Mit Donkey Kong Bananza liefert Nintendo einen charmanten Starttitel für die Switch 2 ab, der sofort in seinen Bann zieht. Schon in den ersten Minuten wirft euch das Spiel mitten hinein in ein Abenteuer, das Freude am Erkunden, Zerstören und Sammeln perfekt verbindet. Donkey gräbt in Banandium-Mienen, doch ein unerwarteter Einsturz katapultiert ihn in eine riesige Höhle unter dem Planeten — der Auftakt zu einem technischen und spielerischen Spektakel, das auf Nostalgie setzt, ohne alt zu wirken. Was euch in dem Titel erwartet, könnt ihr hier nachlesen!
Hinab zum Erdkern
Die Geschichte ist simpel, aber wirksam: Donkey Kong gräbt in den Minen — und ehe er sich versieht, fällt er in ein gewaltiges Erdloch. Dort entdeckt er Pauline in Gest form eines sprechenden Steins. Fortan geht es nicht nur ums Überleben, sondern auch darum, sie wiederzuverwandeln und die Oberfläche zurückzuerobern. Für einen Jump-’n’-Run-Titel bietet Bananza erstaunlich viel Atmosphäre – getragen von humorvoll anmutenden Dialogen und nostalgischen Details, die witzige Querverweise auf frühere Donkey-Kong-Abenteuer enthalten.
Parallel dazu wird die Bedrohung durch die mysteriöse Void Company aufgebaut, eine bergbauorientierte Organisation, die offenbar eigene Interesse am Kern des Planeten hat. Der Konflikt ist nicht beunruhigend schwer, aber er gibt dem Spielgewicht und einen Drive, der über das Sammeln hinausgeht. Diese Mischung aus leichtem Humor und unterschwelliger Spannung funktioniert prächtig und macht das Abenteuer kurzweilig, ohne beliebig zu bleiben.
Ein affenstarkes Abenteuer
Man steuert DK gewohnt direkt: rennen, springen, klettern, verschiedene Angriffe di eBananentruppe auf Trab bringen. Das Besondere ist die zerstörbare Umwelt – statt starrer Level prasselt jederzeit Sand, Holz oder Stein auf den Boden, wenn man Holzplanken einschlägt oder Felsbrocken wegräumt. Das System lädt zum Experimentieren ein: Manchmal entdeckt man dadurch geheime Schatzkammern oder neue Abkürzungen – wodurch jeder Durchlauf unverwechselbar wirkt.
Gleichzeitig bleibt Bananza zugänglich. Die Kontrolle ist präzise, Eingaben werden prompt umgesetzt – ob Hüpfer oder Sonderangriff. Man findet selten Frustmomente, weil das Spiel selten unfair wird. Zudem wechselt der Rhythmus zwischen gemächlichen Erkundungspassagen und temporeichen Action-Momenten angenehm, sodass das Spiel nie monoton wird. Mit liebevoll gestalteten Umgebungen und kleinen Bonusrätseln bleibt das Tempo erhöht und wartet zu jeder Zeit mit neuen Überraschungen auf.
Mit Bananza Formen zum Sieg
Eines der nettesten Features ist, dass Donkey Kong mithilfe eines Brusttrommelns und Paulines Gesang in gewaltige „Bananza-Formen“ schlüpft. Diese kräftigen Transformationen bringen Gewalt und Vielfalt ins Spiel, indem sie DK etwa zum mächtigen Gorilla machen, der Mauern zertrümmert, oder ihn zu einem wendigen Netzspinner, tauchfähig in vertikalen Räumen. Jede Form verändert nicht nur das Aussehen, sondern auch, was mit Donkey möglich ist – und öffnet neue Wege und Levelbereiche.
Und das wirklich smarte dabei: Manche Levelabschnitte passen nur zu einer bestimmten Form. Manchmal wächst man ungeduldig auf den Moment hin, an dem man wiederverwandelt seine Umgebung besser erkundet. Die Designs dieser Formen sind konsequent in das Level-Layout eingebunden – ohne Gimmick, aber durchaus witzig und funktional.
Verbessert eure Fertigkeiten
Jetzt neu in der Reihe: ein übersichtlicher Fertigkeitenbaum. Im Dorf kann man gesammelte goldene Bananen gegen Upgrades eintauschen — etwa für mehr Lebenspunkte, stärkere Angriffe oder kürzere Cooldowns. Anders als komplizierte Rollenspiele bleibt das System überschaubar und verständlich, schafft aber trotzdem echtes Gefühl von Fortschritt – man merkt den Unterschied direkt im Spiel.
