
Schon bei unseren bisherigen Hardware-Terminen auf der gamescom 2026 wurde deutlich, dass bei Gaming-Monitoren momentan vor allem zwei Richtungen verfolgt werden: immer höhere Bildwiederholraten und neue OLED-Generationen. Auch bei der ASUS-Pressekonferenz auf GAME7DAYS spielten schnelle Gaming-Displays eine wichtige Rolle. iiyama ging auf der Messe einen etwas anderen Weg. Am eigenen G-Master-Stand standen sowohl ein schneller 27-Zoll-OLED als auch ein neuer 49-Zoll-Panorama-Monitor im Mittelpunkt, der vor allem für Sim Racing interessant sein dürfte.
Der Hersteller beschränkte sich dabei nicht auf eine klassische Produktausstellung. Zwei Free-to-Play-Bereiche, eine eigene Sim-Racing-Zone sowie während der gesamten Messe veranstaltete Turniere sollten zeigen, wie sich die Monitore im tatsächlichen Spieleinsatz schlagen. Genau dieser Ansatz passte gut zur gamescom, denn statt die neuen G-Master-Modelle nur zu präsentieren, konnten Besucher sie direkt beim Gaming ausprobieren.
49 Zoll für das virtuelle Cockpit
Das auffälligste Gerät am Stand war eindeutig der G-Master GCB4986DQSNP-B1 Gold Phoenix. Mit 49 Zoll nimmt der neue Panorama-Monitor entsprechend viel Platz ein. iiyama präsentierte das Modell auf der gamescom noch vor dem offiziellen Marktstart und kombinierte es nicht zufällig mit einem kompletten Sim-Racing-Aufbau.
iiyama hebt beim neuen Gold Phoenix vor allem das besonders breite Format und das dadurch entstehende große Sichtfeld hervor. Genau diese Eigenschaften sollen den Monitor für Rennsimulationen interessant machen. Am Stand wurde der 49-Zöller deshalb zusammen mit Racing-Hardware von Thrustmaster gezeigt und konnte direkt in einem entsprechenden Cockpit ausprobiert werden.
Gerade im Rennspiel ist der Ansatz nachvollziehbar. Eine große durchgehende Bildfläche kann stärker in das Geschehen hineinziehen als ein gewöhnlicher 16:9-Monitor. Der GCB4986DQSNP-B1 richtet sich damit weniger an Nutzer, die einfach nur einen klassischen Gaming-Monitor für den Schreibtisch suchen, sondern eher an Spieler, die bewusst ein besonders breites und immersives Setup aufbauen möchten.
Ganz ohne leistungsfähige Hardware funktioniert ein solches Gaming-Setup natürlich ebenfalls nicht. iiyama ließ die Gaming-Systeme am Stand von Cybertek bereitstellen und setzte dabei unter anderem auf NVIDIA GeForce RTX 5090 Founders Edition sowie AMD-Ryzen-Prozessoren. Im Sim-Racing-Bereich wurde der neue 49-Zoll-Gold-Phoenix mit Hardware von Thrustmaster kombiniert.
Titan Falcon bringt OLED erstmals in die G-Master-Serie
Der zweite interessante Monitor war deutlich kompakter, technisch aber mindestens genauso spannend. Mit dem G-Master GOB2701QSC-B1 Titan Falcon erweitert iiyama sein Gaming-Portfolio um den ersten OLED-Monitor der Marke. Auf 27 Zoll kombiniert das Gerät eine QHD-Auflösung von 2.560 × 1.440 Pixeln mit 280 Hz und einer Reaktionszeit von gerade einmal 0,03 Millisekunden GtG.
Zum Einsatz kommt ein WOLED-Panel der vierten Generation mit META-3.0-Technologie. iiyama bezeichnet die verwendete Architektur auch als Primary RGB Tandem OLED. Sie arbeitet mit vier lichtemittierenden Schichten sowie getrennten roten und grünen Emittern. Eine überarbeitete RGWB-Subpixelstruktur soll zudem die Darstellung von Texten und feinen Bildelementen verbessern.
