Den meisten dürfte inzwischen bekannt sein, dass mit The Mandalorian & Grogu bald der nächste große Star Wars Film in den Kinos startet. Gerade für Fans der Serie ist das natürlich ein ziemlich großes Ding, weil Grogu und Din Djarin mittlerweile für viele fast schon zu den beliebtesten Figuren des gesamten Universums gehören. Passend dazu hat Revell vor kurzem zwei neue Modelle veröffentlicht. Zum einen den „Neue Republik X-Wing Fighter“, zum anderen erneut die berühmte Razor Crest. Und genau dieses Modell haben wir uns etwas genauer angeschaut.
Wer sich im Modellbau ein wenig auskennt, dürfte vermutlich wissen, dass es von der Razor Crest inzwischen schon einige verschiedene Versionen gibt. Manche waren kleiner, andere deutlich detailreicher oder eher auf Einsteiger ausgelegt. Die neue Variante fällt allerdings relativ schnell durch ihr Design auf. Vor allem die gelben Elemente an der Front und an einigen Bereichen des seitlichen Rumpfes stechen sofort ins Auge. Wer die bisherigen Trailer zum Film gesehen hat, dürfte diese Farbgebung vermutlich direkt wiedererkennen. Genau diese etwas auffälligere Optik sorgt dafür, dass sich das Modell sofort ein wenig von älteren Versionen abhebt. Für uns war das Ganze zusätzlich noch etwas Besonderes, weil es tatsächlich unser erster richtiger Versuch im Modellbau überhaupt gewesen ist.
Was ist im Paket enthalten?
Schon beim Auspacken merkt man relativ schnell, dass Revell die Razor Crest optisch ziemlich stark an Star Wars Fans richtet. Auf der Vorderseite der Verpackung sieht man direkt eine große Darstellung des fertigen Modells, inklusive der gelben Farbdetails, die sofort auffallen. Gerade wenn man die neueren Trailer bereits gesehen hat, erkennt man die Farbgebung ziemlich schnell wieder. Dazu kommt natürlich wieder das bekannte Revell-Level-System, über das direkt ersichtlich wird, wie anspruchsvoll der Zusammenbau ungefähr werden soll. Insgesamt gibt es dabei fünf verschiedene Schwierigkeitsstufen, die vom simplen Steckbausatz bis hin zu sehr komplexen Modellen für erfahrene Bastler reichen. Die Razor Crest #06747 wird dabei als Level 3 eingestuft, also irgendwo im mittleren Bereich.
Ganz ehrlich: Für absolute Neulinge kann das Modell trotzdem an manchen Stellen etwas einschüchternd wirken. Immerhin reden wir hier von insgesamt 101 Teilen bei einem Maßstab von 1:72 und einer Länge von knapp 34 Zentimetern. Das klingt erstmal nicht extrem, aber gerade beim ersten Modell sitzt man teilweise doch deutlich länger an einzelnen Schritten als gedacht. Gleichzeitig wirkt die Anleitung insgesamt aber angenehm verständlich aufgebaut, wodurch man sich nach den ersten Bauabschnitten relativ gut zurechtfindet. Man merkt relativ schnell, dass das Modell zwar Geduld verlangt, aber eben nicht sofort in diesen extrem komplizierten Profi-Bereich abrutscht, bei dem man nach zehn Minuten schon komplett aufgibt.
Auf der Rückseite der Verpackung finden sich dann noch einige zusätzliche Informationen rund um die Razor Crest selbst sowie Hinweise zu den benötigten Farben und Werkzeugen. Gerade letzteres sollte man vorher definitiv beachten, denn im Gegensatz zu manchen anderen Revell-Sets liegen hier weder Farben noch Pinsel direkt bei. Man muss sich also alles separat besorgen. Empfohlen werden insgesamt zehn verschiedene Grundfarben, die für den klassischen Look des Schiffs gedacht sind. Natürlich kann man dabei auch etwas improvisieren, aber gerade wenn man das Modell möglichst nah an der Filmvorlage gestalten möchte, lohnt es sich definitiv, die angegebenen Farben direkt mitzukaufen.
