • Nicht alle Abschnitte halten das hohe Tempo
  • Manche Gegnerkonstellationen können hektisch werden
  • Einzelne Passagen wirken weniger stark als die Höhepunkte
Name: Onimusha: Way of the Sword
Genre: Action, Abenteuer, Action-Rollenspiel
USK/PEGI: 18 / 18
Entwickler: CAPCOM Co., Ltd.
Publisher: CAPCOM Co., Ltd.
Plattform: PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S
Veröffentlichung: 03. September 2026
Shop: Steam
Anmerkung: Die PC-Version von Onimusha: Way of the Sword wurde game7days für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Publishers oder Entwicklers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.

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