Wer an Dominic Toretto denkt, hat vermutlich zuerst seinen Dodge Charger vor Augen. Inzwischen standen ihm in der Fast-&-Furious-Reihe allerdings so viele Fahrzeuge zur Verfügung, dass man leicht den Überblick verlieren kann. Der Plymouth GTX aus dem achten Film gehört für uns zu den Wagen, die trotzdem hängen bleiben. Die lange Motorhaube, die breite Karosserie und die schwarze Lackierung passen einfach zu Dom. Das Auto braucht keine aufwendige Außendekoration, um aufzufallen.
Revell bietet den 1971er Plymouth GTX als Bausatz im Maßstab 1:24 an. Die 2026 vorgestellte Ausgabe trägt die Artikelnummer 07692, wobei die Konstruktion auf einer älteren Bausatzfamilie basiert. Wer hier eine komplette Neuentwicklung erwartet, sollte das vorher wissen. Am Reiz des Fahrzeugs ändert diese Einordnung zunächst wenig. Entscheidend ist schließlich, was man aus den Teilen machen kann und wie viel Freude die Arbeit daran bereitet.
Nach unserer Razor Crest aus The Mandalorian geht es diesmal also auf vier Rädern weiter. Dabei verschiebt sich der Schwerpunkt deutlich. Bei einem Raumschiff dürfen manche Flächen ruhig etwas gebraucht aussehen. Ein schwarzes Muscle Car verlangt dagegen eine andere Sorgfalt. Unsaubere Übergänge, Fingerabdrücke oder kleine Staubkörnchen können auf der Karosserie ziemlich auffallen. Dafür hat man am Ende ein Modell vor sich, dessen Wirkung stark von der eigenen Bemalung lebt.
Was ist im Paket enthalten?
Der Plymouth GTX besteht laut Revell aus 81 Teilen und erreicht fertig aufgebaut eine Länge von ungefähr 21,4 Zentimetern. Damit findet er auch dort noch Platz, wo ein größeres Raumschiffmodell schon einen erheblichen Teil des Regals beanspruchen würde. Ganz nebenbei ist das Format groß genug, um sich mit den Details im Innenraum und unter der Motorhaube zu beschäftigen.
Revell stuft den Bausatz als Level 4 ein und empfiehlt ihn ab zwölf Jahren. Diese Einstufung sollte man nicht allein mit der Teilezahl vergleichen. 81 Teile klingen überschaubar, doch bei einem Auto steckt ein erheblicher Teil der Arbeit in der Vorbereitung und Lackierung. Ein kleines Bauteil ist schnell angeklebt. Es vorher sauber vom Rahmen zu lösen, die Schnittstelle zu glätten und anschließend ordentlich zu bemalen, dauert dagegen etwas länger. Im normalen Bausatz befinden sich neben den Kunststoffteilen auch transparente und verchromte Bauteile, die Reifen, eine bebilderte Bauanleitung und ein Decalbogen. Farben, Pinsel und Klebstoff gehören bei dieser Ausführung nicht zum Lieferumfang. Wer noch keine Modellbauausstattung besitzt, sollte deshalb vor dem Kauf eine kleine Einkaufsliste anlegen. Sonst liegt das Modell auf dem Tisch und ausgerechnet der passende Kleber fehlt.
Besonders interessant ist der mehrteilige V8-Motor. Durch die zu öffnende Motorhaube bleibt dieser Bereich später zugänglich. Das macht die zusätzliche Arbeit dort deutlich lohnender, als wenn alles nach dem Zusammenbau dauerhaft verschwinden würde. Auch der Innenraum bietet genug Ansatzpunkte, um sich mit kleinen Farbunterschieden und sorgfältig gesetzten Details zu beschäftigen. Die Anleitung berücksichtigt neben Doms Filmauto außerdem eine alternative Serienausführung. Man ist also nicht ausschließlich auf den schwarzen GTX festgelegt. Allerdings sollte die Entscheidung möglichst vor dem Bau fallen. Die Varianten unterscheiden sich an einzelnen Stellen, weshalb es wenig sinnvoll wäre, einfach draufloszubauen und erst später über das gewünschte Ergebnis nachzudenken.



