Kingdom Hearts Collection I–III: Test / Review (Switch 2)

Mit KINGDOM HEARTS Collection I–III kommt ein großer Teil der bekannten Rollenspielreihe auf die Nintendo Switch 2. Im Mittelpunkt stehen Sora, Donald Duck und Goofy, die gemeinsam durch Disney-Welten reisen und gegen die Herzlosen kämpfen. Was zunächst wie eine ungewöhnliche Mischung aus Disney-Figuren und japanischem Rollenspiel klingt, hat sich über die Jahre zu einer umfangreichen Spieleserie entwickelt. Neben bekannten Figuren aus Filmen wie Aladdin, Hercules und Fluch der Karibik erzählt Square Enix eine eigene Geschichte über Freundschaft, Vertrauen und den Kampf zwischen Licht und Dunkelheit. Dazu kommen Figuren aus dem Final-Fantasy-Universum. Die Sammlung bündelt zahlreiche Abenteuer, die ursprünglich auf verschiedenen Plattformen erschienen sind. Wer bisher keinen Zugang zur Reihe hatte, bekommt damit eine gute Gelegenheit, die Geschichte von Anfang an zu erleben.

Für Besitzer der ersten Nintendo Switch gab es bislang einen entscheidenden Haken. Die dort angebotenen Fassungen setzten auf Cloud-Streaming. Die Spiele liefen also nicht vollständig auf der Konsole, sondern wurden über das Internet übertragen. Eine stabile Verbindung war deshalb wichtig, und gerade unterwegs schränkte diese Lösung den Spielspaß ein. Mit der Veröffentlichung für die Nintendo Switch 2 ändert sich dieser Punkt. Die Spiele laufen nativ auf der Hardware und benötigen während des Spielens keine dauerhafte Internetverbindung. Das macht einen erheblichen Unterschied, denn Kingdom Hearts lebt von schnellen Kämpfen, präzisen Eingaben und langen Abenteuern, die sich auch in kurzen Abschnitten spielen lassen. Inhaltlich setzt die Sammlung auf bekannte Spiele und zusätzliche Story-Inhalte. Große Neuerungen bei der Handlung oder den Spielmechaniken stehen nicht im Mittelpunkt. Der Wechsel auf die neue Hardware macht die Abenteuer aber deutlich praktischer.

Eine Reise durch Disney-Welten, die schnell größer wird als erwartet

Die Geschichte beginnt mit Sora, einem Jungen, dessen Heimat von den Herzlosen angegriffen wird. Auf der Suche nach seinen Freunden trifft er auf Donald Duck und Goofy. Gemeinsam versuchen sie, die verschiedenen Welten vor der Dunkelheit zu schützen und den verschwundenen König Mickey zu finden. Dabei besuchen sie bekannte Schauplätze aus Disney-Filmen, treffen auf vertraute Figuren und stellen sich bekannten Schurken entgegen. Die Welten unterscheiden sich in ihrer Gestaltung und bringen eigene Aufgaben, Gegner und Geschichten mit. In einer Region steht die Suche nach einem verschwundenen Freund im Mittelpunkt, in einer anderen müssen Sora und seine Begleiter einer bekannten Disney-Geschichte folgen. Diese Mischung sorgt für Abwechslung und verleiht den einzelnen Abschnitten einen eigenen Charakter.

Die Handlung entwickelt sich über mehrere Spiele hinweg weiter und wird mit jedem Teil umfangreicher. Neue Figuren, Organisationen und Konflikte kommen hinzu. Manche Charaktere wechseln ihre Rolle, andere tauchen erst nach mehreren Spielen wieder auf. Wer die Reihe vollständig erleben möchte, sollte deshalb auf die Reihenfolge achten. Einzelne Ereignisse wirken zunächst nebensächlich, erhalten später aber eine größere Bedeutung. Die Geschichte nimmt sich viel Zeit für ihre Figuren und verbindet persönliche Konflikte mit dem Kampf gegen die Dunkelheit. Gleichzeitig erklärt Kingdom Hearts längst nicht jeden Zusammenhang sofort. Gerade Neueinsteiger müssen sich auf zahlreiche Namen, Begriffe und Wendungen einstellen. Wer eine einfache Geschichte erwartet, wird an einigen Stellen ins Grübeln kommen. Wer sich auf die Handlung einlässt, bekommt dafür eine zusammenhängende Saga, die weit über einzelne Disney-Abenteuer hinausgeht.

