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Die Geschichte des Hexers Geralt von Riva ist spätestens seit der Netflix-Umsetzung in aller Munde. Dabei lässt sich die Fantasy-Serie The Witcher seit den 1990er Jahre verfolgen, wo sie als Buchreihe ihren Anfang hatte. In diesem Artikel wird in das Witcher-Universum eingetaucht und geschaut, wo sich die Story alles wiederfinden lässt und was diese so besonders macht.

Alles auf Anfang

Die Witcher-Serie wurde zuallererst in Buchform veröffentlicht. Der polnische Autor Andrzej Sapkowski schrieb Anfang der 90er Jahre Kurzgeschichten über einen Hexer namens Geralt von Riva, welcher durch seine Mutationen an Stärke gewonnen hat und mittelalterliche Dörfer und Städte vor Monstern aller Art beschützt. Dabei tauchten die Leser in eine düstere Welt ein, gespickt mit Magie und politischen Intrigen. Geralt würde sich am liebsten aus allem heraushalten. Jedoch gelingt ihm das nicht immer.

Von 1994 bis 1999 veröffentlichte Sapkowski dann fünf Romane, welche sich weiterhin um Geralt drehten, aber auch weitere Figuren wie die Zauberin Yennefer oder seine Ziehtochter Ciri in den Mittelpunkt rückten. Die Fantasy-Serie war sehr beliebt in Polen, aber brauchte viele Jahre, bis sie auch in andere Sprachen umgesetzt wurde.

Wer sich für Bücher interessiert und Geralts Geschichte von Anfang an erleben möchte, kann die Hörbücher auf Audible hören oder sich für die klassische Buchvariante entscheiden.

Der Sprung zu Videospielen

Die Beliebtheit der Bücher in Polen weckte das Interesse der Spieleentwickler von CD Project Red. Diese wollten ein Videospiel zur Geschichte Geralts entwickeln und bekamen dafür auch kurzerhand die Lizenzrechte von Sapkowski. 2007 erschien dann das Spiel The Witcher, welches nach den Ereignissen der Bücher spielte. Geralt kämpft im ersten Teil vor allem gegen seine Amnesie und löst dabei seine Hexer-Aufträge.

Das Spiel feierte nur mäßigen Erfolg, aber erhielt 2011 einen Nachfolger, mit The Witcher 2: Assassins of Kings. Dieser kam deutlich besser an und zeigte eindrucksvoll die Witcher-Welt aus den Büchern. Geralt wird weiterhin in die Konflikte des Universums gezogen und trifft dabei viele alte Bekannte wieder.

Mit seiner überwundenen Amnesie tritt Geralt im dritten Spiel, The Witcher 3: The Wild Hunt, seiner Vergangenheit gegenüber. Das Spiel knüpft am stärksten an die Geschichte der Romanreihe an und holt Charaktere wie Yennefer und Ciri zurück in Geralts Leben. Das Spiel war ein riesiger Erfolg, dank der großartigen Story und einer erstaunlichen Open-World.

Der Sprung in den Mainstream

Mit dem Erfolg des dritten Spiels war es abzusehen, dass das The Witcher aus der Fantasy-Welt nicht mehr wegzudenken ist. 2019 folgte eine Netflix-Umsetzung der Bücher, welche einen der besten Serienstarts der Plattform hinlegte. 2021 erschien die zweite Staffel, wich dort aber in Teilen von den Büchern ab. Geplant sind bis zu sieben Staffeln. Zu gängiger Kritik an der Serie äußert sich der Autor in einem Interview.

Fazit

Das Witcher-Universum lässt sich auf viele Arten konsumieren und genießen. Für jeden ist etwas dabei, ob die originale Geschichte aus den Büchern, die Videospielumsetzungen oder die alternative Erzählung der Bücher durch Netflix. Die Abenteuer des Hexers Geralt von Riva werden auch in Zukunft diskutiert, dank der Expansion des Franchise in verschiedene Medien.