H1Z1: King of the Kill – Test/Preview (PC)

(Quelle: Daybreak Game Company)

H1Z1: King of the Kill ist nun seit ca. einem Jahr im Early Access auf Steam zu finden. Schon letztes Jahr waren wir vom dem Entwickler Daybreak Game Company auf der gamescom eingeladen worden, uns das Spiel einmal genauer anzusehen. Wir haben uns nun, da das Spiel seit einiger Zeit von den Spielerzahlen her immer weiter in die Höhe steigt, dafür entschieden, das Spiel einmal genauer anzuschauen. Unsere gesammelten Erfahrungen teilen wir in diesem Preview!


Allgemein/Story


Wie bereits erwähnt, ist das Spiel H1Z1: King of the Kill seit über einem Jahr bei Steam im Early Access erwerbbar und die Spielerzahlen steigen auch momentan noch stetig an. Vielen Spielern ist leider meist nicht bewusst, was ein Early Access, demnach ein Alpha- oder Beta Stadium einer Spielentwicklung ist und gehen bei dem Erwerb immer von einem fertigen Produkt aus. Dem ist nun aber einmal nicht so! Daher sind die aktuellen und auch die älteren Kritiken der Spieler sehr durchwachsen. Von den bisher abgegebenen 72000 Bewertungen waren lediglich 63% positiv. Die meisten Spieler beschweren sich über die teilweise schlechte Grafik, viele Grafikfehler, Ruckler, Disconnects und hohe Latenzen. Allerdings gibt es auch viele Spieler, die von dem Spiel durchaus begeistert sind.

Normalerweise kostet das Spiel bei Steam genau 19,99€. Da bei Steam momentan allerdings die Steam Summer Sales stattfinden, wurde der Preis auf 9,99€ reduziert. Für diesen Preis kann man sich das Spiel einmal anschauen. Die Anforderungen sind auch nicht allzu groß:

Minimal

Betriebssystem: Windows 7, 8, 8.1, 10 (64 bit)
Prozessor: Intel i5 Quad-Core
Arbeitsspeicher: 6 GB RAM
Grafik: nVidia GeForce GTX 280 oder höher
DirectX: Version 10
Netzwerk: Breitband-Internetverbindung
Speicherplatz: 20 GB verfügbarer Speicherplatz
Soundkarte: DirectX kompatible Soundkarte

Empfohlen

Betriebssystem: Windows 7, 8, 8.1, 10 (64 bit)
Prozessor: Intel i5 Quad Core oder höher / AMD Phenom II X6 oder höher
Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
Grafik: nVidia GeForce GTX 560 oder höher/ AMD HD 6870 oder höher
DirectX: Version 10
Netzwerk: Breitband-Internetverbindung
Speicherplatz: 20 GB verfügbarer Speicherplatz
Soundkarte: DirectX kompatible Soundkarte

Bei H1Z1: King of the Kill handelt es sich um eine Art Online-Spiel im „Battle Royale“-Stil, wie man es vielleicht auch von dem Roman oder dem Film „Tribute von Panem“ kennt. Mehrere Spieler werden auf einer groß skalierten Karte mit dem Hubschrauber an verschiedenen Orten abgesetzt und unser Ziel ist es, bis zum Ende zu Überleben und die Runde dadurch zu gewinnen.


Gameplay


Das Gameplay ist hier leicht erklärt. Nachdem uns der Helikopter abgesetzt hat, nehmen wir die Beine in die Hand und durchsuchen die Gegend und die Häuser in der näheren Umgebung nach guten Waffen und Hilfsmitteln, mit welchen wir uns gegen unsere Widersacher zur Wehr setzen können. Am besten ist es hier, sich relativ versteckt zu halten und nicht sofort den Kampf mit anderen Spielern zu suchen, die sich eventuell in der Nähe aufhalten.

Nach wenigen Minuten wird uns ein Countdown angezeigt und auf der Karte wird die Safezone dargestellt, zu welcher man sich unbedingt begeben muss. Dafür hat man genau 5 Minuten Zeit. Nach Ablauf der Zeit werden alle Zonen, abgesehen von der Safezone, mit Giftgas überzogen, was die Spieler darin dahinsiechen lässt. Es ist also wichtig, schnell zu der Safezone zu gelangen, allerdings muss man auch sorgfältig die Häuser durchsuchen, um eine Überlebenschance haben zu können. Um schnell zur sicheren Zone zu gelangen, kann man auch ein Gefährt nehmen, wenn man das Glück hat, eines zu finden.

Im Gegensatz zu anderen Spielen, die ähnlich aufgebaut sind, findet man hier Waffen, Schutzwesten oder andere Hilfsmittel im Überfluss. Für jeden Spieler gibt es in H1Z1 die richtige Waffe. Sei es ein Sturmgewehr, eine Schrotflinte oder auch eine Pistole oder ein Jagdbogen. Für jeden Spieler ist etwas dabei. Achtet aber auf die Munition, um nicht auf einmal hilflos in einem Kampf zu sein.

Für die Munition und andere Hilfsmittel ist das Crafting-Menü zuständig. Darüber kann man mit den nötigen Materialien diverse Gegenstände zusammenbauen. Allerdings sind die meisten davon relativ nutzlos, da man bessere Gegenstände zuhauf bei dem Durchsuchen der Häuser finden kann. Lediglich Bandagen und die Pfeile für den Bogen finden wir hier recht nützlich.