Sieben Spiele und jede Menge zusätzliche Geschichten

Die Sammlung besteht aus drei Paketen. KINGDOM HEARTS HD 1.5 + 2.5 ReMIX, KINGDOM HEARTS HD 2.8 Final Chapter Prologue und KINGDOM HEARTS III inklusive Re Mind decken einen großen Teil der bisherigen Serie ab. Insgesamt stecken sieben spielbare Abenteuer sowie drei filmische Zusammenfassungen weiterer Geschichten im Paket. Dazu kommt die Erweiterung Re Mind für den dritten Hauptteil. Der Umfang fällt entsprechend groß aus. Wer sämtliche Spiele durchspielen möchte, ist viele Stunden beschäftigt. Wer zusätzlich optionale Bosse besiegen, Geheimnisse finden und weitere Inhalte freischalten will, beschäftigt sich noch deutlich länger mit der Sammlung.

Die einzelnen Titel unterscheiden sich spielerisch durchaus. Kingdom Hearts Final Mix legt den Grundstein mit Erkundung, Rätseln und direkten Kämpfen. Re:Chain of Memories setzt auf ein Kartensystem, das den Kampfablauf deutlich verändert. Kingdom Hearts II erweitert die bekannten Mechaniken und führt zusätzliche Fähigkeiten ein. Birth by Sleep erzählt die Vorgeschichte aus der Sicht von Terra, Aqua und Ventus. Dream Drop Distance bringt eigene Bewegungsmöglichkeiten und neue Spielideen mit. Kingdom Hearts III setzt schließlich auf größere Umgebungen, aufwendige Spezialangriffe und eine modernere Präsentation. Dadurch fühlt sich die Sammlung nicht wie eine Reihe nahezu identischer Spiele an. Stattdessen lässt sich nachvollziehen, wie Square Enix das Kampfsystem und die Inszenierung über viele Jahre weiterentwickelt hat.

Einen kleinen Haken gibt es beim Umfang. Die Geschichten von 358/2 Days und Re:coded liegen als Filmfassungen vor. Beide Abenteuer lassen sich innerhalb der Sammlung nicht vollständig selbst spielen. Die Filme fassen wichtige Ereignisse zusammen und helfen dabei, Zusammenhänge zwischen den Spielen zu verstehen. Gerade 358/2 Days liefert Hintergrundinformationen zu Figuren, deren Bedeutung in späteren Teilen wächst. Die Zusammenfassungen erfüllen damit ihren Zweck, ersetzen aber nicht das ursprüngliche Spielerlebnis. Wer sämtliche Geschichten selbst spielen möchte, sollte diesen Unterschied vor dem Kauf berücksichtigen.

Das Kampfsystem hat auch heute noch einiges zu bieten

Die Kämpfe gehören zu den stärksten Elementen der Reihe. Sora greift mit seinem Schlüsselschwert an, weicht gegnerischen Attacken aus und setzt Magie ein. Donald und Goofy unterstützen ihn dabei. Im Laufe der Abenteuer kommen neue Fähigkeiten, Spezialangriffe und Möglichkeiten zur Charakterentwicklung hinzu. Das Grundprinzip ist schnell verstanden. Wer allerdings stärkere Gegner besiegen möchte, sollte seine Fähigkeiten sinnvoll kombinieren und auf gegnerische Angriffe reagieren. Einfache Herzlose lassen sich oft mit schnellen Kombinationen erledigen. Bosskämpfe verlangen dagegen mehr Aufmerksamkeit und ein gutes Timing. Gerade die Mischung aus direkter Action und Rollenspielelementen sorgt dafür, dass die Kämpfe auch nach vielen Stunden abwechslungsreich bleiben.