Welches Werkzeug und welche Farben wir empfehlen
Bei unserem Modell haben wir eine Mischung aus Revell Aqua-Color- und Emailfarben verwendet. Wir haben uns somit nicht auf ein einziges Farbsystem beschränkt, sondern beide Reihen am Modell eingesetzt. Das kann praktisch sein, wenn bereits passende Farben vorhanden sind und man nicht jeden Ton erneut kaufen möchte.
Wichtig ist dabei eine kleine Unterscheidung: Aqua- und Emailfarben werden nicht direkt miteinander vermischt. Wenn die Anleitung eine Farbmischung vorgibt, verwendet man dafür Farben aus derselben Reihe. Auch der Verdünner und die Reinigung der Pinsel müssen zum jeweiligen Farbsystem passen.Gerade zu Beginn lohnt es sich, den Arbeitsplatz entsprechend vorzubereiten. Ein Pinsel, der noch Rückstände einer anderen Farbe enthält, kann einen hellen oder metallischen Ton schnell verändern. Bei kleinen Details bemerkt man das manchmal erst, wenn die Farbe schon auf dem Bauteil sitzt. Deshalb würden wir lieber einmal mehr reinigen und die benötigten Farben griffbereit stellen.
Auch bei aufeinanderfolgenden Schichten sollte man sich Zeit lassen. Nur weil sich eine Fläche trocken anfühlt, ist sie nicht unbedingt schon vollständig ausgehärtet. Wer anschließend zu früh abklebt oder eine weitere Farbe aufträgt, riskiert beschädigte Stellen. Ein Versuch an einem übrigen Stück des Spritzlings ist hier oft hilfreicher als eine spätere Reparatur an der fertigen Karosserie.
Die vollständige Farbliste
Die offizielle Bauanleitung für den Bausatz 07692 nennt insgesamt 16 einzelne Farbtöne. Darin sind die Farben für beide vorgesehenen Ausführungen enthalten. Nicht jeder Ton wird deshalb bei jeder Variante im gleichen Umfang gebraucht.
| Revell-Farbnummer | Farbe | Oberfläche |
|---|---|---|
| 07 | Schwarz | Glänzend |
| 09 | Anthrazit | Matt |
| 30 | Orange | Glänzend |
| 51 | Ultramarinblau | Glänzend |
| 78 | Panzergrau | Matt |
| 90 | Silber | Metallic |
| 91 | Eisen | Metallic |
| 94 | Gold | Metallic |
| 99 | Aluminium | Metallic |
| 301 | Weiß | Seidenmatt |
| 302 | Schwarz | Seidenmatt |
| 330 | Feuerrot | Seidenmatt |
| 331 | Purpurrot | Seidenmatt |
| 378 | Dunkelgrau | Seidenmatt |
| 381 | Braun | Seidenmatt |
| 730 | Orange | Transparent |
Zusätzlich werden in der Anleitung zwei Mischungen angegeben:
- 50 Prozent Schwarz 302 und 50 Prozent Dunkelgrau 378
- 75 Prozent Orange 30 und 25 Prozent Feuerrot 330
Die Nummern beziehen sich auf den Farbton. Beim Einkauf muss zusätzlich darauf geachtet werden, ob man Aqua Color oder Email Color auswählt. Besonders bei Orange 730 lohnt sich ein genauer Blick, denn hier ist die transparente Farbe gemeint. Ein gewöhnliches deckendes Orange erfüllt an solchen Stellen nicht denselben Zweck.
Auf den ersten Blick wirkt die Liste für ein überwiegend schwarzes Auto recht umfangreich. Sobald man Innenraum, Motor und Unterboden mit berücksichtigt, wird sie nachvollziehbarer. Der Wagen besteht schließlich nicht nur aus seiner Außenlackierung. Und auch Schwarz ist beim Modellbau nicht überall gleich Schwarz.