Allerdings ist vor allem für Anfänger für Frust gesorgt. In den meisten Fällen gibt es nur zwei Möglichkeiten, wie ein Match ablaufen kann. Die erste Variante wäre, dass man sofort von eingeübten Spielern, die bereits mehrere Matches bestritten haben, innerhalb von wenigen Minuten über den Haufen geschossen werden. Die zweite Variante besteht darin, Glück zu haben und gute Waffen zu finden, um anschließend Jagd auf die gegnerischen Spieler machen zu können. Das gute daran ist, dass man nur wenige Minuten nach dem virtuellen Tod sofort einem neuen Spiel beitreten können. Das Sterben kann dem Spieler im Übrigen auch durch natürliche Unfälle wie durch einen Sturz von einer Klippe passieren. Allerdings verlieren wir hier nicht unser gesamtes Inventar, wie man es aus anderen Spielen gewohnt ist, sondern man startet bei dem Tod automatisch immer komplett bei 0 in einem neuen Spiel. Durch den Fortschrittsbalken erlangt man im Laufe der Zeit „Level Ups“ und dadurch optische Gegenstände, welche man durch Loot-Kisten oder für Echtgeld erwerben kann.

Teamplay wird man hier auf den meisten öffentlichen Servern relativ selten finden, wie man es in Tribute von Panem vielleicht gewöhnt ist. Das System verteilt für jeden Kill Punkte und daher ist der Reiz, alle Gegner zu töten, natürlich Groß. Allerdings gibt es auch ein Modus für Zweier- oder Fünfergruppen, der für genügend Abwechslung sorgen kann.

Wie man sieht, ist nicht unbedingt der Spielinhalt der negative Punkt, welcher für die schlechten Kritiken von vielen Spielern sucht. Nein, daran sind viele Fehler, Bugs und Glitches schuld, welche man aktuell noch häufig in H1Z1: King of the Kill findet. Dies äußert sich in Grafikfehlern, Disconnects, hohen Latenzzeiten und auch in Freezes und Blackscreens. Jedoch sollte man hier erwähnen, dass es hier keine neutrale Bewertung dafür gibt. Die einen Spieler haben diese Fehler häufig, andere dagegen überhaupt nicht. Einen direkten Release-Termin gibt es noch nicht, daher ist noch genug Zeit, die Fehler auszuhebeln und damit die Spieler zufrieden zu stellen!


Grafik


Wie bereits erwähnt, ist die Grafik weder sonderlich gut, noch wirklich schlecht. Man könnte diese Grafik am ehesten als annehmbar bezeichnen. Die Gegenden und die Häuser wurden von der Grafik her eher schlicht gehalten und auch die Animationen wirken nicht immer so flüssig, wie es sein sollte.

Der einzige positive Punkt sind die verschiedenen Ausrüstungsgegenstände, die optisch gesehen alle unterschiedlich aussehen. Daher hat man zumindest an dieser Stelle nicht einen Einheitsbrei wie in anderen Spielen.

 


Sound


Auch der Sound ist akzeptabel. Die Hintergrundgeräusche lenken nicht vom Geschehen ab und wer genauer hinhört, kann so eventuell auch Gegner bemerken, bevor er sie überhaupt sieht. Die Soundeffekte von den Schüssen oder auch die der Natur unterscheiden sich voneinander.

Schade ist allerdings, dass es häufiger zu Soundfehlern kommt, wodurch entweder der Sound komplett verschwindet oder dieser bis zu einem Neustart des Spiels nur noch blechern klingt.


Extras


Als Extra kann man bisher noch keine nennen, abgesehen von den für Echtgeld freischaltbaren kosmetischen Änderungen. Erfolge gibt es zum aktuellen Stand leider noch keine. Vielleicht wird sich dies aber bei dem offiziellen Release ändern.


Unser Fazit:

Wie wir bereits erwähnt haben, befindet sich H1Z1: King of the Kill nach wie vor in der Early Access Phase. Daher ist es nicht sicher, dass die Inhalte, wie sie im aktuellen Zeitpunkt im Spiel zu finden sind, genauso beim offiziellen Release im Spiel zu finden sein werden. Grundsätzlich ist die Idee des „Battle Royale“ interessant und die Daybreak Game Company hat es relativ gut umgesetzt. Jedoch ist die Häufigkeit der Waffen und der Hilfsmittel, die man unterwegs findet, viel zu hoch eingestellt. Nach nur wenigen Häusern hat man bereits sehr gute Waffen gefunden, um gegnerische Spieler problemlos töten zu können. Auch ist das Spiel nicht unbedingt als anfängerfreundlich bekannt. Als Neuling wird man wohl häufiger das Zeitliche segnen, bis man das Spielprinzip verstanden hat. Außerdem verschwindet das „Feeling“ relativ bald und der Wunsch, lange zu überleben, ist nach einiger Zeit auch nicht mehr da. Dies liegt unter anderem daran, dass man nach kurzer Zeit sofort in einem neuen Spiel landet, falls man stirbt. Die verschiedenen Grafikfehler, Blackscreens, Latenzprobleme und auch Disconnects mindern den Spaß am Spiel ebenfalls. Wenn die Daybreak Game Company diese Probleme noch behebt und auch noch Erfolge eingefügt werden, könnte das Spiel allerdings noch ein zumindest auf gewisse Zeit spaßmachendes „Battle Royale“ werden!

Positiv

  • Teilweise viel Action
  • Ranglisten
  • Verschiedene Waffen
  • Kein Pay2Win-System
  • Inventar-System
  • Kosmetsiches Ausrüstungssystem

Negativ

  • Grafikfehler
  • Häufig Disconnects
  • Blackscreens
  • Latenzprobleme
  • Viele Glitches