Smalland – Test / Preview (PC)

Survival-Spiele werden seit den letzten Jahren immer populärer und auch wir finden dieses Genre enorm ansprechend. Interessant ist vor allem auch, dass dieser Survival Aspekt in vielen verschiedenen Settings stattfinden kann. Sei es im Sci-Fi Bereich, in der Wildnis, auf dem Meer… der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Seit langem verfolgen wir nun schon einen weiteren, solchen Titel, für welchen es nun in weniger als einem Tag die Early Access-Kaufoption bei Steam geben wird. Dieser Titel trägt den Namen “Smalland” und wir haben uns den Titel genauer angeschaut, um euch darüber berichten zu können.

Willkommen in Smalland

Bei dem Spielstart von Smalland kommt man zunächst einmal in die Charaktererstellung, welche für einen relativ kleinen Titel einen akzeptablen Umfang mit sich bringt. Hier spielt man keine Menschen, sondern eine Art Elfenvolk. Neben dem Körpertyp, dem Kopf und den Ohren sind auch andere Einstellungen möglich wie die Fühler, die Haare und Haarfarbe, Augenbrauen und sogar die Gesichtszeichnung. Es ist also problemlos möglich, einen einzigartigen Elfencharakter zu erstellen.

Nach der Charaktererstellung gilt es, einer Welt beizutreten oder eine eigene zu erstellen. Hier kann man jederzeit auch den Modus wechseln. Zur Auswahl stehen der normale Online Modus, welchem jederzeit Personen beitreten können, welcher im übrigen auch mit einem Passwort versehen werden kann, ein Friendly Fire Modus und ein Friedlicher Modus. Bei letzterem greifen die Kreaturen nur an, wenn man diese zuerst attackiert. Hat man die Einstellungen getroffen, geht es auch schon ins Spielgeschehen.

Es war einmal…

Hier wartet zunächst einmal eine kleine Cutscene auf euch, welche euch die Hintergründe eures Daseins erklärt. Hierbei handelt es sich um “Die Rede des Königs”, welche wir natürlich für euch notiert haben:

Unverzagte Vorhut!
Eure Königin ist krank. Schwer krank.
Daher bitte ich euch als euer König um eure Hilfe.
Reist in das Überland und findet ein Heilmittel.
Was es auch kosten mag.
Seid mutig. Seid tapfer.
Bleibt wachsam.
Und möge euch die Heilige Eule beschützen.

Man sieht also, dass es unsere Aufgabe ist, das Heilmittel zu finden. Dies ist natürlich ein langwieriger Prozess und bei diesem erwarten uns einige Gefahren. Um diesen gewachsen zu sein, führt einen das Spiel zunächst in dem Bau mit anderen unserer Art. Die Eulenstatuen, welche sowohl in diesem Bau als auch in der freien Natur zu finden sind, geben uns wichtige Tipps und Hinweise bezüglich der Gameplay-Inhalte und der Steuerung. Diese solltet ihr genau durchlesen und euch zu Herzen nehmen.

Die Grundsteuerung ist einfach zu verstehen. Es gilt die normale Steuerung für die Fortbewegung, Sprünge, das geduckte Laufen und Interagieren mit Objekten. Mit der Maus ist es möglich, Objekte abzubauen oder auch Feinde zu bekämpfen. Zusätzlich gibt es noch eine Tastenbelegung für das Inventar, das Baumenü, den Questlog oder auch die Reittiere, welche es uns besonders angetan haben. Dazu aber später mehr.

… eine kleine, große Welt

Das Besondere an Smalland? Nun, das ist unsere Körpergröße im Verhältnis zu der Welt. Wir befinden uns in unberührter Natur, welche im Verhältnis zu uns viel größer ist. Oder sagen wir eher: Wir sind viel kleiner als es üblicherweise der Fall wäre. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass Gräser und Pflanzen oder auch kleine Insekten und anderes Getier wie Ameisen, Bienen, Geckos gleich groß oder sogar um einiges größer sind als wir.