Ein glänzendes Karosserieteil soll anders aussehen als ein Sitz oder eine Komponente am Fahrwerk. Genau dafür sind die verschiedenen Glanzgrade wichtig. Würde man sämtliche dunklen Flächen identisch bemalen, ginge ein Teil der Wirkung verloren. Ähnlich verhält es sich mit den Metallfarben. Aluminium, Silber und Eisen helfen dabei, technische Bauteile voneinander abzuheben, ohne dass man dafür auffällige zusätzliche Farben einsetzen muss.


Was neben den Farben auf den Tisch gehört
Ein Modellbau-Seitenschneider gehört für uns zur wichtigsten Grundausstattung. Damit lassen sich die Teile kontrolliert aus dem Spritzling lösen. Gerade bei kleinen Komponenten sollte man nicht versuchen, sie einfach mit den Fingern herauszubrechen. Das kann funktionieren, hinterlässt aber schnell unsaubere Stellen oder beschädigt im ungünstigen Fall das Teil.
Für die Nacharbeit sind ein Bastelmesser, feine Feilen und geeignete Schleifmittel sinnvoll. Hinzu kommen Pinsel in unterschiedlichen Größen. Ein größerer Pinsel eignet sich für Flächen, während kleine Details einen feineren Pinsel verlangen. Mit nur einem einzigen Werkzeug wird das Bemalen sonst unnötig mühsam.
| Werkzeug oder Material | Wofür wir es empfehlen |
|---|---|
| Modellbau-Seitenschneider | Teile kontrolliert aus den Spritzlingen lösen |
| Bastelmesser und Schneidmatte | Angüsse und kleine Grate entfernen |
| Feine Feilen und Schleifmittel | Schnittstellen und Formtrennlinien glätten |
| Pinsel in mehreren Größen | Flächen und kleine Details bemalen |
| Pinzette | Kleine Bauteile und Decals platzieren |
| Revell Contacta Professional | Unbeschichtete Kunststoffteile verkleben |
| Revell Contacta Liquid Special 39606 | Verchromte Bauteile befestigen |
| Revell Contacta Clear 39609 | Fenster und andere Klarteile einkleben |
| Passende Verdünner und Pinselreiniger | Farben verarbeiten und Werkzeuge reinigen |
| Kleine Schere | Decals ausschneiden |
| Flache Wasserschale | Decals vom Trägerpapier lösen |
| Weicher Pinsel | Decals vorsichtig ausrichten |
| Modellbau-Maskierband | Farbgrenzen sauber abkleben |
| Kleine Klammern oder Bauteilhalter | Teile beim Bemalen und Trocknen halten |
Bei den Klebstoffen würden wir zwischen gewöhnlichen Kunststoffteilen, Chromteilen und transparenten Teilen unterscheiden. Für unbeschichteten Kunststoff eignet sich beispielsweise Revell Contacta Professional. An lackierten Verbindungen sollte die eigentliche Klebefläche möglichst frei bleiben, damit der Kleber den Kunststoff erreichen kann. Für die verchromten Elemente ist Contacta Liquid Special 39606 vorgesehen. Das ist der Chromkleber, den man bei der Zubehörplanung berücksichtigen sollte. Wer stattdessen normalen Kunststoffkleber verwendet, muss die Beschichtung an den verdeckten Kontaktflächen entfernen. Hier sollte man vorsichtig arbeiten, damit die sichtbare Chromoberfläche nicht beschädigt wird.
Die Fenster würden wir mit einem geeigneten Klarteilkleber wie Contacta Clear 39609 befestigen. Dieser trocknet transparent. Trotzdem gilt auch hier: lieber sparsam auftragen. Eine saubere Scheibe wirkt am fertigen Modell ganz anders als eine Fläche mit Kleberesten oder Fingerabdrücken. Gerade bei einem Auto schaut man später häufig direkt durch die Fenster in den Innenraum. Zusätzlich können eine kunststoffgeeignete Grundierung, ein passender Klarlack und ein Decal-Weichmacher hilfreich sein. Das sind Ergänzungen zur eigentlichen Farbliste. Wer die entsprechenden Produkte einsetzt, sollte darauf achten, dass sie zum gewählten Farbaufbau passen.


