Final Fantasy XIV – Test / Review (Switch 2)

Dass Final Fantasy XIV irgendwann auf einer Nintendo-Konsole landet, hätte man vor einigen Jahren wahrscheinlich noch für ziemlich unwahrscheinlich gehalten. Inzwischen ist das MMORPG allerdings auf fast allen wichtigen Plattformen angekommen und nun folgt mit der Nintendo Switch 2 der nächste Schritt. Interessant ist das vor allem deshalb, weil sich Final Fantasy XIV über die Jahre zu einem gewaltigen Spiel entwickelt hat. Hier wird nicht irgendeine kleine Nebenfassung veröffentlicht, sondern Eorzea mit seiner langen Geschichte und all den Dingen, die inzwischen dazugehören. Dungeons und Raids sind dabei nur ein Teil. Crafting, Sammelberufe, Housing und zahlreiche andere Beschäftigungen können genauso problemlos ganze Abende verschlingen.

Für uns war deshalb weniger entscheidend, ob Final Fantasy XIV als MMORPG noch funktioniert. Das hat es über viele Jahre schließlich mehr als deutlich bewiesen. Viel spannender war die Frage, wie gut sich ein derart großes Online-Rollenspiel überhaupt auf der Switch 2 spielen lässt. Gerade der Handheld-Modus könnte eigentlich perfekt zu vielen ruhigeren Beschäftigungen passen. Andererseits gibt es Kämpfe, bei denen innerhalb weniger Sekunden ziemlich viel auf dem Bildschirm passiert. Dazu kommt eine Benutzeroberfläche, die schon auf einem großen Monitor ordentlich voll werden kann. Wir haben uns deshalb auf der Switch 2 noch einmal nach Eorzea begeben und dabei ziemlich schnell festgestellt, dass diese Version ihre ganz eigenen Stärken hat.


Der Anfang ist heute fast schon eine Zeitreise

Wer neu einsteigt, beginnt weiterhin mit A Realm Reborn und damit an einem Punkt, an dem Final Fantasy XIV noch deutlich kleiner war als heute. Der eigene Charakter startet zunächst als relativ unbekannter Abenteurer. Je nach gewählter Klasse landet man in einer anderen Region und beschäftigt sich dort erst einmal mit vergleichsweise überschaubaren Problemen. Das hat durchaus seinen Reiz, denn die Welt wird nicht sofort mit einem riesigen Konflikt überladen. Man lernt Eorzea langsam kennen und begegnet Figuren, die teilweise noch sehr viel später eine Rolle spielen werden. Gleichzeitig merkt man diesem Einstieg inzwischen sein Alter an. Einige Aufgaben ziehen sich und manchmal läuft man ziemlich lange zwischen Figuren hin und her, obwohl die eigentliche Geschichte kaum vorankommt.

Wer sich davon nicht abschrecken lässt, erlebt später ein völlig anderes Final Fantasy XIV. Die Erweiterungen werden erzählerisch deutlich mutiger und irgendwann entwickelt sich aus der anfangs recht überschaubaren Geschichte ein riesiges Abenteuer. Besonders gut funktioniert dabei, dass Figuren nicht nach wenigen Stunden wieder verschwinden. Manche begleiten einen über lange Zeit und verändern sich gemeinsam mit der Geschichte. Dadurch bekommen spätere Ereignisse ein ganz anderes Gewicht. Man kennt diese Charaktere eben schon lange und hat mit ihnen einiges erlebt. Neue Spieler sollten sich deshalb nicht wundern, wenn sie nach zehn Stunden noch nicht verstehen, warum andere von der Story schwärmen. Final Fantasy XIV braucht lange, bis es richtig loslegt. Danach wird es allerdings schwer, wieder aufzuhören.


Eorzea funktioniert auch ohne Dauergruppe

Bei einem MMORPG denkt man normalerweise sofort daran, ständig mit anderen Spielern unterwegs sein zu müssen. Final Fantasy XIV geht inzwischen einen etwas anderen Weg. Große Teile der Geschichte können ziemlich entspannt alleine gespielt werden und für zahlreiche Dungeons stehen NPC-Begleiter zur Verfügung. Gerade für Einsteiger nimmt das viel Druck heraus. Niemand muss sofort mit fremden Spielern in einen Dungeon springen, obwohl man die eigene Klasse noch kaum verstanden hat. Stattdessen kann man erst einmal ausprobieren und Fehler machen. Das ist gerade deshalb angenehm, weil die Zahl der Fähigkeiten mit zunehmendem Level deutlich wächst und ein neuer Job irgendwann ganz anders funktioniert als während seiner ersten Stunden.