In der Verpackung selbst befinden sich neben dem großen unteren Rumpfteil mehrere Spritzlinge mit den restlichen Einzelteilen, eine ausführliche Bauanleitung und ein großer Decal-Bogen. Gerade die Decals sollte man nicht unterschätzen. Die sehen am Ende zwar richtig gut aus, verlangen beim Aufbringen aber definitiv etwas Geduld und ruhige Hände. Besonders bei kleineren Markierungen kann man sich schnell mal leicht verschieben oder etwas schief ansetzen. Genau deshalb merkt man relativ früh, dass Modellbau manchmal deutlich entspannter aussieht, als er in Wirklichkeit ist. Trotzdem gehört genau dieses langsame Arbeiten irgendwie auch zum eigentlichen Reiz des Ganzen dazu.


Welches Werkzeug wir empfehlen
Zusätzlich zu den Farben, die direkt auf der Verpackung angegeben werden, kommen bei der Razor Crest noch zwei weitere Farbtöne hinzu. Insgesamt landet man dadurch bei zwölf verschiedenen Farben, die für das Modell empfohlen werden. Verfügbar sind diese sowohl als klassische Email-Farben als auch als Aqua-Color-Varianten. Wir haben uns hier für Aqua Color entschieden, einfach weil diese Farben gerade für Anfänger deutlich angenehmer wirken. Sie trocknen schneller, lassen sich einfacher reinigen und verzeihen kleinere Fehler beim Bemalen oft etwas besser. Gerade wenn man zum ersten Mal an einem Modell sitzt, merkt man relativ schnell, dass das Ganze ohnehin schon genug Geduld verlangt. Da hilft es enorm, wenn wenigstens die Farben etwas unkomplizierter sind.
Interessant ist außerdem, dass die Anleitung bei manchen Bereichen sogar empfiehlt, bestimmte Farben miteinander zu mischen. Genau dadurch bekommt das Modell später diesen etwas abgenutzteren und realistischeren Look, den man von der Razor Crest kennt. Verwendet werden dabei unter anderem glänzendes Schwarz, verschiedene Metallic-Töne wie Aluminium oder Eisen, aber auch Farben wie NATO-Oliv, Dunkelgrau oder Lufthansa-Gelb für die auffälligen gelben Bereiche des neuen Designs.
Folgende Farben werden laut Anleitung empfohlen:
07: Schwarz Glänzend
46: Nato-Oliv Matt
84: Lederbraun Matt
89: Beige Matt
90: Silber Metallic
91: Eisen Metallic
99: Aluminium Metallic
302: Schwarz Seidenmatt
310: Lufthansa-Gelb Seidenmatt
363: Dunkelgrün Seidenmatt
378: Dunkelgrau Seidenmatt
382: Holzbraun Seidenmatt
Gerade die Mischung aus eher dreckigen Metallfarben und den helleren Akzenten sorgt später dafür, dass das Modell deutlich lebendiger wirkt und nicht einfach nur wie ein graues Schiff aussieht. Vor allem bei der Razor Crest passt dieser leicht gebrauchte Look einfach perfekt zum Stil des Schiffs. Genau deshalb lohnt es sich auch, die empfohlenen Farben möglichst vollständig zu verwenden, statt einfach nur irgendein Standard-Grau zu nehmen.
Neben den Farben selbst sollte man aber auch beim Werkzeug nicht sparen. Wirklich empfehlen würden wir definitiv einen Seitenschneider, um die Einzelteile sauber aus den Gussrahmen herauszutrennen. Gerade mit normalen Scheren oder einfach per Hand bricht man sonst schnell kleine Teile unsauber ab. Dazu kommt eine Feile oder Schleifhilfe, um die Stellen zu glätten, an denen die Teile ursprünglich befestigt waren. Besonders später beim Bemalen fallen unsaubere Kanten relativ schnell auf. Natürlich braucht man außerdem mehrere Pinselgrößen, weil manche Bereiche ziemlich groß sind, während andere winzige Details besitzen, bei denen man mit einem normalen Pinsel kaum vernünftig arbeiten kann.
Zum Zusammenkleben der Teile haben wir den Revell Contacta Kleber verwendet. Der funktioniert etwas anders als normaler Bastelkleber, weil er das Plastik an den Verbindungsstellen leicht anlöst und die Teile dadurch praktisch miteinander verschmelzen lässt. Gerade bei Polystyrol-Modellen funktioniert das ziemlich gut und sorgt für stabile Verbindungen. Etwas vorsichtiger muss man allerdings bei den transparenten Cockpitscheiben sein. Normale Plastikkleber oder Sekundenkleber hinterlassen dort schnell Schlieren oder einen weißen Schleier, der später richtig störend aussehen kann. Deshalb lohnt sich hier entweder ein spezieller Klarteil-Kleber wie Revell Contacta Clear oder sogar einfacher weißer Holzleim, der zunächst milchig aussieht und später transparent austrocknet. Genau solche Kleinigkeiten merkt man oft leider erst dann, wenn es eigentlich schon zu spät ist.