Bei HDR-Inhalten erreicht das Panel laut iiyama in kleinen besonders hellen Bildbereichen eine Spitzenhelligkeit von bis zu 1.500 cd/m². Gleichzeitig unterstützt der Monitor DisplayHDR True Black 400. Die Kombination aus OLED-typischem Schwarz, hoher Bildwiederholrate und kurzer Reaktionszeit richtet sich damit nicht nur an Spieler, die Wert auf Bildqualität legen, sondern auch an schnelle und kompetitive Titel.
Damit positioniert sich der Titan Falcon weniger als reiner Hertz-Rekordhalter, sondern als Mischung aus Geschwindigkeit und Bildqualität. Das fällt besonders im Vergleich zu einigen Monitoren auf, die wir während unseres ASUS-Pressetermins auf der gamescom 2026 gesehen haben. Während bei manchen Gaming-Monitoren vor allem die maximal mögliche Bildwiederholrate im Mittelpunkt steht, verbindet iiyama beim Titan Falcon 280 Hz mit QHD und der neuen OLED-Panelgeneration. Gerade diese Kombination macht das Modell innerhalb der aktuellen G-Master-Serie besonders interessant.
Anschlüsse machen den Titan Falcon auch abseits des Gaming interessant
Interessant wird der Titan Falcon außerdem bei der Ausstattung. Zwei HDMI-2.1-Eingänge unterstützen laut iiyama die native QHD-Auflösung mit bis zu 280 Hz. Hinzu kommen DisplayPort 1.4 mit DSC sowie USB-C mit 65 Watt Power Delivery. Zwei USB-A-Anschlüsse bilden zusätzlich einen USB-Hub.
Sogar ein KVM-Switch ist eingebaut. Wer beispielsweise Gaming-PC und Notebook am selben Arbeitsplatz verwendet, kann dadurch angeschlossene Peripherie komfortabler zwischen beiden Systemen nutzen. Zwei integrierte 5-Watt-Lautsprecher sowie ein Kopfhöreranschluss gehören ebenfalls zur Ausstattung.
Der Standfuß lässt sich in der Höhe verstellen und unterstützt zusätzlich Swivel, Tilt und Pivot. Besonders interessant ist bei einem OLED-Monitor außerdem die Garantie. iiyama gewährt für den Titan Falcon drei Jahre Garantie und schließt dabei ausdrücklich auch Panel-Einbrennen ein. Gerade bei einem OLED-Display, das möglicherweise viele Stunden täglich auf dem Schreibtisch läuft, dürfte dieser Punkt für einige Käufer mindestens ebenso wichtig sein wie die reine Gaming-Leistung.
Auch Adaptive-Sync-Technik ist vorhanden. iiyama nennt sowohl NVIDIA G-SYNC Compatible als auch AMD FreeSync Premium. Beide Technologien sollen die Bildausgabe mit der Grafikkarte synchronisieren und dadurch störendes Tearing und Ruckeln reduzieren. Damit deckt der Titan Falcon sowohl die Anforderungen schneller Spiele als auch die Wünsche nach einer möglichst hochwertigen Bilddarstellung ab.
Gaming statt reine Technikdemonstration
Der Stand selbst wirkte weniger wie eine klassische Monitorpräsentation und mehr wie ein kleiner Gaming-Bereich. Auf zwei Free-to-Play-Flächen wurde der Titan Falcon eingesetzt. Zusätzlich veranstaltete iiyama während der gamescom Turniere in League of Legends, Rocket League, Fall Guys, Overwatch, F1 25 und EA Sports FC 26.
Dazu kamen mehrere Partner, die die kompletten Gaming-Stationen ermöglichten. Cybertek stellte die leistungsfähigen PCs bereit, Genesis kümmerte sich um Tastaturen, Mäuse, Headsets und Mauspads und Diablo Chairs lieferte Gaming-Stühle sowie Tische. Für den Sim-Racing-Bereich steuerte Thrustmaster die entsprechende Racing-Hardware bei.