Beim Zusammenbau lohnt sich Geduld
Bevor es mit dem Kleben losgeht, würden wir die Anleitung einmal vollständig durchsehen. Das klingt nach einem eher langweiligen Einstieg, erspart aber später unnötige Probleme. Man erkennt dabei, welche Teile zunächst separat bemalt werden sollten und an welchen Stellen sich die beiden Ausführungen unterscheiden. Die Bauanleitung beginnt mit dem mehrteiligen Motor. Danach folgen weitere Baugruppen, bis Fahrwerk, Innenraum und Karosserie zusammengeführt werden. Diese Aufteilung lässt sich gut nutzen, um nicht ständig am kompletten Modell arbeiten zu müssen. Kleinere Gruppen sind beim Bemalen meist angenehmer zu handhaben.
Der Motor verdient etwas Aufmerksamkeit
Der Motorraum gehört zu den Bereichen, bei denen sich zusätzliche Sorgfalt besonders lohnt. Durch die zu öffnende Haube kann man sich die Arbeit später noch ansehen. Deshalb würden wir dort nicht einfach sämtliche Teile mit derselben silbernen Farbe bemalen. Schon einige Unterschiede zwischen helleren und dunkleren Metallflächen helfen dabei, die Komponenten voneinander abzuheben. Dazu kommen die in der Anleitung vorgesehenen Farbakzente. Man muss nicht jedes Detail besonders betonen. Oft wirkt ein zurückhaltend bemalter Motor überzeugender als eine Ansammlung auffälliger Farben.
Vor dem Zusammenfügen sollte man prüfen, welche Stellen später noch erreichbar sind. An einer einzeln vorliegenden Komponente kommt man mit dem Pinsel deutlich leichter zurecht als tief im fertig aufgebauten Motorraum. Gleichzeitig müssen die Verbindungsflächen sauber bleiben. Zu dicke Farbe kann nicht nur die Verklebung erschweren, sondern auch kleine Passstellen beeinträchtigen. Wer gerne weiter ins Detail geht, kann zusätzliche Leitungen ergänzen. Für den eigentlichen Aufbau ist das nicht erforderlich. Gerade bei einem der ersten Automodelle würden wir zunächst versuchen, die vorhandenen Teile ordentlich vorzubereiten und zu bemalen. Zusätzliche Details lassen sich später immer noch bei einem weiteren Projekt ausprobieren.


Innenraum und Fahrwerk brauchen nicht überall denselben Glanz
Beim Innenraum besteht die Versuchung, alles möglichst schnell dunkel zu bemalen und weiterzubauen. Dabei liegt gerade hier viel Wirkung in kleinen Unterschieden. Sitze, Armaturenbrett und andere Bauteile müssen nicht dieselbe Oberfläche besitzen. Matte und seidenmatte Farben helfen dabei, auch eine dunkle Gestaltung abwechslungsreicher aussehen zu lassen. Kleine Instrumentendecals sollten angebracht werden, solange man die betreffende Fläche noch bequem erreicht. Eine Pinzette kann dabei helfen, aber man sollte mit ihr nicht unnötig fest auf das Abziehbild drücken. Zum Ausrichten eignet sich ein weicher Pinsel häufig besser.
Am Fahrwerk fällt sorgfältige Bemalung auf den ersten Blick weniger stark auf als an der Karosserie. Trotzdem gehört dieser Bereich zum Modell. Wer den GTX später einmal anhebt oder genauer betrachtet, sieht auch die Unterseite. Es lohnt sich deshalb, die vorgesehenen Unterschiede zwischen dunklen Flächen und metallischen Komponenten umzusetzen. Vor dem endgültigen Befestigen der Räder sollte man die Ausrichtung kontrollieren. Ein Auto wirkt schnell schief, wenn ein Rad nicht ordentlich sitzt. Solche Stellen sind leichter zu korrigieren, solange noch nicht alles fest verbunden ist.