Kingdom Hearts II gehört spielerisch zu den Höhepunkten der Sammlung. Mit den Drive-Formen verändert Sora seine Fähigkeiten und erhält Zugang zu unterschiedlichen Kampfstilen. Einige Formen erlauben den Einsatz zweier Schlüsselschwerter, andere legen den Schwerpunkt auf Magie oder schnelle Angriffe. Zusammen mit den Spezialfähigkeiten und der Unterstützung der Gruppenmitglieder entsteht ein Kampfsystem mit vielen Möglichkeiten. Kingdom Hearts III geht bei der Inszenierung noch einen Schritt weiter. Größere Umgebungen, aufwendige Animationen und zusätzliche Bewegungsmöglichkeiten machen die Kämpfe spektakulärer. Die sogenannten Attraktionsangriffe fallen dabei besonders auf. Sie orientieren sich an Fahrgeschäften aus Disney-Parks und treffen mehrere Gegner gleichzeitig. Optisch sind diese Angriffe eindrucksvoll, sie unterbrechen den normalen Kampfablauf aber teilweise recht deutlich. Wer lieber direkt mit dem Schlüsselschwert kämpft, dürfte sich daran gelegentlich stören.

Die älteren Teile zeigen ihr Alter

Nicht jedes Spiel der Sammlung spielt sich heute noch zeitgemäß. Besonders Kingdom Hearts Final Mix macht deutlich, wie sich die Steuerung dreidimensionaler Action-Adventures seit den frühen 2000er-Jahren verändert hat. Die Kämpfe funktionieren grundsätzlich gut, doch die Kamera sorgt gelegentlich für Probleme. Bei Sprüngen und Plattformpassagen fällt es mitunter schwer, Entfernungen richtig einzuschätzen. Auch die Orientierung in einzelnen Gebieten ist nicht immer einfach. Wer moderne Actionspiele gewohnt ist, muss sich an diese Eigenheiten erst gewöhnen. Die grundlegende Spielidee funktioniert weiterhin, die Bedienung wirkt an manchen Stellen aber unnötig umständlich.

Einige Abschnitte ziehen sich zudem länger als nötig. Gerade in unübersichtlichen Gebieten kostet die Suche nach dem richtigen Weg Zeit. Aufgaben geben nicht immer eindeutig vor, wohin die Reise als Nächstes führt. Das passt zwar zum Erkundungscharakter des Spiels, bremst den Spielfluss aber aus. Die späteren Teile gehen mit diesen Problemen unterschiedlich um. Kingdom Hearts II bietet ein ausgereifteres Kampfsystem, während Birth by Sleep mit seinen drei Hauptfiguren unterschiedliche Perspektiven auf die Geschichte eröffnet. Dream Drop Distance bringt weitere Mechaniken ins Spiel. Kingdom Hearts III wirkt schließlich deutlich moderner und setzt auf größere Schauplätze sowie aufwendigere Animationen. Die Unterschiede machen die Sammlung interessant, führen aber auch zu wechselnder spielerischer Qualität.

Endlich ohne Cloud-Streaming unterwegs spielen

Die native Umsetzung ist der wichtigste Vorteil der Switch-2-Version. Bei den früheren Switch-Fassungen wurden die Spiele über das Internet übertragen. Das bedeutete, dass die Qualität der Verbindung direkten Einfluss auf das Spielerlebnis hatte. Schwankungen konnten zu Verzögerungen, Bildproblemen oder Unterbrechungen führen. Gerade bei schnellen Kämpfen ist das störend. Auch unterwegs war die Lösung wenig praktisch, weil eine zuverlässige Verbindung nicht überall zur Verfügung steht. Für eine Konsole, die sich ausdrücklich auch als Handheld nutzen lässt, war das ein deutlicher Nachteil.

