Das Erfolgstrio aus dem Überraschungserfolg „Bis zum Ellenbogen“ ist zurück: In der pechschwarzen Gangsterkomödie DESASTER (Kinostart: 16. Juli 2015) setzen Jan Josef Liefers, Justus von Dohnanyi und Stefan Kurt durch verbrecherische Verwicklungen eine Reihe tödlicher Kettenreaktionen in Gang. Zwar läuft anfangs alles nach Plan, aber der Plan ist kacke. Und so artet das Zusammentreffen in Saint-Tropez in ein einziges DESASTER aus.

Doch damit befinden sich die Leinwand-Ganoven in bester Gesellschaft. Denn auch im realen Leben führt nicht jeder Plan zum Erfolg. Selbst wenn er noch so schön gedacht ist…

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Davon zeugt etwa der ambitionierte Versuch einiger Möchtegern-Bankräuber, die im Frühling dieses Jahres im Städtchen Simmern fette Beute witterten: Nachts verschafften sich die Unbekannten mittels Brechstangen Zutritt zum Vorraum einer Volksbankfiliale und rissen – vermutlich unter nicht unerheblicher Kraftanstrengung – ein Kombigerät zum Überweisen und Drucken von Kontoauszügen aus der Verankerung, das sie dann erfolgreich nach draußen schleiften und mit ihrem Fluchtwagen abtransportierten. Den Geldautomaten hingegen ließen die Deppen unbeschadet stehen.

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Einen nur halb ausgegorenen Plan fürs schnelle Geld hatte auch ein Kleinganove aus Bochum, der 2008 für Schlagzeilen sorgte. Er versetzte sein Diebesgut auf einer Auktionsplattform im Internet. Darunter ein Zelt, das er seinem Nachbarn entwendet hatte. Ausgerechnet dieser ersteigerte das Zelt zurück. Der Dieb brachte ihm das Zelt netter Weise auch direkt vorbei und kassierte den Auktionsbetrag. Erst als der bestohlene Nachbar das Zelt als sein eigenes wiedererkannte und die Polizei verständigte, dämmerte dem geschäftstüchtigen Langfinger wohl so langsam, dass dies wohl nicht seine glorreichste Idee gewesen ist.

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Dass erfolgreiche kriminelle Machenschaften ein gewisses Maß an Intelligenz und Voraussicht erfordern, bekundet ebenfalls der Fall eines tschechischen Verbrecher-Duos, das 2014 einen Schweizer Millionär entführte und in Franken wieder aussetzte. Dabei hatten es die beiden im Grunde nur auf den Nobel-BMW ihres Opfers abgesehen. Weil sie den Wagen aber nicht alleine starten konnten, musste der Millionär kurzerhand mit. Auf einen Roadtrip, auf dem sich die dämlichen Kidnapper hemmungslos betranken, sich von der Überwachungskamera einer Autobahnraststätte filmen ließen und zu guter Letzt über die Ortungsfunktion in selbigem BMW aufgespürt wurden.

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An kriminellem Scharfsinn mangelte es auch einem Idioten besonderer Güte, über den Hamburgs Polizei heute noch lacht: Der 26-Jährige Vorbestrafte drang im Dezember 2011 mit stolzen 2,5 Promille Alkohol in Blut und Hirn in die Davidwache ein, wo er zunächst unbehelligt einen Beamer von der Wand schraubte, Schränke aufbrach und sich Teile einer Uniform inklusive schusssicherer Weste in eine Tasche stopfte. Als die Polizisten den dreisten Einbruch bemerkten, flüchtete er. Weit kam er allerdings nicht, denn die Strafe folgte auf dem Fuße: Beim Sprung aus dem Fenster des Damenklos im ersten Stock brach sich der Bursche beide Sprunggelenke.