Dazu kommen noch ein paar Dinge, die zwar nicht zwingend notwendig sind, das Leben aber deutlich einfacher machen können. Eine Pinzette hilft enorm beim Festhalten kleiner Teile oder beim Platzieren der Decals. Gerade bei winzigen Aufklebern merkt man relativ schnell, wie schnell man mit den Fingern an seine Grenzen kommt. Auch eine kleine Schere zum Ausschneiden der Decals sollte man unbedingt dabeihaben. Zusätzlich gibt es noch sogenannte Decal-Softener wie den Revell Decal Soft. Diese Flüssigkeiten helfen dabei, die Decals besser anzupassen und sauberer auf gewölbten Oberflächen anzubringen. Wirklich Pflicht ist das zwar nicht, erleichtert manche Arbeitsschritte aber deutlich. Und genau bei solchen Dingen merkt man irgendwann, dass Modellbau manchmal weniger mit Geschwindigkeit und deutlich mehr mit Geduld zu tun hat.


Der Zusammenbau lief großteils unkompliziert
Als Neuling hatten wir anfangs schon etwas Respekt vor dem Modell, da es sich immerhin um ein recht großes Schiff mit vielen Einzelteilen handelt. Überraschenderweise verlief der Einstieg aber deutlich angenehmer als gedacht. Wichtig ist eigentlich nur, dass man sich genug Zeit lässt und nicht versucht, alles möglichst schnell fertigzubauen. Gerade bei den ersten Schritten merkt man relativ schnell, dass Modellbau wesentlich entspannter funktioniert, wenn man zwischendurch kleine Pausen einlegt und manche Teile erst vollständig trocknen lässt. Die Anleitung hilft dabei enorm weiter. Jeder Schritt wird übersichtlich dargestellt und kleine Symbole zeigen direkt an, welche Farben an welchen Stellen verwendet werden sollen und wie die jeweiligen Teile später miteinander verbunden werden müssen. Los ging es bei der Razor Crest zunächst mit den Seitenwänden des Innenraums, den Sitzen des Cockpits und natürlich auch mit Din Djarin selbst. Gerade hier merkt man relativ früh, dass man beim Bemalen etwas Geduld mitbringen sollte. Viele Teile müssen von mehreren Seiten bemalt werden und genau deshalb hilft es enorm, einzelne Bereiche zunächst trocknen zu lassen, bevor man weiterarbeitet. Andernfalls hält man die frisch bemalten Stellen schneller wieder mit den Fingern fest, als einem lieb ist. Danach folgte der vordere Bereich des Cockpits sowie die restlichen Seitenteile und Türen, die später zum Lagerraum und zu den oberen Bereichen des Schiffs führen. Bereits in diesen frühen Bauabschnitten müssen außerdem die ersten Decals angebracht werden. Das funktioniert grundsätzlich relativ unkompliziert. Die Aufkleber werden ausgeschnitten, kurz in warmes Wasser gelegt und lösen sich anschließend vorsichtig vom Trägerpapier. Mit etwas Geduld lassen sie sich dann sauber auf dem Modell platzieren. Trotzdem merkt man auch hier schnell, dass ruhige Hände definitiv nicht schaden und man lieber langsam arbeiten sollte, statt die Decals hektisch anzubringen.
