Quo Vadis lädt Spielebranche und Gaming-Enthusiasten zum Austausch

In einer Woche startet in Berlin die umfangreichste Quo Vadis seit der Premiere in 2003. Seitdem hat sich die Spieleentwicklerkonferenz einen erstklassigen Ruf als Europas Think Tank zur Zukunft von Computer- und Videospielen erworben. In diesem Jahr folgen vom 21. bis 23. April über 170 Speaker der Einladung nach Berlin und machen die Konferenz mit mehr als 130 Vorträgen, Panels und Workshops zum Herzstück der International Games Week.

Die Quo Vadis nimmt den lateinischen Konferenznamen wörtlich und stellt auch 2015 die entscheidende Frage: „Spielebranche – wohin gehst du?“. Antworten auf diese Frage erhalten die Besucher der Konferenz von einer Vielzahl renommierter Branchenexperten. Deutschlands wichtigste internationale Entwicklerkonferenz bietet mit ihrem umfangreichen Programm dabei sowohl für Game Developer, Mitarbeiter der Games-Industrie, Studierende und auch Spieleenthusiasten spannende Themen, die einen Besuch mehr als rechtfertigen.

Agostino Simonetta, verantwortlich für das europäische Indie Developer Programm von Microsoft, gibt unabhängigen Entwicklern, sogenannten Indie Developern, in seinem Talk „ID@Xbox – New opportunities for Independent Developers” Tipps zur Veröffentlichung der eigenen Games für die Xbox Spielekonsolen.

Spieledesigner Don Daglow, selbst seit 1971 Bestandteil der Spielebranche, wirft in seinem Vortrag „Forgotten and Overlooked Lessons From Game History“ einen unterhaltsamen Blick auf über die über 45 Jahre zählende Geschichte der Computerspiele. Was können heutige Spieleentwickler aus den Fehlern der Branche in den Siebzigern, Achtzigern und Neunzigern lernen?

Quo Vadis Location

Beim Workshop von Tom Ammermann (New Audio Technology) im Rahmen des Tech Summits dreht sich alles um den perfekten Sound für Computerspiele. Die „Spatial Audio Game Engine“ erlaubt Spieleentwicklern Soundeffekte auf neue Art und Weise einzusetzen und die Immersion durch eine räumliche Komponente weiter zu steigern.

Henrik Jonsson von EA Ghost hält in seinem Talk „From Flash to Frostbite – Prototyping is my best friend” ein Plädoyer für mehr Prototyping in der Spieleentwicklung. Warum intensives Prototyping unliebsame Überraschungen im Entwicklungsprozess eliminiert, verrät er auf der Quo Vadis.

Rami Ismail vom niederländischen Indie-Entwickler Vlambeer hat für Nachwuchsentwickler „6 indie business insights“ im Gepäck, um es als Spieleentwickler aus der elterlichen Garage in die Charts zu schaffen.

Jan Klose von Deck13 Interactive hat im Dezember mit „Lords of the Fallen“ die Auszeichnung „Bestes deutsches Spiel“ beim Deutschen Entwicklerpreis abgeräumt und ist damit ebenfalls für den Deutschen Computerspielpreis nominiert, der am 21. April in Berlin verliehen wird. In seinem Vortrag „Indie Development meets Indie Publishing: A New Deal“ geht es um den Sprung vom Indie-Entwickler zum Indie-Publisher, der seine Games selbstständig auf den Markt bringt.

Mit Spannung erwartet wird die Panel-Diskussion „Quo Vadis Games Industry?“, die mit Ed Fries (Gaming Legend & Advisor), Glen A. Schofield (Sledgehammer Games), Noah Falstein (Google) und Jens Begemann (Wooga) hochkarätig besetzt ist. Auch die Rolle der Frau in der internationalen Spielebranche und die Erfahrungen von Spieleentwicklerinnen werden in diesem Jahr im „Womein in Games since Gamergate“ Konferenz-Track diskutiert. Mit Kate Edwards (International Game Developers Association), Phoenix Perry (Dozen Eyes), Sabine Hahn (Universität Köln) und Ruth Lemmen (Womenize!) konnten Expertinnen gewonnen werden, die die internationale Spieleindustrie seit Jahren kennen und mitgestalten. Das komplette Programm der Quo Vadis steht online auf der offiziellen Website. Der Ticket-Shop und weitere Informationen zur Konferenz sind hier zu finden .

Quelle: PM