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Ein äußert dämlicher Fluchtplan brachte zu Beginn des Jahres auch einen Einbrecher im badischen Tiengen in eine verzwickte Lage. Nach dem Einbruch in ein Feinkostgeschäft versuchte dieser vor der anrückenden Polizei zu fliehen. Während sein Komplize schon beim Ausstieg aus einem Fenster geschnappt wurde, gelang es ihm, sich aufs Dach und in den Schornstein eines angrenzenden Gebäudes zu flüchten. Blöd nur, dass der stattlich gebaute Mann bei der Wahl seines Verstecks nicht die eigene Leibesfülle berücksichtigt hatte. Er blieb kläglich stecken und musste schließlich von Polizei und Rettungskräften aus dem Kamin befreit werden. Eine verzerrte Selbstwahrnehmung ist eben nicht nur peinlich, sie kann auch unangenehme Folgen haben…

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Ganz ähnlich ergeht es dem tölpelhaften Profikiller Ed (Justus von Dohnányi) in DESASTER bei seinem Versuch, durch den Schornstein in die hermetisch abgeriegelte Luxus-Villa des brutalen Gangsterbosses Mischa (Milan Peschel) einzudringen, um dort zusammen mit seinem Partner Mace (Jan Josef Liefers) und ihrem Auftraggeber Dr. Würsch (Stefan Kurt) den prall gefüllten Tresor zu plündern wie dieser Clip zeigt!

Doch auch dieser Plan erweist sich im Nachgang als nicht ganz ausgereift. Zumal Mischa bereits im Anmarsch ist und die Luft im Kamin immer dünner wird…

Ab 16. Juli 2015 im Kino.

Inhalt:

Saint-Tropez: zwei alternde Profikiller am Strand. Ihr Auftrag? Einen Schweizer Anwalt beschützen. Sein Name: Dr. Jürg Würsch (Stefan Kurt). Dieser ist nach Südfrankreich gereist. Gegen Belohnung soll er dem skrupellosen Gangsterboss Mischa (Milan Peschel) Justizgeheimnisse verraten. Und obendrein erhofft sich Würsch ein kleines Schäferstündchen mit Mischas attraktiver Gattin Lydia (Anna Loos). Der Haken? Würsch weiß nicht, dass Lydia ein doppeltes Spiel spielt. Mischa und Lydia wiederum wissen nicht, dass der Anwalt ebenfalls eigene Pläne verfolgt und genau deshalb zu seinem Schutz die beiden Profikiller Ed (Justus von Dohnányi) und Mace (Jan Josef Liefers) angeheuert hat. Dumm nur, dass sich Ed als penetranter Macho-Proll herausstellt und den Plan von Würsch durch sein dämliches Verhalten völlig durcheinander bringt. Niemand spielt mit offenen Karten. Intrigen werden gesponnen, Fallen werden gestellt. Als Ed aus Versehen Mischas Mutter (Angela Winkler) von der Brüstung der Finka schubst, nimmt das Desaster unaufhaltsam seinen Lauf. Nur so viel ist klar: Hier hat jeder Dreck am Stecken.

DESASTER 3

Die Ganoven Ed (Justus von Dohnányi, l.) und Mace (Jan Josef Liefers, Mitte) mit ihrem Auftraggeber Dr. Würsch (Stefan Kurt, r.)

Es geht um das große Geld, die große Liebe und den unfreiwilligen Tod. In der rabenschwarzen Gangsterkomödie liefern sich Justus von Dohnányi (Frau Müller muss weg!, Männerherzen 1&2, Oh Boy), Jan Josef Liefers (Mann tut was Mann kann, Der Baader Meinhof Komplex, Münsteraner „Tatort“), Stefan Kurt (Ruhm, Vier Minuten) und Milan Peschel (Der Nanny, Schlussmacher, What A Man, Halt auf freier Strecke) einen schauspielerischen Schlagabtausch der Extraklasse. Nach dem Überraschungserfolg Bis zum Ellenbogen ist DESASTER ihre nächste Zusammenarbeit unter der Regie von Justus von Dohnányi. Produziert wurde die Komödie von Schiwago Film, den Machern von Muxmäuschenstill und Oh Boy, der beim Deutschen Filmpreis 2013 mehrfach ausgezeichnet wurde.

Neben Schiwago Film waren Ellenbogen Film, Radio Doria Film und STUDIOCANAL an der Produktion beteiligt, gefördert mit Mitteln des Medienboard Berlin-Brandenburg MBB, der Filmförderung Hamburg FFHSH und der Filmförderungsanstalt FFA. Federführender Senderpartner ist der Hessische Rundfunk zusammen mit Arte.

Der Trailer auf YouTube:

Weitere Informationen zum Film sind auf der offiziellen Webseite und auf der dazugehörigen Facebook-Seite zu finden!

Quelle: Studiocanal