Mit der Switch-2-Fassung laufen die Spiele direkt auf der Konsole. Eingaben reagieren unmittelbar, und eine dauerhafte Internetverbindung ist zum Spielen nicht erforderlich. Das passt gut zu den langen Rollenspielen. Du kannst eine Welt erkunden, einen Bosskampf beginnen und später an derselben Stelle weiterspielen, ohne auf einen stabilen Stream angewiesen zu sein. Auch kurze Spielsessions unterwegs funktionieren dadurch deutlich besser. Die technische Umstellung verändert die Abenteuer selbst nicht, beseitigt aber eine Einschränkung, die bei der ersten Switch einen großen Teil des Komforts gekostet hat.

Wer die Spiele bereits auf PlayStation oder PC besitzt, erhält dadurch vor allem eine zusätzliche Möglichkeit, die Abenteuer unterwegs zu spielen. Neue Story-Inhalte oder umfassend überarbeitete Spielmechaniken stehen nicht im Mittelpunkt. Für Besitzer der alten Cloud-Versionen fällt der Unterschied deutlich größer aus. Die native Ausführung macht die Sammlung zu einer wesentlich sinnvolleren Veröffentlichung für Nintendo-Hardware. Gerade bei einem Spiel, in dem Timing und direkte Eingaben wichtig sind, ist der Unterschied gegenüber dem Streaming spürbar.

Gute Technik mit kleinen Schwächen bei der Darstellung

Die technische Umsetzung fällt insgesamt ordentlich aus. Die älteren Spiele laufen flüssig und reagieren direkt auf Eingaben. Auch Menüs und Ausrüstungsbildschirme lassen sich angenehm bedienen. Das kommt besonders bei längeren Spielsitzungen zum Tragen, wenn du häufig Fähigkeiten wechselst oder deine Ausrüstung anpasst. Kurze Ladezeiten erleichtern außerdem den Wechsel zwischen Gebieten. Im Vergleich zu den früheren Cloud-Versionen fühlt sich die Sammlung zuverlässiger an, weil die Internetverbindung nicht mehr über die Qualität des Spielablaufs entscheidet.

Kingdom Hearts III stellt höhere Anforderungen an die Hardware. Die größeren Areale, zahlreichen Gegner und aufwendigen Effekte sorgen für deutlich mehr Arbeit als in den älteren Teilen. In besonders anspruchsvollen Szenen sind deshalb Kompromisse bei der Auflösung möglich. Die Darstellung bleibt insgesamt ordentlich, erreicht aber nicht in jeder Situation das Niveau leistungsstärkerer Plattformen. Für eine portable Konsole ist das ein nachvollziehbarer Kompromiss. Wer hauptsächlich im Handheld-Modus spielt, profitiert von der nativen Ausführung und der Möglichkeit, die Abenteuer überall fortzusetzen.

Auch optisch macht die Sammlung weiterhin einen guten Eindruck. Die Disney-Welten sind farbenfroh gestaltet und besitzen einen hohen Wiedererkennungswert. Die älteren Spiele sehen naturgemäß einfacher aus als Kingdom Hearts III, lassen sich aber weiterhin gut spielen. Der Wechsel zwischen den Teilen zeigt deutlich, wie sich Grafik, Animationen und Leveldesign über die Jahre verändert haben. Eine vollständige technische Überarbeitung aller Spiele gibt es nicht. Wer eine Sammlung mit komplett erneuerten Grafiken erwartet, wird daher nicht fündig. Für eine Zusammenstellung älterer Abenteuer ist die Präsentation dennoch gelungen.

Musik und Sound sorgen für den Wiedererkennungswert

Die Musik gehört seit dem ersten Teil zu den wichtigsten Bestandteilen von Kingdom Hearts. Viele Stücke stammen von Yoko Shimomura und sind eng mit bestimmten Figuren, Welten und Ereignissen verbunden. Ruhige Melodien begleiten die Erkundung, während schnellere Stücke die Kämpfe unterstützen. Dazu kommen bekannte Themen aus den Disney-Welten. Die Musik trägt viel zur Atmosphäre bei und sorgt dafür, dass die einzelnen Schauplätze ihren eigenen Charakter behalten. Gerade langjährige Fans dürften zahlreiche Stücke sofort wiedererkennen.