Nachdem das Grundcockpit bemalt und die ersten Bauteile miteinander verklebt wurden, entsteht langsam zum ersten Mal wirklich das Gefühl, tatsächlich an einer Razor Crest zu arbeiten. Gerade dieser Moment macht überraschend viel aus, weil das Modell plötzlich nicht mehr nur aus einzelnen Spritzlingteilen besteht, sondern langsam wie ein richtiges Schiff aussieht. Anschließend wird der größere Hauptteil des Rumpfes befestigt. Das funktioniert dank der vorgesehenen Steckverbindungen insgesamt ziemlich angenehm. Mit etwas Klebstoff sitzen die Teile erstaunlich stabil ineinander. Wichtig ist dabei allerdings, vorher die Laderampe und die beiden seitlichen Zugangsklappen einzusetzen. Vergisst man diesen Schritt, wird es später ziemlich schwierig bis unmöglich, diese noch sauber einzubauen. Außerdem sollte man an diesen beweglichen Teilen möglichst keinen Kleber verwenden, da sich die Klappen sonst später nicht mehr öffnen lassen. Etwas kniffliger wurden danach die beiden Frontkanonen. Diese bestehen jeweils aus mehreren Einzelteilen und müssen zunächst separat zusammengebaut werden. Wirklich vorsichtig sollte man allerdings bei der späteren Befestigung an der Außenhülle sein. Dafür werden zunächst kleine Halterungen angebracht, in die die Kanonen anschließend über winzige Stifte eingesetzt werden. Genau hier kann Farbe schnell zum Problem werden. Gelangt zu viel Farbe in die Halterungen oder direkt auf die kleinen Steckverbindungen, lassen sich die Kanonen teilweise nur noch schwer einsetzen. Deshalb lohnt es sich definitiv, diese Bereiche möglichst sauber freizuhalten. Laut Anleitung soll hier eigentlich kein Klebstoff verwendet werden, damit die Geschütze beweglich bleiben. Wer sich bei der finalen Position sicher ist, kann sie aber natürlich trotzdem fixieren. Gerade bei solchen kleinen Details merkt man irgendwann relativ schnell, dass Modellbau oft deutlich mehr mit Geduld und sauberem Arbeiten zu tun hat als mit Geschwindigkeit.





Um dem Schiff langsam den Großteil seines späteren Aussehens zu verleihen, wird anschließend das große Oberdeck aufgesetzt. Genau hier wird es zum ersten Mal etwas kniffliger, vor allem im Bereich rund um das Cockpit. Man merkt relativ schnell, dass wirklich alles sauber sitzen muss, bevor man den oberen Teil endgültig befestigt. Gerade deshalb sollte man vorher unbedingt kontrollieren, ob wirklich alle Decals angebracht und sämtliche Innenbereiche fertig bemalt wurden. Sobald das Oberteil verklebt und vollständig getrocknet ist, kommt man später praktisch nicht mehr vernünftig an das Innere heran. Genau deshalb lohnt es sich, an dieser Stelle lieber einmal mehr in die Anleitung zu schauen. Sitzt das Oberdeck schließlich richtig, sieht die Razor Crest plötzlich deutlich mehr nach einem fertigen Schiff aus und nicht mehr nur nach einzelnen Modellteilen. Direkt danach folgen die Tragflächen sowie die beiden großen Triebwerke. Der Zusammenbau selbst funktioniert hier insgesamt ziemlich angenehm und unkompliziert. Wichtig ist allerdings, die Antriebe wirklich sauber und stabil zu befestigen. Durch ihr Eigengewicht können sich die Teile sonst leicht wieder lösen, solange der Kleber noch nicht vollständig ausgehärtet ist. Im Zweifelsfall hilft es enorm, die Triebwerke während der Trocknungszeit von unten leicht abzustützen, damit später nichts absackt oder schief sitzt. Gerade bei größeren Teilen merkt man relativ schnell, dass Geduld hier oft wichtiger ist als Geschwindigkeit.
Spätestens jetzt kommt allerdings der Moment, bei dem man wirklich vorsichtig arbeiten sollte: der Einbau der Cockpitscheiben. Insgesamt werden hier zehn verschiedene transparente Teile eingesetzt. Darunter befinden sich kleine Scheiben am unteren Cockpitrand, größere Seitenteile, die breite obere Cockpitscheibe sowie mehrere kleinere Fenster weiter hinten am Schiff. Genau diese Klarteile wirken später extrem wichtig für den Gesamteindruck des Modells und deshalb sollte man sich hier wirklich Zeit nehmen. Wir haben den Kleber beziehungsweise den transparent trocknenden Leim vorsichtig mit einem feinen Pinsel direkt an den Klebestellen verteilt und anschließend die Scheiben langsam eingesetzt. Dabei hilft es enorm, möglichst saubere Hände zu haben und keinen unnötigen Druck auszuüben. Gerade transparente Teile verkratzen oder verschmieren schneller, als man denkt. Anfangs sieht man den weißen Leim zwar noch relativ deutlich, nach dem Trocknen wird dieser allerdings komplett transparent. Falls doch einmal etwas herausquillt oder verschmiert, lässt sich das meist noch vorsichtig mit Wasser entfernen. Trotzdem merkt man gerade bei diesen Arbeitsschritten sehr schnell, wie wichtig ruhiges und konzentriertes Arbeiten im Modellbau eigentlich ist.



