Knapp ein Jahrzehnt ist es nun her, dass Burnout Paradise inkl. einiger DLCs veröffentlicht wurde. Am 16.März war es nun endlich soweit, dass Electronic Arts „Burnout Paradise Remastered“ veröffentlicht hatte. Natürlich handelt es sich hierbei nun nicht um ein neues Spiel, allerdings wurde es grafisch auf jeden Fall extrem verbessert und der Unterschied zu der Xbox 360 und Playstation 3 Variante macht sich enorm bemerkbar. Ob es sich nun lohnt, sich das Spiel Burnout Paradise Remastered (erneut) zuzulegen, erfahrt ihr in unserem Review!

Willkommen zurück!

Burnout Paradise hat schon damals eine breite Masse an begeisterten Rennspiel-Liebhabern an den Fernseher bzw. den Monitor gefesselt, da es sich von anderen Spielen dieser Art enorm abgehoben hat. Auch im Vergleich zu den Vorgänger-Spielen der Burnout-Spielereihe hatte sich viel getan. Bei Burnout Paradise hat man auf die streng strukturierte Rennstrecke von früher verzichtet und stattdessen lieber eine frei erkundbare Stadt ins Spiel eingebaut, auf welcher es überall neue Aufgaben und Events zu entdecken gibt. Auch bei den Rennen selbst wurde der „Zwang“ aus dem Spiel genommen. Man hat zwar einen Start- und einen Zielpunkt, welche vom Spiel vorgegeben werden, allerdings hört es hier auch schon auf. Der Spieler muss sich selbst den besten und schnellsten Weg ins Ziel suchen, um das Rennen zu gewinnen. Aber auch an andere Regeln hält sich Burnout Paradise nicht. In anderen Spielen fährt man weitestgehend fair und hat so auch keine Probleme. In Burnout Paradise bekommt man allerdings genau durch einen solchen Spielstil Probleme in Form einer geschrotteten Karre. Hier ist es wichtig, komplett kompromisslos zu fahren und halsbrecherische Stunts durchzuführen, um gewinnen zu können.

Burnout Paradise Remasteres beinhaltet wie bereits erwähnt alle veröffentlichten Zusatzinhalte und auch die „Big Surf Island“-Erweiterung. Das komplette Paket kostet den Nutzer gerade einmal 40 Euro und es bietet dem Spieler, wie man sieht, eine Menge an Events, extreme Action und viele Herausforderungen. Allerdings sollte man keine Neuerungen erwarten, da es sich nun einmal NUR um ein Remake handelt!

Ruhepausen? Gibt es nicht!

Wirkliche Erholung gibt es in Burnout Paradise Remastered nur wenig. Dafür aber eine Menge Action. Nach dem Spielstart dauert es nicht lange, bis man nach der kleinen Einleitung im Spiel die pure Action erleben darf. Nach nur wenigen Kurven in der Stadt findet man bereits die ersten Herausforderungen und Events, welche es zu erledigen gilt. Beispielsweise gibt es eine Vielzahl an Events bei sogenannten Ampelkreuzungen. Hierbei kann es sich um Crash-Herausforderungen handeln oder auch um Eliminierungs-Rennen und Trick Events. Dies ist komplett zufällig. Die Rennen umfassen meist bis zu 8 Teilnehmer und es geht vor allem bei den Elimierungs-Rennen tierisch die Post ab, da man eine bestimmte Anzahl an Gegnern ausschalten muss. Durch gewonnene Events erhält man neue Lizenzen. Mit diesen kann man sich Zugang zu neuen Events aber auch neue Fahrzeuge erarbeiten. Das besondere ist hier: Es gibt keine Belohnung für den Zweitplazierten. Schafft ihr es also nicht, den ersten Platz zu ergattern, müsst ihr es so lange versuchen, bis euch das gelangt. Es gibt im übrigen keinen Checkpoint. Ihr seid also gezwungen, zum Startpunkt zurückzufahren und dort das Event neu zu starten!

Sehr gutes Gameplay

Auch wenn man in Burnout Paradise die Möglichkeit, sein Fahrzeug zu verbessern oder eine Story vergeblich sucht, heißt dies nicht automatisch, dass das Spiel langweilig ist. Im Gegenteil. Man setzte bei Burnout Paradise auf Spielspaß ohne eine Menge nebensächlicher Aktivitäten. Wir müssen hier auf jeden Fall sagen, dass dies gut gelungen ist. Schon damals konnte Burnout Paradise aufgrund des Gameplays überzeugen. Auch heute noch fühlt sich dieses sehr gut an. Das macht sich vor allem bei der Fahrzeugsteuerung bemerkbar. Die Geschwindigkeitsregler reagieren praktisch sofort, wenn man Gas gibt oder bremst. Auch die Kurven kann man sehr gut nehmen und driften man keine Probleme. Natürlich findet man in Burnout Paradise Remastered wieder eine Drift-Funktion, welche im Übrigen durch riskante Fahrmanöver und auch durch das „Ausschalten“ von Gegnern aufgefüllt wird. Alles in allem kann man hier sagen, dass das Geschwindigkeitsgefühl sehr gut umgesetzt wurde und die Rennen für viele Adrenalinspitzen sorgen.

