Unravel Two – Test / Review (Switch)

Quelle: EA

Vor ca. 4 Jahren überrasche Electronic Arts auf der E3 mit einem Puzzle-Adventure Game der Extraklasse. Hierbei handelt es sich natürlich um Unravel, welches eine Geschichte mithilfe einer kleinen Figur aus Wolle erzählt. Nach kurzer Zeit wurde auch ein Nachfolger-Titel angekündigt. Zunächst erschien Unravel 2 für den PC, die Playstation 4 und die Xbox One. Wir haben uns allerdings geduldet, um Unravel 2 für die Switch antesten zu können und am 22.03.2019 war es nun endlich soweit. Ob sich der Kauf von Unravel 2 lohnt, erfahrt ihr in unserem Review.

Zusammenhalt ist wichtig

Im ersten Teil von Unravel hat man noch eine Art Autobiographie gespielt, im zweiten jedoch geht es um etwas sehr wichtiges… Hierbei handelt es sich um die Freundschaft. Yarny, so heißt der „Protagonist“ in Unravel 2, findet sich in einer Anfangssequenz wieder. Diese spielt sich auf einem Schiff ab, welches in einen Sturm geraten ist. Aufgrund einer großen Welle wird Yarni auf vom Boot gespült und der Faden reißt. An Land gespült und alleine findet er ein anderes Wollmännchen, oder auch Wollmädchen… Diese beiden verknüpfen ihre Fäden und machen sich auf den Weg. Dort erleben sie viele Gefahren, welche sie nur gemeinsam überstehen können.

Auch wenn es Koop Passagen gibt, ist es bei Unravel 2 nicht nötig, mit einem anderen Spieler zusammen zu spielen. In Unravel 2 warten sieben Abschnitte auf den Spieler, für welche man ungefähr 4 Stunden veranschlagen kann, wenn man den ersten Teil gespielt hat. Bei den erwähnten Koop-Passagen können die 2 Spieler sich gegenseitig helfen, Hindernisse zu überwinden. Wenn ihr jedoch alleine spielt, ist es möglich, zwischen den beiden Charakteren zu wechseln. Damit man nicht immer zwischen beiden wechseln muss, wenn man im Level weiterlaufen will, können sich beide Wollmännchen verbinden und so als eines weiterlaufen.

Emotional fesselnd

Wie bereits erwähnt ist das Hauptthema von Unravel 2 die Freundschaft. Gestrandet, zunächst alleine und dann findet Yarny auf einmal einen Leidensgenossen, der dann zu einem Freund für ihn wird. Zusammen erleben die beiden eine Menge Abenteuer, aber auch im Hintergrund erlebt man eine kleine, feine und gleichzeitig traurig und fröhlich wirkende Geschichte zweier Kinder in schemenhafter Form. Aber hierzu wollen wir euch nichts genaueres erzählen, da ihr dies selber erleben sollt. Aber bei uns stellte sich nach kurzer Zeit schon eine Art Beschützerinstinkt ein, allen voran wegen den Gefahren, die auf Yarny und seinen kleinen Kumpel lauern.

Besonders begeistert hat uns aber, wie schon im ersten Teil die Umsetzung des Hintergrundes, also die Kulisse. Diese wurde mit fotorealistischen Bildern gestaltet und weiß mit den passenden Licht/Schatten-Effekten durchaus zu überzeugen. Es erwarten den Spieler verschiedene Arten von Arealen… Angefangen bei einer befahrenen Straße in der Stadt, eine Fabrik, im Wald, bei einem Campingplatz…es gibt viele verschiedene Settings, die auf den Spieler warten und gemixt mit dem Gameplay, welches auch die sich dort befindlichen kleinen Gegenstände mit einbezieht, weiß das Spiel durchaus, wie man die Spieler in seinen Bann ziehen kann!

Rätselspaß für alle

Die Level laufen immer als eine Art Side-Scrolling ab und wechseln zwischen verschiedenen Abschnitten in dem Level hin und her. Allerdings ist das ganze natürlich nicht so einfach, dass es ein kleiner Morgenspaziergang wird. Stattdessen warten im Laufe der Zeit immer schwierigere Rätsel darauf, von euch gelöst zu werden. So ist es möglich, Fäden zwischen 2 Haken zu befestigen und dieses „Seil“ als Trampolin zu benutzen. Auch ist es möglich, Gegenstände zu verschieben, Schalter zu betätigen oder auch Äste mit Seilen aus dem Weg zu ziehen. Auch ist es möglich, kleine Objekte über mit Seilen gespannte Rampen zu schieben, um oben dann eine Art Treppe zu bilden. Auch ist es möglich, sich an Objekten zu befestigen und hin und her zu schwingen, um erhöhte Positionen zu erreichen. Mit Hilfe des zweiten Charakters ist es auch möglich, sich abzuseilen und Hindernisse zu überwinden.

Dies ist vor allem dann sinnig, wenn es an Sprungpassagen geht. Diese sind zum Teil platztechnisch arg bemessen und man wird hier ohne Übung mehrere Male abstürzen. Auch das „Herunterhängen lassen“ kann nützlich sein, insbesondere dann, wenn man andere Gegner ablenken muss, um diese umgehen zu können. Besonders schwierig sind aber auch die 20 Herausforderungen, welche man machen kann, aber nicht muss. Hier geht es darum, andere gefangene Wollmännchen zu befreien, um neue Gestaltungsmöglichkeiten freizuschalten. Diese Herausforderungen kann simples Rätsellösen umfassen oder aber auch das Überleben gegenüber Gegnern für einen bestimmten zeitlichen Rahmen. In den normalen Passagen gilt es auch, Leuchtkugeln zu finden. Hierbei handelt es sich um die eine Art Sammelobjekt.