Don’t die in the West – Test / Preview (PC)

Quelle: Funday Games

Kleine Koop Titel im Indie-Bereich gibt es viele. Zumeist handelt es sich hierbei aber lediglich um Mini-Shooter oder Party-Titel. Eine Ausnahme der Regel ist hier das kürzlich im Early Access erschienene Cowboy-RPG Spiel mit Lebenssimulations-Inhalten, welches sowohl alleine als auch Online im Koop erlebt werden kann. Wir haben uns den Titel “Don’t Die in the West”, welcher von Funday Games entwickelt wurde, genauer angeschaut, um euch darüber berichten zu können!

Kleine, aber feine Charaktererstellung

Bei Spielstart kann man entweder einem anderen Spieler mit einem bereits erstellten Charakter beitreten oder ein eigenes Spiel starten. Wenn ihr noch einen Charakter erstellt habt, gelangt man trotz allem in den Charakter-Editor und kann sich selbst einen Mini-Cowboy erstellen. Hier stehen ein paar Anpassungsoptionen zur Verfügung. So kann man beispielsweise die Hautfarbe ändern, sowie den Mund, die Augen , die Ohren und die Nase und auch die Frisur und Kleidung abändern. Lediglich am Unterkörper kann nichts angepasst werden, da diese grundsätzlich nicht dargestellt werden. Die Bewegungen sehen im Spiel ziemlich lustig, wenn auch gewöhnungsbedürftig aus.

Die geerbte Farm

Wie man es von anderen Spielen dieser Art kennt, erbt man auch hier eine Farm. In diesem Falle ist es unser Onkel, welcher uns die Farm vermacht hat. Der Bürgermeister der nahe gelegenen Stadt erklärt uns noch die ein oder anderen wichtigen Informationen, gibt uns den Vertrag und schickt uns los, ein fabelhafter Rancher und Cowboy zu werden. Mithilfe der Pferdekutsche kommt man schnell ins richtige, spielbare Gebiet. Bereits jetzt heißt es aufpassen, wo man entlang geht. Dank einer Questanzeige und den dort befindlichen Beschilderungen an den Wegen findet man seine Farm relativ schnell, allerdings ist diese ziemlich heruntergekommen.

Allerdings kommt die Ernüchterung relativ schnell. Die Farm ist komplett heruntergekommen, überall ist Unkraut und Müll, der Hühnerstall ist kaputt und in unserem Bett hat sich ein fremdes Mädchen eingenistet, welches uns auch um Essen anbettelt. Ansonsten ist um unsere Farm herum nur trockene Wüste, Staub, Hühner, Schlangen und Koyoten, die uns ans Leder wollen, aber eine gute Nahrungsquelle darstellen.

Aus alt mach neu

Natürlich möchte man auf der alten Farm nicht leben, ohne diese aufzumöbeln. Dafür benötigt man jedoch einen Schreibtisch. Dieser kann dank einer Quest relativ schnell auf eurem Gelände platziert werden und dient als zusätzlicher Questgeber und Hinweisgeber auf neue Herstellstationen wie eine Schmiede, um Erze zu verarbeiten. Aber diese wollt ihr natürlich nicht nur einfach in der Wildnis aufstellen. Mithilfe eines recht eingängigen Baumenüs geht es relativ schnell, Bodenplatten und Wände zu platzieren, diese mit einem Dach abzudecken oder Türen und Fenster zu platzieren. Auch das Verschieben dieser Objekte sowie das Verkaufen und Eintauschen gegen Materialien funktioniert gut.

Am Schreibtisch kann man sich auch regelmäßig Belohnungen abholen und eben nachsehen, wo ihr weitere Rezepte oder Bauoptionen freischaltet. So erhält man den Hühnerstall beispielsweise bei Frank, wenn ihr ihm helft, die Koyoten um sein Haus zu beseitigen und Hühner mit einem Lasso einfangt. Andere, kleine Rezepte wie Dekorationen und Möbel  dagegen findet man in der Welt, indem man die dort befindlichen Kisten zerstört, gegen Banditen kämpft und ebenfalls Nebenquests erledigt. Einige Quests sind allerdings manchmal schwer verständlich oder nicht gut erklärt, sodass ihr vermutlich ein wenig raten müsst. Aber zumeist kommt man gut zurecht.

Erkundet die Western-Welt von Don’t die in the West

Vieles im Spiel läuft natürlich auf das Erkunden hinaus. Nicht nur, um die Rezepte zu finden und Quests zu erledigen, sondern auch, um die Karte aufzudecken, kleine Geheimnisse oder Easter Eggs zu finden oder einfach nur, um die Feinde mithilfe einer Pistole in Blutflecken auf dem Boden zu verwandeln. Es macht auch viel Spaß, die kleinen Pixelfeine in die Luft zu sprengen. Hier helfen TNT Kisten oder andere Hilfsmittel weiter. Viel Spaß hatten wir beispielsweise auch bei der Sprengung eines riesigen Steins mithilfe des TNT Fasses, welches eine gewaltige Lunte hat, die wir natürlich anzünden müssen.

Natürlich sind wir kein Cowboy ohne einen “fahrbaren Untersatz”. Diese sind in Don’t die in the West natürlich keine Autos sondern Pferde und Esel. Während man schnell an einen Esel gelangt, kann es für Pferde etwas länger dauern. Allerdings ist es auch möglich, wilde Pferde mit einem Lasso zu fangen und zu zähmen. Achtet jedoch gut auf diese Tierchen, da sie genauso leicht sterben können wie ihr.

Spaßiger Koop und stimmungsvoller Welt

Wie bereits erwähnt kann man Don’t die in the West sowohl alleine als auch mit mehreren Spielern erleben. Das Joinen in eine andere Welt funktioniert über einen Lobby-Code, welchen der Weltbesitzer mit seinen Freunden teilt. Grundsätzlich ist der Koop-Modus gut gelungen, aber es gibt noch das ein oder andere Problem. Beispielsweise kann es passieren, dass Quests buggen oder der andere Spieler minimal am Laggen ist bei Session-Beginn. Dies regelt sich allerdings. Jedoch ist es im Bereich des Möglichen, dass ein Spieler einen Disconnect erhält und eine Weile nicht joinen kann.

Alles in allem hat Don’t die in the West eine stimmungsvolle Welt, die trotz der Indie-Grafik begeistern kann und viele Details besitzt. Gemixt mit der spaßigen Musik und den passenden Soundeffekten hat der Titel durchaus Potential, ein gutes Spiel zu werden. Wir werden das Spiel definitiv im Blick behalten.

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