Auch die Soundeffekte passen zum Spielgeschehen. Treffer mit dem Schlüsselschwert, magische Angriffe und die Geräusche der Gegner geben den Kämpfen mehr Gewicht. Donald und Goofy begleiten Sora auf seiner Reise, während bekannte Disney-Figuren ihre jeweiligen Rollen übernehmen. Zusammen mit den Zwischensequenzen entsteht eine Präsentation, die stark auf Wiedererkennung setzt. Zwischen den einzelnen Spielen gibt es allerdings Unterschiede. Die frühen Teile arbeiten mit einfacheren Animationen und kürzeren Zwischensequenzen, während die späteren Abenteuer deutlich aufwendiger inszeniert sind. Die Musik verbindet diese unterschiedlichen Generationen trotzdem gut miteinander.

Ein guter Einstieg, wenn du die Reihe nachholen möchtest

Für Neueinsteiger bietet die Sammlung eine gute Möglichkeit, die wichtigsten Abenteuer in einem Paket zu erleben. Die einzelnen Spiele bauen aufeinander auf, und zahlreiche Figuren tauchen über mehrere Teile hinweg auf. Wer mit dem ersten Kingdom Hearts beginnt und sich anschließend durch die weiteren Abenteuer arbeitet, versteht die Zusammenhänge deutlich besser. Besonders die zusätzlichen Spiele liefern Hintergrundinformationen, die für spätere Ereignisse wichtig sind. Die Filmfassungen helfen dabei, weitere Lücken in der Geschichte zu schließen, auch wenn sie das ursprüngliche Spielerlebnis nicht ersetzen.

Die Handlung verlangt allerdings etwas Geduld. Kingdom Hearts führt viele Namen, Organisationen und Begriffe ein. Manche Zusammenhänge werden erst später erklärt, andere setzen Kenntnisse aus früheren Spielen voraus. Wer eine geradlinige Geschichte erwartet, dürfte an einigen Stellen den Überblick verlieren. Die Reihe nimmt sich viel Zeit für ihre Figuren und verbindet persönliche Konflikte mit einer größeren Handlung. Das ist eine ihrer Eigenheiten. Wer sich darauf einlässt, bekommt eine umfangreiche Geschichte, die sich über viele Stunden entwickelt und zahlreiche bekannte Disney-Figuren sinnvoll einbindet.

Lohnt sich die Sammlung auch für langjährige Fans?

Wer Kingdom Hearts bereits auf PlayStation oder PC gespielt hat, bekommt mit der Switch-2-Version nur wenige inhaltliche Neuerungen. Die Geschichten und Spielmechaniken bleiben bekannt. Der große Vorteil liegt in der nativen Ausführung und der mobilen Nutzung. Du kannst die Abenteuer unterwegs spielen, ohne auf eine stabile Internetverbindung angewiesen zu sein. Für Fans, die ihre Sammlung gerne auf einer Nintendo-Konsole verfügbar haben möchten, ist das ein überzeugendes Argument.

Wer dagegen ausschließlich am Fernseher spielt und bereits eine gut laufende Version besitzt, profitiert weniger vom Wechsel. Die technische Darstellung erreicht nicht in jeder Situation das Niveau leistungsstärkerer Systeme. Besonders Kingdom Hearts III zeigt in aufwendigen Szenen kleinere Kompromisse. Das macht die Switch-2-Version nicht schlecht, relativiert aber ihren Nutzen für Spieler, die dieselben Abenteuer bereits auf einer anderen Plattform besitzen. Für Neueinsteiger sieht die Rechnung anders aus. Sie erhalten eine umfangreiche Sammlung mit zahlreichen Spielstunden und einem großen Teil der bisherigen Seriengeschichte.