Schon zu Beginn sollte man sich darüber im Klaren sein und bestimmte Vorkehrungen treffen. Wie es in Survival-Games üblich ist, sollte man sich eine Rüstung zulegen. Hier findet man schon den ersten Unterschied zu anderen Survival-Spielen dieser Art. Wir sind selbst nicht dazu in der Lage, diese zu erstellen und das ändert sich auch während dem Spielverlauf nicht. Vielmehr findet man in der kompletten Welt an bestimmten Punkten NPCs, welche bei dem Fund auch eingezeichnet werden und diese erstellen uns im Austausch gegen die Materialien eben jene Rüstungen her und gewähren neue Rezepte oder auch Quests, welche es zu erfüllen geht.

Neben der Rüstung, welche wie bereits erwähnt vom NPC hergestellt wird und den Waffen, welche wir selbst herstellen müssen ( zu Beginn ist dies lediglich ein Knüppel) gilt es darum, einen Unterschlupf zu bauen. Dafür wird der Bauhammer benötigt, welchen wir neben dem Knüppel und der Fackel, sowie der Axt selbst herstellen können. Zumeist braucht man hier nur kleine Materialien wie Fasern, welche man aus Sprossen erntet oder Holz, dass es in Ästen gibt und es ist ein leichtes, die benötigten Objekte herzustellen.

Das Baumenü untergliedert sich in 4 Kategorien: Interaktiv, Fundamente, Gebäude und Dekorationen. Zum Erstellen eines kleinen Hauses, welches uns einen Unterschlupf bietet, benötigen wir vor allem Fundamente, einen Türrahmen, Fensterrahmen, Wände und natürlich Dachteile. Wir empfehlen auf jeden Fall, die erste Hütte nicht zu klein oder zu groß zu bauen, da wir eben nur einen notdürftigen Unterschlupf benötigen. Das Platzieren der Objekte funktioniert relativ einfach, wenn man ein wenig Übung hat und es ist sogar möglich, die Rasterpunkte zu vergrößern oder den Verbindungs-Modus nach Belieben zu deaktivieren. Schlussendlich platziert man noch eine Tür und im Inneren einen Schlafplatz und schon ist ein Respawnpunkt und Schutz für die Nacht oder Unwetter gesichert, was uns mehr als einmal das Leben gerettet hat.

Das Unwetter schlägt zu.. oder auch der leere Magen

Natürlich bekommt unser Charakter im Verlauf des Spiels immer wieder Hunger, sonst wäre es kein Survival-Spiel. Schön wäre es, wenn auch Durst eine Rolle spielen würde. So gilt es, regelmäßig den Magen zu füllen. Dafür können kleine Beeren abgeerntet, Honig gegessen oder eben Materialien von Tieren gebraten werden, sobald man ein Lagerfeuer gebaut hat. Diese gebratenen Nahrungsmittel füllen den Mageninhalt um 30 Punkte auf und ist dieser über 70% gefüllt, erhält man noch einen Heilungsbuff, welcher sekündlich ein wenig Lebenspunkte wieder auffüllt. Diese sinken durch eingehenden Schaden oder auch, wenn euer Magen leer ist.

Besonders gut gelungen sind unserer Meinung nach die Wettereffekte im Spiel. Dies gilt für die Lichteinstrahlung, der Tages- und Nachtwechsel aber auch für Sonnenschein und Regen. Gerade letzteres ist unserer Meinung nach passend dargestellt, da die Regentropfen um einiges größer dargestellt werden als es üblicherweise der Fall ist. Hin und wieder jedoch erwartet euch auch ein Sturm. Dieser wird wenige Sekunden vor dem Ausbruch angekündigt und ihr solltet euch schnell in Sicherheit begeben, da dieser euch sonst sekündlich Schaden zufügen wird und schlussendlich tötet.

Welche Waffe darf es sein?