Zweimal täglich gab es außerdem spezielle Wettbewerbe, bei denen Besucher einen G-Master GB2791QSU-B1 Gold Phoenix gewinnen konnten. Dieses 27-Zoll-Modell setzt auf ein Fast-IPS-Panel, eine QHD-Auflösung von 2.560 × 1.440 Pixeln und eine Bildwiederholrate von bis zu 320 Hz. Dazu kommen laut iiyama 0,6 Millisekunden MPRT und NVIDIA-G-SYNC-Kompatibilität.
Dass Hardware auf der gamescom längst nicht mehr nur aus klassischen Komponenten besteht, zeigte sich dieses Jahr an mehreren Stellen. Wir hatten uns beispielsweise mit der ZESTUM Scentbar auf GAME7DAYS bereits ein deutlich ungewöhnlicheres Gaming-Zubehör angesehen. Bei iiyama blieb das Thema wesentlich klassischer, dafür konnten Besucher die unterschiedlichen Monitor-Konzepte unmittelbar im Spieleinsatz erleben.
iiyama auch bei Bandai Namco vertreten
Die G-Master-Monitore waren nicht ausschließlich am eigenen Stand in Halle 10.1 zu finden. iiyama stattete auch den gamescom-Auftritt von Bandai Namco Entertainment Europe in Halle 6.1 mit Gaming-Monitoren aus. Dadurch konnten Besucher die Displays auch in Verbindung mit mehreren kommenden Spielen ausprobieren.
Dazu gehörten unter anderem ACE COMBAT 8, DRAGON BALL XENOVERSE 3 und The Blood of Dawnwalker. Für iiyama war das eine zusätzliche Möglichkeit, die G-Master-Monitore nicht nur am eigenen Stand, sondern in unterschiedlichen Spielsituationen zu präsentieren.
Gerade bei einem Gaming-Monitor ist eine solche Präsentation sinnvoll. Daten zu Hertz, Reaktionszeit oder Panel-Technik sagen zwar einiges über ein Gerät aus, der tatsächliche Eindruck entsteht aber erst beim Spielen. Mit Free-to-Play-Bereichen, Turnieren, Sim Racing und den zusätzlichen Systemen am Bandai-Namco-Stand setzte iiyama auf der gamescom deshalb deutlich auf praktische Demonstrationen.
Zwei Monitore mit völlig unterschiedlicher Zielgruppe
Spannend an der Präsentation war letztlich weniger, dass iiyama einfach zwei neue Monitore mitgebracht hatte, sondern wie unterschiedlich diese ausfallen. Der 49 Zoll große GCB4986DQSNP-B1 Gold Phoenix ist ein spezielles Gerät, das mit seinem Panoramaformat und dem großen Sichtfeld vor allem in einem entsprechend aufgebauten Sim-Racing-Setup seine Stärken ausspielen soll.
Der Titan Falcon lässt sich dagegen wesentlich einfacher auf einem normalen Schreibtisch unterbringen. QHD auf 27 Zoll, OLED, 280 Hz, HDMI 2.1, USB-C und KVM ergeben ein deutlich universelleres Gesamtpaket. Vor allem die Kombination aus Gaming-Funktionen, Bildqualität und Anschlussvielfalt macht das Modell interessant. Einen vollständigen Monitor-Test ersetzt der Messe-Eindruck natürlich nicht – insbesondere Themen wie die langfristige OLED-Nutzung, Farbabstimmung und das Verhalten in unterschiedlichen Spielen lassen sich sinnvoll erst unter kontrollierten Bedingungen beurteilen.
Weitere Meldungen, Tests und Messeberichte rund um Monitore, Peripherie und PC-Komponenten findet ihr bei uns im Bereich Hardware & Technik auf GAME7DAYS.