Nun ist das Modell beinahe vollständig aufgebaut und spätestens an diesem Punkt muss man sich für eine der beiden Varianten entscheiden. Entweder man stellt die Razor Crest in der fliegenden Version dar oder man baut sie stehend mit ausgefahrener Rampe und geöffneten Einstiegen auf. Beide Varianten wirken später komplett unterschiedlich und genau deshalb sollte man sich vorher kurz überlegen, welche Darstellung man eigentlich lieber haben möchte. Für die Flugversion müssen an einem größeren Teil der Unterseite zwei Löcher gebohrt werden, an denen später der Standfuß befestigt wird. Das kann man entweder direkt vor dem Bemalen erledigen oder erst danach, wobei es vorher natürlich etwas entspannter ist. Anschließend wird der große transparente Halter samt Bodenplatte befestigt, wodurch das Schiff später praktisch schwebend dargestellt wird. Gerade mit den geschlossenen Rampen wirkt die Razor Crest dadurch fast wie ein kleines Ausstellungsmodell aus einem Museum oder einer Filmszene. Hat man die unteren Seitenklappen bemalt und eingesetzt, ist die fliegende Variante im Grunde bereits fast komplett fertig.
Entscheidet man sich stattdessen für die stehende Version, müssen die Landebeine zusammengebaut, bemalt und anschließend an der Unterseite befestigt werden. Genau hier merkt man allerdings nochmal, dass größere Modelle durchaus etwas Geduld verlangen. Die Standfüße bestehen erneut aus mehreren Einzelteilen und sollten wirklich ordentlich trocknen, bevor man das komplette Gewicht des Schiffs darauf abstellt. Gerade am Anfang neigt man schnell dazu, zu früh weiterzuarbeiten und genau dann verrutscht plötzlich wieder irgendetwas. Danach fehlen eigentlich nur noch die ausgefahrenen Rampenteile und die kleinen Metallstangen, welche die Einstiege und die große Laderampe halten sollen. Hat man diese ebenfalls befestigt, verbringt man die letzten Stunden praktisch nur noch mit den Decals auf dem Rumpf. Genau dort steckt am Ende erstaunlich viel Arbeit drin. Kleine Warnmarkierungen, Symbole und zahlreiche Details müssen sauber auf beiden Seiten angebracht werden, während im Frontbereich und an den Seiten zusätzlich große gelbe Decals verwendet werden können. Hier hat man die Wahl, ob man die gelben Bereiche lieber komplett selbst bemalt oder die großen vorbereiteten Aufkleber nutzt, auf denen viele Details bereits integriert sind. Zum Schluss liegt außerdem noch ein kleines Schild bei, das ebenfalls bemalt werden kann. Dort lassen sich entweder das „The Mandalorian and Grogu“-Logo oder alternativ das klassische Star-Wars-Logo anbringen, wodurch das fertige Modell am Ende nochmal etwas hochwertiger wirkt.








Unsere Meinung
Revell Razor Crest #06747 ist ein Modell, das schon beim Auspacken ziemlich deutlich macht, warum es für Star-Wars-Fans so reizvoll ist. Mit über 100 Teilen und einer Länge von mehr als 30 Zentimetern wirkt das Set angenehm umfangreich, ohne direkt abschreckend zu werden. Der Zusammenbau bleibt selbst für Anfänger gut machbar, weil die einzelnen Schritte sauber nachvollziehbar sind und man sich Stück für Stück an das fertige Schiff heranarbeitet. Genau dadurch entsteht dieser schöne Modellbau-Moment, bei dem aus vielen kleinen Teilen langsam etwas richtig Greifbares wird.
Etwas Geduld sollte man trotzdem mitbringen. Gerade beim Anmalen lohnt es sich, nicht alles in einem Durchgang erledigen zu wollen, sondern mit mehreren dünnen Schichten zu arbeiten. Auch die Decals brauchen eine ruhige Hand, weil kleine Fehler später schneller auffallen können, als einem lieb ist. Wenn man sich dafür aber Zeit nimmt, zahlt sich der Aufwand sichtbar aus. Am Ende steht eine Razor Crest, die im Regal richtig stark wirkt und den zusätzlichen Feinschliff absolut wert ist.
„Ein starkes Star-Wars-Modell, das Geduld belohnt und am Ende richtig Eindruck macht.” – game7days
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