Komplett zum Einzelspieler-RPG wird Final Fantasy XIV dadurch natürlich nicht. Spätestens bei bestimmten Inhalten landet man gemeinsam mit anderen Spielern in einer Gruppe und genau dort zeigt sich weiterhin eine der großen Stärken des Spiels. Die ersten Dungeons sind noch relativ entspannt. Später werden die Mechaniken umfangreicher und Bosse verlangen wesentlich mehr Aufmerksamkeit. Man muss erkennen, wo gleich ein Angriff landet und wann die eigene Position gewechselt werden sollte. Irgendwann kommen Kämpfe dazu, bei denen mehrere Dinge gleichzeitig passieren und man nebenbei weiterhin seinen eigenen Job vernünftig spielen muss. Trotzdem bleibt der Einstieg vergleichsweise freundlich. Final Fantasy XIV gibt einem genug Zeit, bevor es wirklich kompliziert wird.


Heute Tank und morgen vielleicht Heiler

Das Job-System gehört auch auf der Switch 2 zu den Dingen, die wir an Final Fantasy XIV besonders mögen. Statt für jede Klasse einen neuen Charakter anzulegen, kann der eigene Krieger des Lichts praktisch alles lernen. Wer nach einigen Stunden keine Lust mehr auf seinen bisherigen Job hat, probiert eben etwas anderes aus. Aus einem Nahkämpfer kann später ein Magier werden und wer danach lieber heilen möchte, wechselt erneut. Dadurch bleibt der eigene Charakter immer der Mittelpunkt. Gerade bei einem Spiel mit einer derart langen Geschichte ist das angenehm, weil man nicht ständig von vorne anfangen muss, nur um eine andere Spielweise auszuprobieren.

Über die Jahre ist die Auswahl enorm gewachsen und entsprechend unterschiedlich spielen sich die einzelnen Jobs. Manche sind relativ schnell verstanden und andere verlangen deutlich mehr Übung. Dazu kommen die klassischen Rollen Tank, Heiler und Schaden, die innerhalb einer Gruppe vollkommen unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Das kann überraschend viel verändern. Einen Dungeon als Tank zu spielen fühlt sich eben anders an, als wenn man hinten steht und versucht, die Gruppe am Leben zu halten. Dadurch kann selbst bekannter Inhalt wieder interessant werden. Wer wirklich jeden Job ausprobieren möchte, kann allein damit sehr viel Zeit verbringen. Niemand muss das tun, aber genau diese Freiheit ist einer der Gründe, warum Final Fantasy XIV auch nach vielen Jahren noch genügend Beschäftigung bietet.


Feierabend heißt hier noch lange nicht ausloggen

Manchmal hat man überhaupt keine Lust auf Dungeons oder große Kämpfe und genau dann zeigt Final Fantasy XIV eine andere Seite. Handwerksberufe sind hier keine kleine Zusatzfunktion, die man irgendwann nebenbei erledigt. Sie besitzen eigene Fähigkeiten und Systeme und können problemlos zur Hauptbeschäftigung werden. Ähnlich sieht es beim Sammeln aus. Man zieht los und besorgt Materialien, ohne dabei ständig kämpfen zu müssen. Gerade auf der Switch 2 gefällt uns dieser Teil besonders gut. Für eine halbe Stunde Crafting oder eine kleine Sammelrunde muss man nicht unbedingt den PC einschalten oder den Fernseher blockieren. Konsole in die Hand und los geht es.

Dann wären da noch all die anderen Dinge, bei denen man irgendwann vergisst, was man ursprünglich eigentlich machen wollte. Mounts und Minions können gesammelt werden und das Housing kann für manche Spieler fast zum eigenen Spiel werden. Im Gold Saucer warten verschiedene Minispiele und Triple Triad ist ebenfalls vorhanden. Selbst beim Angeln kann man erstaunlich viel Zeit verlieren. Genau solche Beschäftigungen sind wichtig, weil Eorzea dadurch nicht nur wie eine Kulisse für die nächste Hauptquest wirkt. Man sieht andere Spieler und hat teilweise überhaupt keine Ahnung, womit sie gerade beschäftigt sind. Einer steht beim Marktbrett und ein anderer bastelt wahrscheinlich seit zwei Stunden an seinem Haus. Diese Mischung sorgt dafür, dass die Welt auch dann funktioniert, wenn man gerade überhaupt keine Lust auf die große Geschichte hat.