Die Karosserie ist der auffälligste Teil
Bei der Karosserie würden wir den größten Wert auf die Vorbereitung legen. Sichtbare Angüsse und Formtrennlinien können nach dem Lackieren stärker hervortreten als am unbehandelten Kunststoff. Deshalb sollten sie vorab vorsichtig geglättet werden. Dabei geht es nicht darum, möglichst viel Material abzutragen. Die Konturen des Autos sollen erhalten bleiben. Gerade an Kanten und kleinen erhabenen Details ist Zurückhaltung sinnvoll. Anschließend müssen Schleifstaub und andere Rückstände entfernt werden, bevor Farbe aufgetragen wird.
Die schwarze Lackierung stellt eine gewisse Herausforderung dar. Kleine Unregelmäßigkeiten werden auf einer glänzenden Fläche schnell sichtbar. Mehrere dünne Farbschichten lassen sich meist besser kontrollieren als ein dicker Auftrag, der Details zusetzt oder ungleichmäßig trocknet. Beim Bemalen hilft es, die Karosserie so zu halten, dass man nicht ständig bereits lackierte Bereiche anfassen muss. Ein einfacher Halter kann hier viel Ärger ersparen. Besonders dann, wenn die Farbe noch nicht vollständig ausgehärtet ist, hinterlassen Finger schneller Spuren als gedacht.
Auch beim Abkleben sollte man sich nicht hetzen. Eine saubere Farbgrenze entsteht durch sorgfältig angelegtes Maskierband und einen kontrollierten Farbauftrag. Zu viel Farbe direkt an der Kante erhöht das Risiko, dass sie darunterläuft. Deshalb lieber langsam arbeiten und das Ergebnis zwischendurch kontrollieren.


Fenster und kleine Anbauteile kommen mit besonderer Vorsicht dazu
Spätestens beim Einsetzen der Verglasung lohnt sich ein aufgeräumter Arbeitsplatz. Die transparenten Teile sollten möglichst wenig angefasst und vor Kratzern geschützt werden. Ein Fingerabdruck lässt sich unter Umständen noch entfernen, eine beschädigte Oberfläche ist deutlich ärgerlicher.
Vor der endgültigen Montage von Karosserie und Unterbau empfiehlt sich eine Passprobe ohne Klebstoff. So lässt sich kontrollieren, ob der Innenraum korrekt sitzt und die Fenster an der vorgesehenen Stelle liegen. Falls Farbe eine Verbindung behindert, kann man das zu diesem Zeitpunkt noch gezielt korrigieren.Kleine Außenteile würden wir möglichst spät befestigen. Während man das Modell dreht, hält oder für die Decals vorbereitet, kann man sonst schnell daran hängen bleiben. Gerade nach mehreren Stunden Arbeit wäre es schade, wenn bei einem der letzten Schritte noch etwas abbricht.
Die Decals verlangen ebenfalls etwas Ruhe. Nach dem Lösen vom Trägerpapier werden sie vorsichtig auf die vorgesehene Fläche geschoben und ausgerichtet. Überschüssiges Wasser nimmt man behutsam auf. Wird ein Weichmacher verwendet, sollte das behandelte Decal danach möglichst wenig bewegt werden. Wie viel Nacharbeit das eigene Exemplar tatsächlich benötigt, zeigt sich beim Aufbau. Aus einer Anleitung lässt sich nicht ableiten, dass jede Verbindung problemlos passt. Deshalb gehört das vorherige Anhalten der Teile für uns genauso zur Vorbereitung wie das Bereitlegen von Farben und Werkzeug.