Suchtpotenzial? Auf jeden Fall!

Auch wenn viele nun denken, dass das Ganze etwas eintönig rüberkommen kann, so können wir diese Spieler beruhigen. Durch die vielen verschiedenen Events und Herausforderungen und das relativ leicht zu erlernende Gameplay entsteht schnell eine Art Suchtpotenzial, wenn auch im positiven Sinne. Man bemerkt nicht einmal, dass man sich jedes mal sagt: „Hey komm, das eine Rennen mache ich noch“ oder „Das eine Event geht noch“. Allerdings kommt dies unserer Bemerkung nach häufiger vor, da das Spiel definitiv fesseln kann. Aber es gibt auch ein paar kleinere, negative Kritikpunkte.

Dies wären unter anderem beispielsweise die KI. Hier ist man meist geteilter Meinung. Einige sagen, dass diese gut umgesetzt wurde, andere sehen es genau anders. Es kommt des häufigeren vor, dass die KI in Rennen zunächst relativ langsam agiert und einem den Sieg praktisch schenken will und kurz vor Schluss spielen diese wie Profi eSportler auf dem höchsten Niveau und nutzen alle Abkürzungen, die es gibt, ohne auch nur irgendwo anzuecken. Hier hätte man eventuell ein Mittelmaß finden müssen. Fener ist es nicht möglich, Wegpunkte auf der Karte zu setzen und der Fahrzeugwechsel kann nur umständlich an einem der vier Schrottplätze in der Stadt durchgeführt werden.

Auf eigene Faust

Neben den Aufgaben, die es zu erledigen gilt, kann man die Welt von Burnout Paradise Remastered auch auf eigene Faust erkunden. Neben den langwierigen Rennen gibt es natürlich auch kleinere nebensächliche Dinge zu tun. Darunter zählen zum Beispiel das Üben von neuen Tricks auf Sprungschanzen oder auch das Zerstören von Werbebannern. Man sieht also, dass es sich lohnt, auch einmal andere Wege zu erkunden als nur die offensichtlichen. Insgesamt gibt es ca. 80 Fahrzeuge, die man ausprobieren kann. Hier machten uns vor allem die Motorräder Spaß, aber auch die normalen Fahrzeuge und die Toy-Fahrzeuge hatten viel Spaßpotenzial.

Neben dem Offline Modus gibt es natürlich auch in Burnout Paradise Remastered einen Online Modus. Hier kann man mit bis zu 8 Teilnehmern durch die Stadt rasen und sich bei den Events miteinander messen!

Grafisch gut, Soundtrack genial

Was die Grafik angeht, kann man durchaus sagen, dass Burnout Paradise Remastered gut ist, aber eben auch nicht perfekt. Zwar läuft das Spiel selbst auf 4K flüssig mit 60 FPS, aber die Umgebung wirkt zumindest teilweise extrem unlebendig. Die grafische Darstellung an sich wirkt relativ detaillreich und zumindest zum Teil ansprechend, aber es gibt auch einige Stellen, in welchen eine bestimmte Unschärfe zu erkennen ist. Der Soundtrack dagegen wurde perfekt umgesetzt. Hier setzt EA auf viele bekannte Tracks und Bands, die jedermann kennen sollte. Diese passen sich perfekt dem jeweiligen Geschehen an. Dies bedeutet, man findet in dem Spiel sowohl flotte Musikstücke als auch rockige Lieder. Alles in allem hat man bei Burnout Paradise Remastered abgesehen von wenigen Kleinigkeiten also alles richtig gemacht!

Sowohl im PlayStation Store als auch im Microsoft Store kann man Burnout Paradise Remastered für einen durchaus fairen Preis von aktuell 39,99€ erwerben. Xbox Live Gold Inhaber können sogar für 29,99€ das Action-Rennspiel erhalten. Das Spiel nimmt aktuell fast 8GB unserer Festplatte in Beschlag.