Dungeons in der Hand funktionieren tatsächlich

Vor dem Spielen hatten wir vor allem bei größeren Kämpfen unsere Zweifel. Final Fantasy XIV kann schließlich ziemlich hektisch werden und irgendwann leuchtet der Bildschirm an allen möglichen Stellen gleichzeitig. Auf der Switch 2 funktioniert das überraschend ordentlich. Natürlich sollte man keinen direkten Vergleich mit einem leistungsstarken Gaming-PC erwarten. Wer dort normalerweise mit deutlich höheren Bildraten spielt, merkt den Unterschied sofort. Nach einer gewissen Eingewöhnung lässt sich das Kampfsystem aber vernünftig spielen. Fähigkeiten reagieren ordentlich und die wichtigen Mechaniken bleiben erkennbar.

Bei normalen Dungeons hatten wir deshalb deutlich weniger Probleme, als zunächst erwartet. Interessanter wird es bei anspruchsvollen Endgame-Inhalten. Dort zählt irgendwann jede Bewegung und dann können höhere Bildraten natürlich angenehmer sein. Die Switch 2 wäre für uns deshalb nicht unbedingt die Plattform, auf der wir freiwillig den schwierigsten aktuellen Raid lernen würden. Für Story-Dungeons und einen großen Teil der normalen Inhalte reicht die Umsetzung aber vollkommen aus. Allein die Tatsache, einen vollständigen Final-Fantasy-XIV-Dungeon auf einem Handheld spielen zu können, hat immer noch etwas leicht Merkwürdiges. Nach ein paar Stunden fühlt es sich dann allerdings erstaunlich normal an.


Controller war hier noch nie das Problem

Bei der Steuerung profitiert die Switch 2 davon, dass Square Enix Final Fantasy XIV schon seit vielen Jahren für Controller optimiert. Es wurde also nicht einfach eine PC-Steuerung irgendwie auf die Joy-Con-Tasten verteilt. Über die Cross Hotbars lassen sich zahlreiche Fähigkeiten erreichen und zwischen verschiedenen Belegungen wechseln. Anfangs sieht das trotzdem ziemlich wild aus. Sobald ein Job mehr Fähigkeiten besitzt, muss man erst einmal herausfinden, wie man die Tasten sinnvoll belegt. Hat man sich daran gewöhnt, funktioniert der Wechsel zwischen den einzelnen Aktionen erstaunlich schnell.

Mehr Aufmerksamkeit braucht dagegen das Interface im Handheld-Modus. Final Fantasy XIV liebt Informationen. Chat und Questanzeigen wollen Platz haben und dazu kommen Minimap sowie Fähigkeiten und Statusanzeigen. Auf einem Fernseher ist das kein großes Problem. Auf dem Display der Switch 2 kann es dagegen ziemlich voll werden. Zum Glück lässt sich das HUD umfangreich verändern. Genau das sollte man auch tun. Einige Elemente können kleiner werden und andere braucht man unterwegs vielleicht überhaupt nicht dauerhaft eingeblendet. Nach etwas Anpassung funktioniert die Oberfläche wesentlich besser. Wer einfach mit der Standardbelegung loslegt, verschenkt hier einiges an Komfort.


Auf dem Sofa ergibt plötzlich vieles mehr Sinn

Der Handheld-Modus ist wahrscheinlich der wichtigste Grund, überhaupt über diese Version nachzudenken. Final Fantasy XIV besteht schließlich nicht nur aus mehrstündigen Raids. Sehr viele Dinge lassen sich in kurzen Sitzungen erledigen und genau dort passt die Switch 2 hervorragend. Ein paar Quests vor dem Schlafengehen oder etwas Crafting auf dem Sofa funktionieren einfach. Man muss nicht erst an den Schreibtisch und kann trotzdem am eigenen Charakter weitermachen. Gerade langjährige Spieler kennen wahrscheinlich diese Momente, in denen sie nur noch kurz etwas erledigen wollen. Für genau solche Situationen ist die Switch 2 ziemlich praktisch.

Natürlich wird aus Final Fantasy XIV dadurch kein Offline-Spiel. Eine Internetverbindung bleibt notwendig und unterwegs hängt damit einiges davon ab, wo man sich gerade befindet. Trotzdem verändert die Möglichkeit, Eorzea einfach in die Hand zu nehmen, die Art, wie man das Spiel nutzen kann. Man muss nicht jede Sitzung zu einem großen MMO-Abend machen. Gerade die ruhigeren Beschäftigungen passen hervorragend zum Handheld. Nach einigen Tagen haben wir deshalb häufiger Dinge auf der Switch erledigt, für die wir uns am PC wahrscheinlich gar nicht erst eingeloggt hätten.