Das motiviert weiterzuspielen: Immer wenn man ein paar Punkte investiert, fühlt sich DK ein wenig geschickter oder robuster an – ideal, um gerade schwierige Levelabschnitte erneut anzugehen. Der Baum ist flexibel genug, um verschiedene Spielstile zu unterstützen, aber kompak t genug, um Spieler:innen nicht zu überfordern. Ein schönes Upgrade, das den Spielfluss clever unterstützt.
Versteckte Fossilien wollen gefundet werden
In vielen Nischen und versteckten Winkel der Levels finden sich Fossilien — seltene Objekte, die man im Dorfmuseum zusammensetzt. Diese Mini-Rätsel bieten nicht nur Sammler-Spaß, sondern verleihen dem Spiel einen leichten Metroidvania-Touch. Oft merkt man sich Stellen, an denen man noch nicht weiterkommt und kehrt später mit neuen Skills oder Formen zurück, um sie freizuräumen.
Die Belohnung, einen seltenen Dino-Knochen zu entdecken und im Museum zu ergänzen, trifft eine besondere Saite. Man spürt den Drang, nicht nur durchzurasen, sondern wirklich jedes Fragment der Spielwelt zu erkunden – mit einer spürbaren Belohnung für Neugierige und Perfektionist:innen.
Mit Stil gegen die Feinde
Bananza versteht sich als modernes Donkey-Kong-Spiel, bei dem Outfits nicht nur Dekoration sind. Im Dorf kann man neue Kostüme kaufen, die DK und Pauline freundlich aussehen lassen – aber oft auch kleine Gameplay-Boni gewähren, etwa mehr Gold oder Schutz in besonderen Gebieten. Bunte Designs mit Anspielungen aus älteren Nintendo-Zeiten sorgen für Sammlerfreude und haben einen charmanten Retro-Touch.
Dank Amiibo-Unterstützung ist auch der Bonus für Sammler:innen clever umgesetzt. Ein KONG-Amiibo schaltet etwa die Buchstaben K, O, N und G frei, wenn man sie über die Controller streicht — eine nette kleine Belohnung, ohne dass sie das Gameplay unfair beeinflusst. Solche Extras wirken witzig und wertschätzend, nicht aufdringlich.
Technik, Grafik & Sound
Technisch macht Bananza einen starken Eindruck auf der Switch 2. Die Farben sind satt, die Umgebungen detailliert, die Animationen geschmeidig — egal, ob bei Explosionen oder bei ruhigen Dschungelpanoramen. Die zerstörbare Welt ist kein Gimmick, sondern wird flüssig und solide umgesetzt. Es fühlt sich einfach nach Technik mit Liebe zum Detail an.
Und der Sound? Perfekte Begleitung. Die Musik wechselt zwischen eingängigen Melodien und atmosphärischen Tönen, passend zur Umgebung. Geräusche wie das Knirschen von Stein, Explosives oder Paulines Gesang in der Verwandlungsmoment erzeugen Atmosphäre. Die Klangkulisse ist so integriert, dass alles wie aus einem Guss wirkt. Ein feines Highlight ist, wie sich Musik und Effekte je nach Situation verändern — etwa ruhiger in Explorationsphasen, dynamisch in Verwandlungen oder Bosskämpfen.
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Mehr InformationenUnsere Meinung
Donkey Kong Bananza ist ein Paradebeispiel dafür, wie man eine traditionsreiche Reihe modernisiert, ohne ihren Kern zu verwässern. Das Spiel vereint den altbekannten Charme des Affenhelden mit cleveren neuen Ideen wie den Bananza-Formen, dem Skillbaum und der zerstörbaren Umgebung. Jeder Level steckt voller kleiner Details, Geheimnisse und spielerischer Freiheiten, die nicht nur zum Durchrennen, sondern auch zum Erkunden einladen. Dabei wirkt nichts wie ein aufgesetztes Feature – alles greift harmonisch ineinander und sorgt dafür, dass man immer wieder mit einem Lächeln im Gesicht weiterspielen möchte.
Auch technisch kann sich Bananza sehen lassen: Die satten Farben, die lebendigen Animationen und der stimmige Soundtrack erschaffen eine dichte, fröhliche Atmosphäre, die sofort ins Spiel hineinzieht. Kleine Belohnungen wie neue Kostüme oder das Sammeln seltener Fossilien sorgen für Langzeitmotivation, während der Ablauf angenehm abwechslungsreich bleibt. Wer Donkey Kong mag, bekommt hier einen Titel, der vertraut wirkt, aber gleichzeitig frisch genug ist, um zu begeistern – ein rundum gelungenes Abenteuer, das in puncto Spielspaß und Präsentation kaum Wünsche offenlässt.
„Ein modernes Donkey Kong-Abenteuer, das begeistert und kaum Wünsche offenlässt.” – game7days
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