Seit knapp einem Monat ließen Electronic Arts und Stellar Entertainment Gerüchten auch Taten folgen und Burnout Paradise Remastered wurde für die PlayStation 4 und Xbox One veröffentlicht. Ferner ist für den Verlauf des Jahres auch eine PC-Version angekündigt worden. Mit der Remastered-Version erwirbt man das Basis-Spiel inkl. aller 8 DLCs vom Original, den Multiplayer sowie den Original-Soundtrack. Inhaber einer PlayStation 4 Pro oder Xbox One X können sogar in 4K mit 60FPS durchstarten.

Was erwartet den Spieler mit Burnout Paradise Remastered?

  • FAHREN UND ZERSTÖREN: Wirf das Fahrerhandbuch aus dem Fenster und brich Geschwindigkeits- und Zerstörungsrekorde in der ganzen Stadt.
  • BIS ZU ACHT SPIELER: Krache mit Freunden in Online- und Offline-Mehrspielermodi durch den Verkehr und findet heraus, wer das größere Chaos anrichten kann.
  • 4K-GRAFIK: Erlebe das ganze fantastische Chaos auf PlayStation 4 Pro und Xbox One X mit 60 FPS und in atemberaubendem 4K.
  • VOLLGAS-GRAFIK: Wir haben Burnout Paradise eine vollständige Grafikerneuerung verpasst, mit hochauflösenden Texturen und einer Reihe technischer Verbesserungen, die das hochoktanige Chaos in einer fast verantwortungslos guten Qualität auf den Bildschirm zaubern.
  • ZURÜCK INS PARADIES: Der kultige Action-Rennfahr-Thriller ist zurück mit allen Fahrzeugen aus dem Original, liebevoll gerendert in einer beeindruckend hohen Auflösung.
  • DAMALS UND HEUTE: Man sagt, dass man Perfektion nicht verbessern kann. Man kann aber sehr wohl die Auflösung der Texturen hochschrauben und das Ganze auf 60 FPS aufmotzen.
  • Inklusive der 8 Haupt-DLC-Packs aus dem Year of Paradise: Mit fast 100 Wagen, 10 Strecken und einem Haufen zusätzlicher Challenges und Neuerungen machen die acht DLC-Packs Burnout Paradise Remastered zur definitiven Paradise City-Erfahrung.
  • SPIELE ONLINE: Tritt im Mehrspielermodus an und zeige deinen Gegnern persönlich, wozu die hervorragende Unfallphysik von Burnout Paradise Remastered in der Lage ist.
  • KEHRE NACH PARADISE CITY ZURÜCK: Entdecke erneut die wilden Stunts und mutwillige Zerstörung in einem der großartigsten Action-Rennspiele aller Zeiten.

Liste der enthaltenen DLC-Packs:

  • Big Surf Island: Ein brandneuer Bezirk für Paradise City mit neuen Entdeckungen, Events, Online-Challenges sowie 9 neuen Fahrzeugen.
  • Cops and Robbers: Ein neuer Online-Spielmodus inklusive Polizei-Varianten für 33 der originalen Fahrzeuge aus Paradise.
  • Legendary Cars: Der Carson GT Nighthawk, der Hunter Cavalry Bootlegger, der Hunter Manhattan Spirit und der Jansen 88 Special.
  • Burnout Bikes: 7-10 Stunden Einzelspieler-Inhalte und unzählige Stunden Mehrspielerspaß. Beinhaltet vier Motorräder: die FV1100, die FV1100-T1, die Firehawk V4 und die Firehawk GP Competition.
  • Burnout Paradise Toys: Beinhaltet Spielzeugversionen der folgenden Wagen: Hunter Cavalry, Hunter Manhattan, Krieger WTR, Jansen P12, Hunter Takedown 4×4, Carson GT Concept, Hunter Citizen, Carson Inferno Van und die Nakamura Firehawk GP Competition (Bike).
  • Burnout Paradise Party: Ermöglicht eine Gruppenparty, bei der die Kontrolle über das Fahrzeug im Spiel weitergereicht wird, um Challenges abzuschließen.
  • Burnout Paradise Boost: Beinhaltet zwei Fahrzeuge mit einzigartigen Boost-Fähigkeiten: den Carson Extreme Hotrod und den Montgomery Hawker Mech.
  • Burnout Paradise Cagney: Beinhaltet zwei brandneue Fahrzeuge, zusätzliche „Community“-Fahrzeugfinishes und Online-Spielmodi.
Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
84 %
QuelleBurnout Paradise Remastered
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Projektleiter und Redakteur von game7days, ehemals Alpha-Omegagaming seit 2014. Ich betreue die Infrastruktur, als auch die Gewinnspiele der Webseite. Im Großen und Ganzen kümmere ich mich also auch um die Dinge, welche man eben nicht sieht.