Für Neueinsteiger ist das erstmal eine Wand

Die Größe von Final Fantasy XIV ist gleichzeitig ein Vorteil und ein Problem. Wer 2026 neu beginnt, bekommt mehr als ein Jahrzehnt an Inhalten vor die Füße gelegt. Natürlich wird nicht alles sofort freigeschaltet, trotzdem erscheinen ständig neue Systeme und Begriffe. Dazu kommen unterschiedliche Questarten und irgendwann zahlreiche Jobs. Dann stehen noch Crafting und Sammelberufe daneben und irgendwo wartet der nächste Nebeninhalt. Gerade am Anfang kann das erschlagend wirken. Man öffnet ein Menü und findet dort Dinge, von denen man noch überhaupt keine Ahnung hat, wofür man sie eigentlich braucht.

Am besten funktioniert Final Fantasy XIV deshalb, wenn man nicht versucht, sofort alles zu verstehen. Einfach der Hauptgeschichte folgen und den eigenen Job kennenlernen reicht zunächst vollkommen aus. Der Rest kommt irgendwann von alleine. Das klingt vielleicht banal, ist bei einem MMO dieser Größe aber wichtig. Wer jede Markierung auf der Karte abarbeiten möchte, bevor es weitergeht, kann sich den Einstieg unnötig schwer machen. Gerade auf der Switch 2 dürften einige Spieler erstmals überhaupt Kontakt mit Final Fantasy XIV bekommen. Sie sollten sich darauf einstellen, dass dieses Spiel nicht innerhalb eines Wochenendes erklärt, geschweige denn durchgespielt ist.


Eorzea passt erstaunlich gut auf den kleinen Bildschirm

Optisch macht die Switch 2 Version einen ordentlichen Eindruck. Natürlich sieht Final Fantasy XIV auf einem aktuellen Gaming-PC besser aus und das wird niemand ernsthaft anders erwarten. Trotzdem funktioniert die Welt auf dem kleineren Bildschirm erstaunlich gut. Charaktere bleiben sauber erkennbar und auch größere Landschaften verlieren nicht ihren gesamten Reiz. Gerade neuere Gebiete profitieren davon, dass Square Enix die Grafik des Spiels in den vergangenen Jahren überarbeitet hat. Beleuchtung und Materialien wirken moderner und selbst ältere Regionen sehen heute besser aus als noch zu ihrer ursprünglichen Veröffentlichung.

Die Grenzen zeigen sich vor allem dort, wo sehr viele Spieler gleichzeitig unterwegs sind. Größere Städte können die Hardware stärker fordern und dann läuft das Spiel nicht mehr ganz so sauber wie in einem normalen Questgebiet. Auch bei der Bildqualität darf man keine Wunder erwarten. Trotzdem waren wir insgesamt positiv überrascht. Final Fantasy XIV wirkt auf der Switch 2 nicht wie eine Fassung, bei der man permanent darüber nachdenkt, was alles fehlt. Meistens spielt man einfach. Und genau das ist bei einer Portierung eines der besseren Komplimente, die man machen kann.


Technisch bleibt noch etwas Arbeit

Ganz rund ist die Umsetzung momentan trotzdem nicht. Gerade bei bestimmten Übergängen können längere Ladephasen auffallen und auch in stark bevölkerten Bereichen merkt man, dass die Switch 2 stärker arbeiten muss. Solche Probleme sind bei einem MMORPG besonders auffällig, weil man ständig zwischen Gebieten und instanzierten Inhalten wechselt. Wenn ein Übergang länger dauert als erwartet, unterbricht das den Spielfluss stärker als ein kleiner grafischer Fehler irgendwo in der Landschaft.

Während des normalen Spielens hatten wir trotzdem nicht das Gefühl, ständig gegen technische Probleme anzukämpfen. Das Grundgerüst steht und genau das ist bei einem Spiel dieser Größe wichtig. Verbesserungen bei Ladezeiten und Performance wären trotzdem willkommen. Gerade weil Final Fantasy XIV permanent weiterentwickelt wird, dürfte die Switch 2 Fassung ebenfalls nicht auf dem Stand ihres Erscheinungstages stehen bleiben. Für den Moment ist sie gut spielbar. Perfekt ist sie allerdings noch nicht.

