Regisseur Tom Hooper: THE DANISH GIRL

Wie kaum ein anderer Regisseur dieser Zeit versteht sich Tom Hooper („The King’s Speech“) darauf, Geschichte auf die Leinwand zu bringen. Mit seinem Drama THE DANISH GIRL, das in eindrucksvollen Bildern vom faszinierenden, immer noch weitgehend unbekannten Leben der dänischen Transgender-Pionierin Lili Elbe (gespielt von Eddie Redmayne) erzählt, bringt er nun erneut ein historisches Thema in die Kinos, das zugleich so aktuell ist wie nie zuvor.

THE DANISH GIRL

Junges Talent

Schon als 13jähriger konnte Tom Hooper, Sohn einer australischen Autorin und eines britischen Medienunternehmers, die Kamera kaum aus den Händen legen und drehte seinen ersten Film „Runaway Dog“. Direkt nach der Schulzeit schrieb, inszenierte und produzierte er dann den Kurzfilm „Painted Faces“, dessen Premiere auf dem London Film Festival gefeiert wurde. Der Film lief in verschiedenen Kinos und wurde später im Fernsehen ausgestrahlt. Dennoch ging es für den talentierten Nachwuchs-Filmemacher statt nach Hollywood erst einmal zum Englischstudium an die Oxford University, wo er Theaterstücke inszenierte, in denen seine Kommilitoninnen Kate Beckinsale und Emily Mortimer mitspielten, und nebenher als Regisseur für TV-Werbespots arbeitete.

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Vorliebe für historische Themen

1997 begann Hooper seine Fernsehkarriere als Regisseur verschiedener Serienformate. Acht Jahre später holte ihn Helen Mirren, die er bei der Inszenierung der sechsten Staffel der Krimiserie „Heißer Verdacht“ kennengelernt hatte, als Regisseur für den Fernsehzweiteiler „Elizabeth I.“ an Bord. Die TV-Produktion über die letzten beiden Jahrzehnte der Regierungszeit der englischen Königin offenbarte Hoopers Talent, Geschichte auf der Leinwand lebendig werden zu lassen – und bescherte ihm seinen ersten Emmy. Es folgten weitere TV-Produktionen, mit denen Hooper sein Händchen für Historisches unter Beweis stellen konnte. Darunter etwa die von Tom Hanks und HBO mit einem Mega-Budget von 100 Mio. Dollar produzierte History-Mini-Serie „John Adams – Freiheit für Amerika“ über den zweiten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.

Große Geschichte(n) auf großer Leinwand

Mit dem Sportlerdrama „The Damned United – Der ewige Gegner“, über Brian Cloughs kurzes Trainer-Gastspiel beim Verein Leeds United im Sommer 1974, griff Hooper abermals ein zeitgeschichtliches Thema auf und etablierte sich gleichzeitig als Kinoregisseur. Der Film wurde in Großbritannien zum Publikumserfolg. Der ganz große Coup gelang ihm jedoch mit einem anderen Historien-Drama: In bewegenden Bildern brachte Hooper 2011 die Geschichte des schüchternen, stotternden Königs George VI. ins Kino. „ The King’s Speech“ wurde mit zahlreichen Preisen und Nominierungen überhäuft und brachte ihm einen Oscar für seine herausragende Regiearbeit ein.

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Mit THE DANISH GIRL erneut auf Oscar-Kurs

Mit der von Publikum und Kritikern gefeierten Musicalverfilmung „Les Misérables“ setzte Hooper seinen Siegeszug in die A-Liga der Filmemacher weiter fort. Doch schon während der Dreharbeiten war der Brite gedanklich mit der Inszenierung von THE DANISH GIRL beschäftigt und setzte alles daran, Eddie Redmayne für das Projekt zu begeistern: „Ich habe von Anfang an daran gedacht, Eddie Redmayne für die Titelrolle zu besetzen. […] Wir hatten ja bereits Elizabeth I. zusammen gemacht. Während der Dreharbeiten zu Les Misérables habe ich ihm dann das Script gegeben,“ so Hooper. Mittlerweile hat das bewegende Transgender-Biopic bereits seine erfolgreiche Premiere bei den 72. Filmfestspielen von Venedig gefeiert und nimmt nun Kurs auf die Oscars 2016. Zuvor darf sich jedoch auch das deutsche Publikum ein Bild vom jüngsten Werk des Ausnahmeregisseurs machen: THE DANISH GIRL – ab 7. Januar 2016 im Kino.

Inhalt:

Wie stark kann eine Liebe sein? Diese Frage stellt Oscar®-Gewinner Tom Hooper (The King´s Speech) in seinem neuen Film THE DANISH GIRL.

Es ist die, auf einer wahren Begebenheit beruhenden, Geschichte von Lili Elbe (Eddie Redmayne), die als Mann Einar Wegener mit Ehefrau Gerda (Alicia Vikander) ein bewegtes Künstlerleben im Kopenhagen der zwanziger Jahre führt. Als die anfangs noch erfolglose Malerin Gerda sie bittet, als weibliches Modell zu posieren, finden die daraus resultierenden Portraits einen ungemeinen Anklang. Es scheint, als ob Gerda endlich die Muse gefunden hat, die sie zu wahrer Meisterleistung inspiriert. Währenddessen entwickelt Lili eine ganz eigene Liebe, zu dieser anderen, neuen Seite an sich, eine Liebe zu der Frau, die sie sein möchte. Nach und nach wächst in Lili der unbändige Wunsch heran, vollständig und damit zukünftig auch körperlich als Frau zu leben… Doch was bedeutet dieser Schritt für ihr gemeinsames Leben, ihre Sehnsüchte und somit auch für ihre Ehe?

Dieser Film ist eine Hommage an Gerdas Toleranz und Lilis Mut.

Die Vorlage zu THE DANISH GIRL ist der gleichnamige Bestseller von David Ebershoff. Mit diesem Projekt setzen Regisseur Tom Hooper und Oscar®–Gewinner Eddie Redmayne (Die Entdeckung der Unendlichkeit) ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort, die sie vor drei Jahren mit der Musicalverfilmung Les Misérables begonnen haben. In weiteren Rollen der deutschen Koproduktion sind Alicia Vikander (Ex Machina), Amber Heard (The Rum Diary), Matthias Schoenaerts (The Drop – Bargeld), Ben Whishaw (Skyfall, Das Parfum) und Sebastian Koch (Das Leben der Anderen) zu sehen.

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Quelle: Universal

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