Neben den Werkzeugen, von welchen es neben der Axt auch noch Spitzhacken und sogenannte Scheren gibt, die übrigens zum Abbauen von Seide gedacht ist, braucht man natürlich auch Waffen zum Kämpfen. Hier warten neben einer großen Axt auch Schwerter, Hämmer, Speere und Pfeil + Bogen darauf, von euch genutzt zu werden. Je nach Gegnerart empfiehlt sich eine andere Waffe und dies können wir mit unserer Sensor-Fertigkeit, welche übrigens auch nahegelegene Ressourcen anzeigt, feststellen. Einige Feinde sind gegenüber bestimmten Waffen resistenter und nehmen von anderen Waffenarten mehr Schaden.

Natürlich gibt es von den Waffen und dem Werkzeug mehrere verschiedene “Stufen”, welche man durch neue Rezepte freischaltet und für die wieder neue Ressourcen benötigt werden. Beispielsweise kann man zu Beginn lediglich eine Primitive Axt herstellen und im späteren Verlauf gibt es auch Feuerstein-Äxte oder Spitzhacken und andere Waffen und Werkzeuge, die einem neue Abbaumöglichkeiten wie zum Beispiel von Rinde oder anderen Materialien ermöglichen.

Zum aktuellen Zeitpunkt haben es 28 verschiedene Tierarten bzw. Kreaturen ins Spiel geschafft. Darunter zählen zum Beispiel die bereits erwähnten Ameisen sowie Bulldoggen-Ameisen, braune Riesenkäfer, Wasserkäfer, Geckos, Bienen, Wespen und auch Spinnen, aber auch andere Tierarten warten zum Teil darauf, euch ans Leder gehen zu dürfen. Diese  Tiere sind ziemlich realistisch gestaltet und jedes Wesen besitzt unterschiedliche Angriffsmuster und Bewegungen. Eure Aufgabe ist es natürlich, den Angriffen auszuweichen oder diese zu Blocken und bei Gelegenheit Gegenangriffe zu starten.

Durch das Töten der Feinde erlangt man neue Ressourcen und diese kann man wieder in neue Werksstationen und die Herstellung der neuen Gegenstände bei diesen investieren. Zum Teil kämpfen diese Tiere auch gegeneinander, was vor allem bei Wespen und Ameisen der Fall ist. Aber diese Tierchen haben zum Teil auch noch einen weiteren Zweck!

Hol dir das Leckerlie

Durch bestimmte Quests und Rezepte kann man im Verlauf des Spiels auch Leckerlies herstellen. Diese sind natürlich nicht für euch gedacht, sondern um andere Tiere zu zähmen und dadurch zu Reittieren ausbilden zu können. Um die Feinde mit Leckerlies bestechen zu können, müssen diese einen erst einmal als Reiter akzeptieren. Dies geschieht wenn man ihnen genug Schaden zugefügt hat. Ist euch das gelungen, könnt ihr mit einem Tastendruck das Leckerlie verwenden und das Tier fortan als Reittier nutzen.

Wichtig ist, dass diese Reittiere wie ihr auch einen Lebens- und einen Ausdauerbalken besitzen. Letzteres gilt für ihre schnellen Bewegungen oder Speziellen Aktionen und füllt sich im Laufe der Zeit selbst. Schaden nehmen diese wie ihr auch und ist der Lebensbalken auf 0, stirbt das Tier. Allerdings füllt sich ihr Leben automatisch und durch füttern wieder auf. Jedes Reittier hat andere Fertigkeiten. Heuschrecken können beispielsweise weit springen und Geckos sind schneller in der Bewegung. Auf eine Spinne haben wir uns bisher noch nicht gesetzt, aber das wird noch kommen.

Neben den Reittieren kann man auch durch eine Art Grappling-Hook herstellen oder sogar Gleitmöglichkeiten bekommen, welche eine schnelle Fortbewegung von höher gelegenen Bereichen möglich macht.