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Unsere Meinung

Final Fantasy XIV passt überraschend gut auf die Nintendo Switch 2. Natürlich ersetzt die neue Version keinen leistungsstarken Gaming-PC, doch genau das muss sie auch nicht. Dungeons, Quests, Crafting oder eine kleine Sammelrunde lassen sich angenehm im Handheld-Modus spielen und gerade die ruhigeren Beschäftigungen in Eorzea bekommen dadurch einen ganz neuen Reiz. Die seit Jahren ausgereifte Controller-Steuerung zahlt sich ebenfalls aus: Nach etwas Eingewöhnung funktionieren Jobs und Kämpfe auch mit den Joy-Con erstaunlich gut.
Besonders überzeugt hat uns deshalb die Freiheit, Final Fantasy XIV nicht mehr für jede Kleinigkeit am Schreibtisch oder Fernseher starten zu müssen. Ein paar Quests auf dem Sofa, etwas Crafting vor dem Schlafengehen oder ein normaler Dungeon zwischendurch passen hervorragend zur Switch 2. Selbst wenn auf dem Bildschirm mehr los ist, bleibt das Spiel größtenteils gut spielbar. Wer allerdings anspruchsvolle Endgame-Raids bestreiten möchte, wird die höheren Bildraten und die Übersicht eines leistungsstärkeren Systems weiterhin zu schätzen wissen.
Ganz ohne Kompromisse funktioniert die Umsetzung nämlich nicht. Das ohnehin informationsreiche Interface kann auf dem kleineren Display schnell überladen wirken und sollte unbedingt an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. In stark bevölkerten Bereichen stößt die Hardware ebenfalls eher an ihre Grenzen und gelegentlich fallen längere Ladephasen auf. Technisch gibt es deshalb noch Raum für Verbesserungen. Während des normalen Spielens hatten wir allerdings nie das Gefühl, permanent gegen die Switch-2-Version kämpfen zu müssen.
Für langjährige Spieler ist die Switch 2 damit vor allem eine interessante zusätzliche Möglichkeit, Eorzea zu erleben. Gleichzeitig bekommen Nintendo-Spieler ein vollständiges MMORPG, dessen Umfang nach mehr als einem Jahrzehnt gewaltig geworden ist. Genau diese Größe kann Neueinsteiger zunächst erschlagen, belohnt etwas Geduld aber mit einer riesigen Welt und enorm vielen Beschäftigungsmöglichkeiten. Final Fantasy XIV auf der Switch 2 ist nicht die technisch beste Version des Spiels – möglicherweise aber eine der flexibelsten.
Unsere Gesamtbewertung
89%

„Eorzea für die Hosentasche: technisch nicht ganz ohne Kompromisse, dafür überraschend spielbar und im Handheld-Modus eine echte Bereicherung.” – game7days

Game7Days Award Gold
Gold
Pro Contra
  • Vollwertiges Final Fantasy XIV auf der Switch 2
  • Handheld-Modus passt hervorragend zu vielen Aktivitäten
  • Normale Dungeons überraschend gut spielbar
  • Seit Jahren ausgereifte Controller-Steuerung
  • Cross Hotbars funktionieren auch mit den Joy-Con gut
  • HUD umfangreich anpassbar
  • Sehr großer Umfang mit jahrelang gewachsenen Inhalten
  • Starke Geschichte nach dem etwas zähen Einstieg
  • Viele Inhalte auch alleine mit NPCs spielbar
  • Flexibles Job-System auf einem einzigen Charakter
  • Große Auswahl unterschiedlicher Jobs
  • Crafting und Sammelberufe eignen sich hervorragend unterwegs
  • Zahlreiche Nebenbeschäftigungen abseits der Hauptgeschichte
  • Charaktere und Spielwelt funktionieren auf dem kleinen Display gut
  • Grafisch insgesamt überraschend ordentliche Umsetzung
  • Interface kann im Handheld-Modus schnell überladen wirken
  • Performance in stark bevölkerten Bereichen schwächer
  • Teilweise längere Ladephasen bei Gebietswechseln
  • Anspruchsvolle Endgame-Raids profitieren von höheren Bildraten
  • Technisch sichtbar unter einer leistungsstarken PC-Version
  • Permanent aktive Internetverbindung notwendig
  • Gewaltiger Umfang kann Neueinsteiger zunächst erschlagen
  • A-Realm-Reborn-Einstieg wirkt stellenweise inzwischen etwas zäh
Name: Final Fantasy XIV Online
Genre: MMORPG
Version: Nintendo Switch 2
Entwickler: Square Enix
Publisher: Square Enix
Plattform: Nintendo Switch 2
Spielmodus: Online-Multiplayer / Solo-Inhalte
Steuerung: Joy-Con / Controller
Internet: dauerhaft erforderlich
Besonderheit: Handheld- und TV-Modus
Anmerkung: Die Nintendo-Switch-2-Version von Final Fantasy XIV wurde game7days für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Publishers oder Entwicklers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.

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