Trailer zum Kinostart von GAZA SURF CLUB

Kinostart: 30. März 2017

Der deutsche Trailer des außergewöhnlichen Dokumentarfilms GAZA SURF CLUB (Kinostart: 30.03.2017) von Philip Gnadt und Mickey Yamine wurde veröffentlicht.

Eine junge Generation, die in Gaza zwischen Israel und Ägypten gefangen ist und von der Hamas regiert wird, zieht es zu den Stränden. Sie hat genug von Besetzung, Krieg und religiösem Fanatismus und ihre ganz eigene Art des Protests gefunden: Surfen.

GAZA SURF CLUB liefert außergewöhnliche Einblicke in eine Region, die wir sonst nur aus den Nachrichten kennen. Fällt das Wort Gaza, entstehen vor unserem inneren Auge Bilder, die sich über Jahrzehnte in unser visuelles Unterbewusstsein gebrannt haben: Verwackelte Aufnahmen in schlechter Video-Qualität, Steine werfende Jugendliche, Kassam-Raketen, Ruinen und fanatische Hamas-Beerdigungen. Dieser palästinensischen Wirklichkeit stellt Regisseur Philip Gnadt eine hoffnungsvolle Gruppe Jugendlicher gegenüber, die trotz ihres krisengeschüttelten Alltags im ständigen Ausnahmezustand, trotz allem Patriotismus, ein bisschen Normalität erleben will.

Der Gazastreifen ist ein schmaler Küstenstreifen zwischen Israel und Ägypten mit einem Hafen, in dem keine Schiffe mehr anlegen und einem Flughafen, der nicht mehr angeflogen wird. Kaum jemand kommt heraus, fast nichts und niemand kommt hinein. Mit ihren Surfbrettern schaffen sich die Surfer ein kleines Stück Freiheit, zwischen dem Strand und der von den Israelis kontrollierten Sechs-Meilen-Grenze. Freiheit, die ihnen keiner nehmen kann. Der Film zeigt die Träume und

Hoffnungen der Jugendlichen dieser Grenzregion, in der die ältere Generation jegliche Hoffnung aufgegeben hat.

Surfen, das bedeutet für die Jugendlichen Freiheit – wenn auch nur für die Dauer einer Welle. GAZA SURF CLUB ist ein Film voller Hoffnung, der zeigt, dass auch in Krisengebieten junge Menschen leben, mit denen wir uns identifizieren können, welche die gleichen Träume und Wünsche haben, wie ihre Altersgenossen auf der ganzen Welt.

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Mehr Informationen

2013 wurde das Projekt GAZA SURF CLUB (Arbeitstitel: Three Mile Riders) mit dem Filmförderpreis der Robert Bosch Stiftung ausgezeichnet, der in diesem Jahr zum ersten Mal für internationale Zusammenarbeit an Filmemacher aus Deutschland und der arabischen Welt vergeben wurde.

GAZA SURF CLUB feierte seine Weltpremiere auf dem Toronto International Film Festival (TIFF 2016), es folgten weitere Festivalteilnahmen beim International Documentary Film Festival Amsterdam (IDFA 2016) und beim Dubai International Film Festival (DIFF 2016).

GAZA SURF CLUB ist eine Koproduktion von Little Bridge Pictures mit dem WDR. Gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung, dem Kuratorium Junger Deutscher Film, dem Deutschen Filmförderfonds, Medienboard Berlin Brandenburg sowie der MFG Filmförderung Baden-Württemberg.

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