Der eigene Baum

Smalland kann man mit bis zu 7 anderen Personen zusammen spielen, was natürlich den Spielspaß erhöht. Aber ob man alleine spielt oder mit anderen: Durch die Option, einen eigenen Baum zu erklimmen und diesen als Eigentum zu beanspruchen, kann man sich eine permanente Basis bauen, welche auch Nachts von gefährlichen Gegnern nicht angegriffen werden kann. Auf diesem Baum hat man einen großen Baugrund und kann sich nach Belieben austoben. Auch ist es möglich, mit der Basis auf einen anderen Baum umzuziehen, ohne alles neu bauen zu müssen.

Zum Baum hinauf oder hinab führt euch neben der Klettermöglichkeit auch ein kleiner Zeppelin mit einem NPC, welcher extra dafür zuständig ist. Auch kann man seinen Baum privat oder öffentlich einstellen. Bei letzterer Option ist es anderen Spielern gestattet, auf diesem Baum ebenfalls zu bauen.

Was kann man noch erwarten?

Man sieht: Schon jetzt bietet Smalland eine Menge Inhalt, welchen man Erleben kann, wenn man sich darauf einlässt. Bereits jetzt ist aber schon klar, wohin uns die Reise führen wird, denn man hat vor kurzem die Roadmap veröffentlicht, welche wir natürlich auch mit euch teilen möchten. Aktuell gibt es eine große Open World mit vielen verschiedenen Biomen wie Wäldern, Sümpfe oder Seen zu entdecken, in welchem die unterschiedlichsten Kreaturen beheimatet sind, zusätzlich zu den bereits integrierten 4 Hauptbossen und 2 Nebenbossen. Ferner gibt es bereits jetzt einen Tag/Nacht Zyklus, Wettereffekte und verschiedene “Saisons”, viele verschiedene Waffen und Rüstungen und auch die erwähnten Bäume zum “Besetzen”.

Im Frühling diesen Jahres wartet auch schon das erste Update auf die Spieler. Hier wird das erste Flugtier integriert, eine Hornisse. Auch gibt es neue Feinde (weitere Spinnen), Waffen, Werkzeuge, eine komplett neue Location, ein neues Bau-Zeitalter (Metall), weitere NPCs und Rüstungssets. Allein dies sind schon viele neue Upgrades.

Weiter geplant, aber noch keinen Release-Zeitraum, sind zusätzlich Verbesserungen des doch schon schön gestalteten Wetters und der Saison-Darstellung, mehr Reittier-Interaktionen, ein Gruppen-System, Ställe für die Tiere, Weltvergrößerungen, Waffen, Werkzeuge, Ressourcen, Bosse, Reittiere, Rüstungssets, Fraktionen, ein PVP System oder andere Verbesserungen.

Fazit

Bereits jetzt kann man definitiv sagen, dass Smalland definitiv begeistert und der Inhalt, welcher bereits jetzt zum Early Access Start zur Verfügung steht, weiß zu begeistern. Es gibt viel zu Entdecken, das Kampfsystem ist spaßig und es gibt eine Menge Tiere zu bekämpfen. Das Reitsystem ist gut gestaltet und auch die Quests bzw. die Story weiß durchaus zu begeistern. Selbiges gilt für das Prinzip der Baumbeanspruchung, um immer einen sicheren Punkt zu besitzen, welcher nur einem selbst gehört.

Natürlich gibt es noch einige kleine Kritikpunkte, welche aber in absehbarer Zeit behoben sein werden.  Zunächst einmal glitchen ab und an noch Gegenstände durch den Boden. Ferner kann es passieren, dass neue Feinde oder Ressourcen in Objekten spawnen und auch passiert es gelegentlich, dass Questgegenstände nur für eine Person fallen gelassen werden und man auf den Respawn warten muss. Ansonsten lief das Spiel bei uns technisch einwandfrei, die Grafik und Atmosphäre ist wunderschön und die Soundeffekte und Musikstücke passen perfekt zum Geschehen. Wir sind begeistert!

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