Der GTX muss nicht schwarz bleiben
Natürlich verbindet man Doms Plymouth zunächst mit seiner schwarzen Filmoptik. Genau dieser Look passt zum Wagen und ist für viele wahrscheinlich der Grund, sich für den Bausatz zu entscheiden. Trotzdem kann man das Modell auch als eigenes Action-Auto mit anderen Farben gestalten. Ein kräftiges Rot mit dunkler Motorhaube würde den Plymouth deutlich anders wirken lassen. Orange mit schwarzen Akzenten passt ebenfalls zu seiner auffälligen Form. Wer es etwas zurückhaltender mag, kann eine andere dunkle Außenfarbe wählen und einzelne Details hervorheben.
Die breite Karosserie bietet außerdem Platz für eigene Streifen oder andere Dekorationen. Dabei muss man nicht versuchen, jede Idee gleichzeitig umzusetzen. Eine durchgängige Farbgestaltung wirkt oft besser, wenn man sich vorher auf wenige Farben festlegt. So passen Karosserie, Felgen und Innenraum später zusammen. Auch leichte Gebrauchsspuren sind denkbar, wenn das Auto optisch gerade aus einer Verfolgungsjagd kommen soll. Etwas Staub oder einzelne vorsichtig gesetzte Spuren können diesen Eindruck unterstützen. Das würden wir allerdings zunächst an einem Reststück ausprobieren. Eine zu kräftige Verschmutzung auf der frisch bemalten Karosserie lässt sich nicht immer unkompliziert zurücknehmen.
Eine solche Lackierung ist dann bewusst eine eigene Interpretation des Plymouth. Für uns gehört diese Freiheit zum Modellbau dazu. Man kann möglichst nah an der Vorlage bleiben oder den Bausatz nutzen, um eine eigene Vorstellung umzusetzen.Mit „Action-Auto“ ist dabei die Optik gemeint. Der GTX bleibt ein Ausstellungsmodell mit entsprechend empfindlichen Bauteilen. Eine andere Farbe macht daraus kein robustes Spielzeug. Gerade Spiegel, kleinere Anbauteile und lackierte Oberflächen sollten auch nach dem Fertigstellen vorsichtig behandelt werden.



Unsere Meinung
Revells Fast & Furious – Dom’s Plymouth GTX dürfte natürlich zuerst Fans der Filmreihe ansprechen, funktioniert aber genauso gut als Modell eines klassischen amerikanischen Muscle Cars. Die lange Haube, die breite Karosserie und der detaillierbare Motorraum sorgen dafür, dass es nicht bei einer schwarzen Lackierung und ein paar Decals bleibt. Die 81 Teile sollte man dabei nicht unterschätzen: Säubern, vorbereiten, bemalen, trocknen lassen und erst danach verkleben kostet Zeit. Wer sich diese Zeit nimmt, bekommt dafür ein Modell, bei dem gerade die vielen kleinen Arbeitsschritte einen großen Teil des Reizes ausmachen.
Besonders gut gefällt uns, dass man sich nicht sklavisch an Doms schwarzen GTX halten muss. Die Filmvorlage ist da, aber mit einer eigenen Farbwahl lässt sich aus dem Bausatz genauso gut ein persönliches Muscle Car machen. Weniger schön ist der zusätzliche Einkaufsaufwand für Einsteiger. Farben, Klebstoff, Pinsel und grundlegende Werkzeuge gehören nicht einfach automatisch zum Projekt und erhöhen die tatsächlichen Kosten. Wer bereits Modellbauerfahrung und eine entsprechende Ausstattung besitzt, hat es leichter. Für Fast-&-Furious-Fans, Muscle-Car-Freunde und Bastler, die gerne Zeit in Lackierung und Details investieren, ist Doms Plymouth GTX dennoch ein richtig starkes Projekt.
„Nicht nur für Fast-&-Furious-Fans: Doms Plymouth GTX ist ein Muscle-Car-Projekt, bei dem sich Geduld und Liebe zum Detail auszahlen.” – game7days
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