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Unsere Meinung

KINGDOM HEARTS Collection I–III bringt einen großen Teil der bekannten Saga auf die Nintendo Switch 2. Die native Umsetzung beseitigt die größte Schwäche der früheren Switch-Versionen. Die Spiele laufen direkt auf der Hardware, reagieren unmittelbar auf Eingaben und benötigen keine dauerhafte Internetverbindung. Gerade im Handheld-Modus ist das ein deutlicher Fortschritt. Die Möglichkeit, lange Rollenspiele unterwegs fortzusetzen, passt hervorragend zur Reihe und macht die Sammlung im Alltag deutlich praktischer.
Auch der Inhalt überzeugt. Sieben spielbare Abenteuer, drei filmische Zusammenfassungen und die Erweiterung Re Mind bieten reichlich Stoff für viele Stunden. Die Disney-Welten sorgen für Abwechslung, die Kämpfe entwickeln sich über die einzelnen Teile hinweg weiter und der Soundtrack gehört nach wie vor zu den Stärken. Nicht alles ist gleich gut gealtert. Vor allem der erste Teil zeigt Schwächen bei Kamera und Steuerung. Kingdom Hearts III verlangt der Hardware in anspruchsvollen Szenen einiges ab, und die Handlung bleibt für Neueinsteiger stellenweise kompliziert.
Für Spieler, die Kingdom Hearts bislang nicht kennen, ist die Sammlung eine gute Gelegenheit, die Reihe nachzuholen. Langjährige Fans profitieren vor allem von der mobilen Nutzung und der nativen Umsetzung. Wer alle Spiele bereits auf einer anderen Plattform besitzt, sollte dagegen abwägen, wie wichtig diese Vorteile für den eigenen Spielalltag sind. Inhaltlich bleibt die Sammlung vertraut. Auf der Nintendo Switch 2 lassen sich die Abenteuer nun endlich ohne die früheren Einschränkungen erleben. Für uns reicht das für eine starke 87-Prozent-Wertung.
Unsere Gesamtbewertung
87%

„Eine umfangreiche Rollenspiel-Sammlung, die auf der Switch 2 endlich ihre Stärken auch unterwegs ausspielt.” – game7days

Game7Days Award Gold
Gold
Pro Contra
  • Umfangreiche Sammlung mit zahlreichen Abenteuern
  • Native Umsetzung für die Nintendo Switch 2
  • Keine dauerhafte Internetverbindung erforderlich
  • Ideal für längere Spielsitzungen im Handheld-Modus
  • Abwechslungsreiche Disney-Welten
  • Weiterentwickelte Kampfsysteme über mehrere Teile hinweg
  • Starker Soundtrack
  • Viele Stunden Spielzeit und zusätzliche Inhalte
  • Guter Einstieg in die umfangreiche Seriengeschichte
  • Kamera und Steuerung des ersten Teils sind nicht optimal gealtert
  • Kingdom Hearts III fordert die Hardware in anspruchsvollen Szenen
  • Komplexe Handlung kann Neueinsteiger überfordern
  • Einige spielerische Eigenheiten wirken heute veraltet
  • Für Besitzer anderer Versionen hängt der Mehrwert vom eigenen Nutzungsverhalten ab
Name: KINGDOM HEARTS Collection I–III
Genre: Action-Rollenspiel, JRPG, Abenteuer
USK/PEGI: 12 / 12
Entwickler: SQUARE ENIX
Publisher: SQUARE ENIX
Plattform: Nintendo Switch 2
Veröffentlichung: 14. Oktober 2026
Anmerkung: Die Bewertung bezieht sich auf den Gesamtumfang der KINGDOM HEARTS Collection I–III auf der Nintendo Switch 2. Berücksichtigt werden insbesondere der Spielumfang, die technische Umsetzung, die Steuerung, die Spielbarkeit im Handheld-Modus und die Zugänglichkeit für Neueinsteiger.

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